Veranstaltungen

Dienstag, 19. März 2019, 19.00
Über die Transformation des Krieges nach 1945
Geh Denken!

Carl von Clausewitz hat dem Krieg einen Chamäleoncharakter attestiert. Tatsächlich brachte die Ächtung des Krieges in der UN-Charter den zwischenstaatlichen Krieg fast zum Verschwinden, doch intensivierten sich Formen des Bürgerkrieges, die in hohem Ausmaß die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft ziehen und mit schweren Menschenrechtsverbrechen einhergehen. Im Völkerrecht findet ein Nachziehverfahren statt, das jedoch mit den sich ständig wandelnden Gewaltszenarien schwer Schritt halten kann. Welche Interventionsmechanismen stehen der internationalen Gemeinschaft zur Verfügung, um potentielle Kriegsopfer zu retten und auch rezente bewaffnete Konflikte möglichst einzudämmen?

 

Irene Etzersdorfer, Politikwissenschafterin, Universität Wien / Donau Universität Krems


In Kooperation mit dem Verein Gedenkdienst

Montag, 18. März 2019, 19.00
Dialogkunst – Den Wert der Kunst erweitern
Gespräch

Kunst entsteht im Dialog, Kunst ermöglicht Dialog. So liegt ihr Wert nicht ausschließlich in seiner Gegenständlichkeit, in seiner Warenhaftigkeit sondern auch oder vielleicht vor allem vor, neben und nach dem Werk selbst. Diese Befreiung des Wertes der Kunst von ihrer vordergründig „reinen Gegenständlichkeit“ eröffnet Möglichkeiten eines wertschaffenden Dialoges zwischen der Kunst und anderen gesellschaftlichen Akteuren, die aus künstlerischer, wissenschaftlicher und unternehmerischer Perspektive ausgelotet und diskutiert werden.

Christian Ahlfeld, Betriebswirt / Bankwesen
Gabriele Gottwald-Nathaniel, gabarage-upcycling design / Anton Proksch Institut
Michael Heindl, bildnerischer Künstler
Susanne Lederer Pabst, 4-your-biz / Impact Investing
Boris Manner, Autor, Kurator, Kulturmanager
Anna Vasof, Architektin und Medienkünstlerin
Moderation: Gernot Deutschmann, Dialogkünstler

In Kooperation mit Lluìs Lipp (DREISECHSFÜNF)

Mittwoch, 13. März, 13.00 – 17.00, Donnerstag, 14. März, 9.30 – 19.30, Freitag, 15. März, 9.30 – 13.00
Institutionen des Politischen
Tagung

Innerhalb der Politischen Philosophie wurde in den letzten Jahren intensiv um Unterscheidungen zwischen dem Politischen und der Politik diskutiert. Theorien des Politischen haben betont, dass politische Ordnungen kontingent und antagonistisch verfasst sind. Die Ausarbeitung dieser Perspektive hat jedoch dazu geführt, dass die Dimension der Institutionalisierung untertheoretisiert blieb. Wie könnte unter der Voraussetzung einer Theorie des Politischen heute Politik und ein Institutionendesign aussehen, dass das Außerordentliche, die Alterität und die Singularität nicht nur als Störungen von geregelten Verfahren ansieht, sondern auf diese zu antworten vermag?

Niklas Angerbauer, Oldenburg
Thomas Bedorf, Fernuniversität Hagen
Dominik Finkelde, München
Matthias Flatscher, Universität Wien
Oliver Flügel-Martinsen, Universität Bielefeld
Sara Gebh, Universität Wien
Selin Gerlek, Fernuniversität Hagen
Margarete Haderer, Universität Wien
Felix Heidenreich, Universität Stuttgart
Steffen Herrmann, Fernuniversität Hagen
Andreas Hetzel, Universität Hildesheim
Oliver Marchart, Universität Wien
Franziska Martinsen, Universität Hannover
Nadja Meisterhans, Universität Linz
Malte Miram, Universität Bonn
Niklas Plätzer, University of Chicago/Sciences Po Paris
Karsten Schubert, Universität Freiburg
Sergej Seitz, Universität Wien
Anna T. Steffner de Marco, Universität Wien
Thorsten Thiel, Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft, Berlin
Gerhard Thonhauser, Darmstadt
Stefan Wallaschek, Universität Bremen
Manon Westphal, Universität Münster

Kooperation von „Politische Theorie“ des Instituts für Politikwissenschaft der Universität Wien und „Praktische Philosophie“ des Instituts für Philosophie, Fernuniversität Hagen.

Mittwoch, 13. März 2019, 19.00
Kultur in die Bezirke!
Diskussion

Gegenwärtig gibt es in Wien eine Verlagerung von Kulturinstitutionen in die Bezirke – unter nicht ganz freiwilligen Vorzeichen: Die Umbauten von Künstlerhaus und Wien Museum sind quasi Impulsgeber für eine temporäre, dezentrale Entwicklung der Szene. Welche Erfahrungen gibt es damit? Wie ist die Akzeptanz? Was sind die Strategien, um Publikum vor Ort zu lukrieren bzw. Publikum in die Bezirke zu holen? Und vor allem: Wäre es nicht wünschenswert, das Engagement
dauerhaft in den Bezirken fortzusetzen?

Matti Bunzl, Wien Museum
Kira Kirsch, brut Wien
Ula Schneider, SOHO in Ottakring
Tim Voss, Künstlerhaus Wien
Moderation: Paula Pfoser, ORF

Dienstag, 12. März 2019, 19.00
Adria als Urlaubs- und Verteidigungsparadies
Präsentation Forschungsprojekt

Die adriatische Küste der Sozialistisch Föderativen Republik Jugoslawien wurde in der Zeit der Nachkriegsmoderne stark urbanisiert. Besonders prägend war dabei die Entwicklung des Tourismus. Viel unbekannter ist, dass zur gleichen Zeit die Küste als wichtige Verteidigungslinie des Landes aufgerüstet wurde. Im Zuge des Kalten Kriegs wurden entlang der Küste und der Inseln etliche militärische Verteidigungsanlagen gebaut, die das blockfreie Land gegen einen potenziellen Angriff der NATO schützen sollten. Beide Phänomene haben Auswirkungen auf die adriatische Küste und das Leben der Bewohner_innen.

Anamarija Batista, Akademie der bildenden Künste Wien
Antonia Dika, Kunstuniversität Linz
Moderation: Andreas Spiegl, Akademie der bildenden Künste Wien

Kollektive Utopien der Nachkriegsmoderne: Adriatische Küste als Urlaubs- und Verteidigungsparadies. FWF | PEEK-Projekt.

Montag, 11. März 2019, 19.00
TV M – Eine Stadt sucht einen Mörder
Let's talk about scripts!

Fritz Langs  Klassiker der Filmgeschichte "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" aus dem Jahr 1931  wurde von Evi Romen und David Schalko für eine TV Miniserie in das Jahr 2018  verlegt: Wien mitten im Winter. Ein Kindermörder treibt sein Unwesen. Die Polizei ist ratlos und rast im Leerlauf. Der Innenminister beginnt die Serienmorde politisch für seine Zwecke zu nutzen. Die Boulevardpresse heizt die Stimmung an. Und in der Bevölkerung beginnt es zu rumoren. Mit steigender Nervosität wird jeder zum Verdächtigen erklärt.

Evi Romen, Drehbuch und David Schalko, Drehbuch und Regie
Moderation: Ines Häufler,  freiberufliche Drehbuchberaterin

Kooperation Drehbuchforum Wien

Dienstag, 05. März 2019, 19.00
Artists on the European Refugee Crisis
Vortrag

Die Masterarbeit setzt sich mit zeitgenössischen Künstler_innen auseinander, die in ihren Werken unterschiedliche Positionen des Realismus verarbeiten, um die europäische „Flüchtlingskrise“ von 2011 bis heute darzustellen. Die herangezogenen Künstler_innen arbeiten mit Fotografie, Videodokumentation und Appropriation Art, um Realität zu rekonstruieren. Dabei eignen sie sich bestimmte Codes aus den Medien an, wodurch die Grenze zwischen Kunst und medialer faktenbasierter Dokumentation verschwimmt. Das Mittelmeer als Grenzgebiet und Zentrum sozio-politischer Diskurse bildet dabei eine thematische Gemeinsamkeit der präsentierten Werke.

Roberta Keil, Kunsthistorikerin

Roberta Keil: Artists on the European Refugee Crisis, 2011 to the present. The representation of „Others“ within the mediterranean borderscape. Masterarbeit 2018

Vortrag in englischer Sprache

Montag, 04. März 2019, 19.00
Bewährungsprobe #27
Künstler_innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt jeweils zwei künstlerische Positionen vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die
Welt zu verhandeln.

Janine Schranz arbeitet an der Schnittstelle von Fotografie und Architektur, wobei sie mittels Ausstellungskontext und Herstellungsprozess Formen des Aufzeichnens und Erinnerns thematisiert.
Veronika Burger stellt in ihrer Arbeit das Performative, mit oder ohne Anwesenheit des eigenen Körpers, in den Mittelpunkt. Der Körper als Archiv wird selbst zur Performancebühne.
Institutionelle Parameter des Kunstbetriebs werden von beiden Künstlerinnen auf verschiedene Weise auf die Probe gestellt.

Janine Schranz, Künstlerin, Wien
Veronika Burger, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, baer, Wien

Donnerstag, 07. Februar 2019, 19.00
kinokis mikrokino #238
The Revenge of the Incomplete

Tara Najd Ahmadi’s films allow a very personal and quite political insight into the artistic struggle of a female Iranian expat. Ahmadi is trained in Visual Communication and Animation at the University of Tehran, and a graduate fellow of Visual and Cultural Studies at the University of Rochester, USA. For both her artistic work and her scientific investigations she received several grants and awards, in 2018 she held a fellowship at the George Eastman Museum in Rochester.

A Week with Azar. Short experimental documentary film, based on a true story.
Productive Frustration. A short experimental film investigating an artist’s struggle.
Gut Theory. Stop motion animation that explores commodity and cultural consumerism.
Measuring the Level of Resistance. Resistance as an everyday life activity, using three of the Iranians' basic foods.

Artist Talk and Discussion with Tara Najd Ahmadi

Mittwoch, 30. Januar 2019, 19.00
Russlandbezogene Gender Studies
feminismen diskutieren

Es macht einen Unterschied, ob jemand in Saratov, Moskau, Wien oder New York verortet über Geschlechterverhältnisse in Russland forscht. Das liegt an der globalen Arbeitsteilung in den Sozial- und Geisteswissenschaften: Wo entstehen Theorien, wo werden sie angewendet? Wer liefert – oder ist selbst – empirisches Datenmaterial? Welchen Stellenwert haben in Russland arbeitende Forscher_innen in dieser Konstellation?

Therese Garstenauer, Historikerin, Universität Wien
Maria Katharina Wiedlack, Amerikanistin, Universität Flensburg
Veronika Wöhrer, Soziologin, Universität Wien
Susan Zimmermann, Central European University Budapest
Moderation: Sabine Prokop, VfW

Garstenauer, Therese: Russlandbezogene Gender Studies. Lokale, Globale und transnationale Praxis. L’Homme Schriften, Band 25, Böhlau Verlag Wien 2018

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Montag, 28. Januar 2019, 19.00
Künstler!
Buchpräsentation und Diskussion

Die Geschichte der Künste im 20. Jahrhundert wurde bisher meist als Stilgeschichte dargestellt. Mit diesem Buch wird sie in einer neuen Perspektive als Kulturgeschichte der Künstler_innen und der Erfindungen schöpferischer Kreativität gedeutet. Es ist zugleich die Geschichte eines Mythos, der bis heute von hoher Anziehungskraft ist. Was aber macht das Künstler_innensein so attraktiv – über alle Geschlechterunterschiede hinweg? Welche Eigenschaften bündeln sich in Künstler_innen? Die spannende Frage ist: Gibt es einen durchgängigen Künstler_innenhabitus, an dem alle Kreativen teilhaben, den sie lediglich variieren?

 

Wolfgang Ruppert, Kulturhistoriker, Universität der Künste Berlin
Moderation: Almuth Spiegler, Kulturredakteurin, die Presse


Wolfgang Ruppert: Künstler! Kreativität zwischen Mythos, Habitus und Profession. Böhlau Verlag, Wien / Köln 2018

Moderation: Almuth Spiegler, Kulturredakteurin, die Presse

Moderation: Almuth Spiegler, Kulturredakteurin, die Presse

Donnerstag, 24. Januar 2019, 19.00
kinokis mikrokino #237
Die Rückeroberung des Paradieses

Recuperando el Paraíso ist ein unabhängiger Dokumentarfilm über den Widerstand der indigenen Bevölkerung in Santa María Ostula an der mexikanischen Pazifikküste von Michoacan gegen die Übergriffe organisierter Banden und staatlicher Ordnungskräfte. Die Doku erzählt von den Vertreibungen, Entführungen und Morden, denen die Bevölkerung ausgesetzt ist, aber auch von ihrem Entschluss, in der Region kommunale Polizeikräfte zu organisieren, und sich zu bewaffnen, um ihre Gemeinde und Anbaugebiete zurückzuerobern.

Recuperando el Paraíso (Mex. 2017), R: José Arteaga und Rafael Camacho, 72 min, OmeU

Anschließend Gespräch mit der Regie-Assistentin Regina López

DIE VERANSTALTUNG vom 23.01.2019 WURDE LEIDER ABGESAGT
Fotografie als Unikat?
Podium

Das Medium Fotografie ist vor einer Archivkopie nicht geschützt, gleichzeitig bevorzugt der Kunstmarkt Unikate. So muss die Fotografie tatsächlich auch heute noch um ihren Marktwert kämpfen. Ist eine herkömmliche Galerie der geeignete Ort, um Fotografie zu zeigen? Zumal eine individuell angepasste Limitation der Abzüge die Feststellung des tatsächlichen Wertes zusätzlich erschwert.

Anna Mustapic, Kuratorin, Wien
Cecilia Seilern, Kunstsammlerin
Dominik Geiger, Fotograf, Gründer Hello World Gallery, Wien

In Kooperation mit Hello World Gallery

Dienstag, 22. Januar 2019, 19.00
Wilhelm Schütte Architekt
Buchpräsentation

Wilhelm Schüttes (1900 – 1968) bewegter Lebenslauf führte ihn von München in das „Neue Frankfurt“ und als Mitarbeiter der Gruppe Ernst May bis in die Sowjetunion, bevor er 1938 ins Exil nach Istanbul gehen konnte. 1947 zog er mit seiner Frau, der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky nach Wien und wurde österreichischer Staatsbürger. Aufgrund seiner politischen Zugehörigkeit zur KPÖ konnte er hier nur wenige öffentliche Aufträge realisieren, engagierte sich jedoch in Vereinigungen wie etwa dem CIAM-Austria, UNESCO und ÖGFA und wurde zu einer zentralen Figur in der österreichischen Architekturszene der Zweiten Republik.

David Baum, Architekturforscher, Wien
Burcu Dogramaci, Kunsthistorikerin, Universität München
Thomas Flierl, Bauhistoriker, Publizist und Herausgeber, Berlin
Gabriele Kaiser, Architekturpublizistin und Kuratorin, Wien
Maja Lorbek, Architektin, TU Wien
Andreas Vass, Architekt, Wien
Susanne Veit-Aschenbrenner, Architektin, Wien


ÖGFA / Ute Waditschatka (Hg.): Wilhelm Schütte Architekt. Frankfurt – Moskau – Istanbul – Wien. Park Books, Zürich 2019.

Eine Veranstaltung der ÖGFA

Montag, 21. Januar 2019, 19.00
Interview mit:
Kerstin von Gabain

Lange Zeit waren die vorderen Reihen in den vom Kunstmarkt definierten Rankings von männlichen Künstlern besetzt. Das ändert sich zunehmend. Eine neue Veranstaltungsreihe fragt nach.
Die Künstlerin Kerstin von Gabain erforscht, basierend auf ihrem Interesse am Anthropomorphismus, die Beziehung zwischen Fotografie und Bildhauerei. Mit ihren Installationen und Ensembles legt sie motivische Bezüge zur Kunst- und Wissenschaftsgeschichte frei. Für ihre komplexe künstlerische Position erhielt sie 2017 den Kardinal König Kunstpreis.

Kerstin von Gabain, Künstlerin, Wien
Moderation: Anne Katrin Feßler, Der Standard

Freitag, 18. Januar 2019, 19.00
Gelbe Westen - Gefahr von rechts, Chance für links?
Diskussion

Die Bewegung der Gelbwesten hat politische Beobachter_innen überrascht. Ende Oktober 2018 gegen eine Kraftstoffsteuer entstanden, entfaltete die Bewegung bald eine politische Dynamik, die ein Wiederaufflammen der sozialen Frage in Zeiten der politischen Hegemonie des Rassismus darstellt. Woher kam das Momentum? Welche konkreten Forderungen und Organisationsformen entstanden? Wie sah und sieht die soziale Zusammensetzung des Protests aus? Wie versucht die extreme Rechte, in die Proteste zu intervenieren? Wie reagierten etablierte politische Institutionen? Und wie greift die französische Linke ein?

Bernard Schmid, Autor und Jurist, Paris
Moderation: Monika Mokre, Politikwissenschaftlerin, ÖAW, Wien
Eine Veranstaltung der Sozialistischen Alternative (SOAL)

Donnerstag, 17. Januar 2019, 19.00
Ort der Unruhe – ein zeitgemäßes Mahnmal?
Buchbesprechung

Viele Jahre beschäftigte sich der Künstler Ernst Logar mit dem vom Österreichischen Bundesheer 2011 errichteten Gedächtnishain in der Belgierkaserne, der ehemaligen SS-Kaserne Graz-Wetzelsdorf. Er versucht, die Problematiken des vom Militär geschaffenen Gedenkortes aufzuzeigen, das in Eigenregie errichtete Mahnmal zu reflektieren und die Hintergründe offizieller Gedenkkultur zu durchleuchten. Wie sollten Funktionen und notwendige Eigenschaften eines zeitgenössischen Mahnmals in Gegenwart und Zukunft diskutiert werden?

 

Eduard Freudmann, Künstler
Erich Klein, Journalist, Publizist und Übersetzer
Ernst Logar, Künstler und Kulturarbeiter, Wien
Nora Sternfeld, Kunstvermittlerin und Kuratorin, Kunsthochschule Kassel


Ernst Logar: Ort der Unruhe / Place of Unrest. Drava Verlag 2018

Montag, 14. Januar 2019, 19.00
Bewährungsprobe #26
Künstler_innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt jeweils zwei künstlerische Positionen vor und widmet sich Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln?

Angelika Wischermann zeigt in ihren performativen Arbeiten lange, durch unzählige Wiederholungen körperlich anstrengende Handlungen.
Fanni Futterknecht positioniert ihre Arbeiten medienübergreifend zwischen Video, Performance und Installation und hinterfragt die eingesetzten Medien.
Beide Künstlerinnen dekonstruieren menschliches Handeln und eröffnen dadurch neue Sichtweisen.

Angelika Wischermann, Künstlerin, Wien
Fanni Futterknecht, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, baer, Wien

Donnerstag, 10. Januar 2019, 19.00
Wahlrecht für alle!
Vortrag

Österreichweit sind knapp 15 Prozent, in Wien sogar 28 Prozent der Bevölkerung nicht wahlberechtigt. Die Bindung des Wahlrechts an die Staatsbürger_innenschaft und die strengen Regeln der Einbürgerung führen dazu, dass Wohn- und Wahlbevölkerung zusehends auseinanderdriften und ein immer größerer Teil der Bevölkerung von demokratischer Entscheidungsfindung ausgeschlossen ist. Durch diese Wahlrechtslücke verliert die Demokratie nicht nur an Inklusivität, sondern maßgeblich auch an Legitimation.

Gerd Valchars, Politikwissenschafter, Universität Wien

In Kooperation mit Gedenkdienst