Veranstaltungen

Dienstag, 21. April 2020, 18:30
Crit Cross #11
Art & Criticism in Times of Crisis

We will use Zoom for our discussion:
https://zoom.us/j/99278731086?pwd=WkFSV3M5citnWWQyZkNQYVoxSDNtQT09

 

Does the shutdown bring an overproducing artworld to a healthy halt or is it an exciting opportunity to find new ways of producing? Does the quarantine expose the shortcomings of the gallery system or does it prove the irreplaceability of the physical experience of art in the age of Instagram? Will cancelled art fairs be replaced by thriving online salesrooms or does the crisis show that an altogether different way of financing art – and perhaps everything else – is necessary and possible?

Times of crisis are times for reflection. We thus want to use this Crit Cross. A Forum on Art Criticism to step back and reflect on the puzzles, impacts and paradoxes of the Covid-19 Crisis. As we move through the evening, we will look at three aspects, namely the creation, circulation & presentation and the financing of art.   

Moderation: Klaus Speidel, Kunstkritiker, Kurator

As always, our debate will be nourished by contemporary critical writing. Here’s a choice of our readings:

https://news.artnet.com/art-world/museums-coronavirus-crisis-1815993
https://news.artnet.com/opinion/madrid-reina-sofia-director-1824210
https://www.theartnewspaper.com/news/one-third-of-french-galleries-could-shut-before-end-of-2020-due-to-coronavirus-impact
https://www.theartnewspaper.com/comment/socially-distant-the-end-of-fairtigue
https://www.theartnewspaper.com/analysis/art-market-coronavirus-system-change
https://news.artnet.com/art-world/new-york-academy-art-zoom-crits-1830165
https://spectator.us/like-about-coronavirus-slavoj-zizek/
https://www.e-flux.com/announcements/325621/letters-against-separation-on-e-flux-conversations/
https://www.politicalanimalmagazine.com/2020/04/09/thoughts-within-the-coronising-siege-a-work-in-progress

About Crit Cross
Crit Cross. A Forum on Art Criticism is an open discussion group of current writing about art organized by Verein K in Vienna. It aims at creating a platform for the sustainable promotion of art- and sociocritical dialogue as well as art-related topics in Vienna. The premise of the project is that art texts are part of a social discourse, which also thrives on direct exchange. We believe that critical reflections on art and society are essential at a time when art is under pressure of justification in the face of shrinking resources and political change. In each session, texts from international and national art magazines, newspapers, blogs and other publications are selected, prepared and discussed. Twice a year, international critics are invited to put their own texts up for discussion to allow for a direct exchange with international representatives of art criticism in Vienna. The events take place in different art and cultural institutions in Vienna (Belvedere 21, Depot, Kunsthalle Wien, mumok, Secession) and are facilitated by theorist, art critic & curator Klaus Speidel.
For questions and suggestions get in touch at critcross@verein-k.net
For more information and to find the text, please visit: http://verein-k.net/wp/crit-cross/The program is supported by the 7. District of Vienna.

ONLINE Donnerstag, 9. April 2020, 19.00
Spiritualität und Widerstand
kinokis mikrokino #247

Indigene Mittelamerikas konnten trotz Kolonialisierung und Christianisierung ihre Spiritualität bewahren. Eigenständige Glaubensvorstellungen bilden den Hintergrund für Widerstand und Kampf um gleiche Rechte und Selbstbestimmung. In Guatemala spielt dabei die Trickster-Figur Maximón, die auch „Rilaj Mam“, der alte Großvater, genannt wird, eine zentrale Rolle. Der gleichnamige Dokumentarfilm begleitet die Maya Tzutuhil von Santiago Atitlan und erkundet mit ihnen gemeinsam die große Erzählung vom schützenden Schöpfer und Trickster.

Rilaj Mam (Guatemala 2002). R: Kollektiv Kinoki Lumal. 77 min.

 

kinoki heute erstmals online
https://www.youtube.com/channel/UCADH1SgS2h5KymUCgr5Jgsg/

Der Link zum Film: https://youtu.be/_07LU3bFNc0

 

ALLE VERANSTALTUNGEN BIS ENDE MÄRZ VORERST ABGESAGT / VERSCHOBEN
An einem Online-Ersatz-Programm ab April wird gearbeitet

 

 

 

 

ALLE VERANSTALTUNGEN BIS ENDE MÄRZ VORERST ABGESAGT / VERSCHOBEN

 

FÜR DAS PROGRAMM AB APRIL
IST EIN ONLINE-ERSATZPROGRAMM IN ARBEIT

 

 

Montag, 23.3.2020
Lovers’ Notebooks – graffiti for freedom
Screening and discussion

ABGESAGT / WIRD VERSCHOBEN!!!

From 2012 in the small town of Saraqeb located in the Idlib area in northwest Syria, graffiti is used by civil activists to inspire and support its community during the time of conflict. Paintings on the walls are a medium for expression of hope, compassion, memory of victims and revolutionary slogans. Lovers’ Notebooks follows their story in years 2011– 2014, showing reality filled with tension between wish for freedom and fear of war, hope and despair.

Eyad Aljarod, filmmaker, Utrecht
Hammam Yousef, activist, Prague

Lovers’ Notebooks. R: Aliaa Khachouk, Eyad Aljaroud. Syrien / Kanada. 55 min.

Veranstaltung in englischer Sprache, deutsche Übersetzung wird bereitgestellt.

 

 

 

Die Veranstaltung vom 25. März, 10.00 - 12.00
"
Kunstförderung des Bundes. Wie funktioniert’s?"
wird wegen der aktuellen Situation ABGESAGT / VERSCHOBEN

Mittwoch, 25. März, 10.00-12.00
Kunstförderung des Bundes. Wie funktioniert’s?
Survival Training für Künstler_innen

ABGESAGT / WIRD VERSCHOBEN!!!

Stipendien, Preise, Ateliers. Vom Kunstankauf bis zur Jahressubvention für Ausstellungsräume, von der Katalog- und Projektförderung bis zu Atelierprogrammen im In- und Ausland. Die Förderaktivitäten für bildende Künstler_innen sind vielfältig. Doch wie läuft es in der Praxis: Was kann gefördert werden? Wofür kann ich wann einreichen? Wie ist eine Bewerbung oder ein Förderantrag idealerweise gestaltet, was ist zu beachten? Nach welchen Kriterien wird entschieden? Und welche Summen stehen letztlich zur Verfügung?

 

Gudrun Schreiber und Olga Okunev, Abteilung IV/B/6 im BMKOES - Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
Moderation: Vasilena Gankovska, Künstlerin, IG Bildende Kunst

In Kooperation mit der IG BILDENDE KUNST

Mittwoch, 25.3.2020
Diskurse der Verantwortung
feminismen diskutieren

ABGESAGT / WIRD VERSCHOBEN!!!

Verantwortung erfährt aktuell politisch-programmatisch eine neue Konjunktur. Die Zuschreibung von Verantwortung ist dabei keineswegs neutral, sondern hat etwas mit den Wert- und Normvorstellungen von Individuen und Gruppen zu tun. Besonders laut werden die Rufe nach Verantwortung im Kontext von Fluchtbewegungen und der Forderung nach schulischer Integration. Indem ausgewählte Diskurse rund um Verantwortung einer Analyse unterzogen werden, wird das Phänomen theoretisch erhellt und empirisch unterlegt. Welche gendersensible pädagogische Praxis wird hierfür notwendig sein?


Evi Agostini, Bildungswissenschafterin, Wien / Bozen
Respondenz: Sabine Prokop, VfW

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Montag, 30.3.2020
Eine politische Philosophie des Kairós
Buchpräsentation

ABGESAGT

Nach den Katastrophen des 20. Jahrhunderts ist die europäische Idee einer objektiven Notwendigkeit des Fortschritts in der Geschichte haltlos geworden. Im rasenden Stillstand der Postmoderne schwand auch der Glaube an deren subjektive Machbarkeit. Folgen sind Kritik- und Utopielosigkeit, die Ideologie vom Ende der Geschichte. Viele Philosoph_innen haben eine Alternative zur Geschichts- und Alternativlosigkeit gesucht und griffen dafür auf den Kairós, den Gott der guten Gelegenheiten, als Denkfigur zurück.

Alexander Neupert-Doppler, Autor

Alexander Neupert-Doppler: Die Gelegenheit ergreifen. Eine politische Philosophie des Kairós. Mandelbaum Verlag, Reihe Kritik & Utopie, Wien 2019.

Dienstag, 31.3.2020
Dichte Atmosphäre
Vortrag

ABGESAGT

Der Begriff der Atmosphäre bezeichnet nach dem Philosophen Gernot Böhme sensuelle Vielfalt und ihre zentrale Bedeutung für die Ästhetik. Aus kulturhistorischer Perspektive ist er ein Schlüsselbegriff für unser modernes Verständnis von Architektur und Urbanität. Wie wurde und wird die Großstadt sinnlich empfunden und wahrgenommen? Wie beeinflusst die Urbanisierung den von immer mehr Reizen geprägten Sinneshaushalt des „homo urbanus“? Am Beispiel von Wien werden zentrale Zusammenhänge zwischen Stadtentwicklung und unserem Umgang mit Gerüchen, Geräuschen sowie Licht / Dunkelheit dargelegt.

Peter Payer, Historiker, Stadtforscher Wien

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur

Mittwoch, 18. März 2020, 19.00
Die Verfolgung von Roma & Sinti in der NS-Zeit
Geh Denken!

ABGESAGT / VERSCHOBEN

Zwischen 200.000 und 500.000 Roma und Sinti – von den Nationalsozialist_innen als ‚Zigeuner‘ bezeichnet – fielen der NS-Vernichtungspolitik zum Opfer. Sie wurden in Konzentrationslager deportiert, zur Zwangsarbeit gezwungen und in Vernichtungslagern ermordet. Doch vielen ist das Ausmaß dieses Genozids bis heute nicht bekannt. Wie werden die Begriffe Roma, Sinti und „Zigeuner“ analysiert? Wie lässt sich der Prozess der Radikalisierung des Antiziganismus darstellen?

Florian Freund, Historiker, Wien

In Kooperation mit dem Gedenkdienst

Montag, 16. März 2020, 19.00
Bewährungsprobe #34
Künstler_innengespräch

ABSAGE / WIRD VERSCHOBEN!!!

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt regelmäßig zwei Künstler_innen Fragen zur Kunstproduktion, den Arbeitsbedingungen und ihren jeweiligen Zugängen, mit denen sie imFeld der Kunst die Welt verhandeln.
Nina Dicks größtenteils skulpturale Arbeit basiert stark auf Handwerk, einem Gebiet, in dem sie fortlaufend experimentiert und lernt. 2016 gründete sie ein museum in progress mit dem Grundgedanken „die Kunst ist bedingungslos“.
Raimund Pleschbergers Objekte und Fotografien zielen auf das Beziehungsgeflecht spezifischer Koordinaten und deren kollektiver Wahrnehmung: Materialität, Form, Inhalt, Funktion. Artefakt und Institution. Geschichte und Repräsentation.

Nina Dick, Künstlerin, Schönberg am Kamp und Wien
Raimund Pleschberger, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

 

 

 

Die Veranstaltung vom 18. März wird wegen der aktuellen Situation

ABGESAGT / VERSCHOBEN

Donnerstag, 12. März 2020, 19.30
Frankreich – permanenter Aufstand?
Vortrag und Diskussion

ABSAGE / WIRD VERSCHOBEN!!!

2016 protestierten Millionen monatelang gegen eine Arbeitsrecht-Reform der französischen Regierung unter Präsident Hollande. 2018 formierte sich die Bewegung der Gelbwesten als Reaktion auf eine von Emmanuel Macron eingeführte Kraftstoffsteuer. Ende 2019 waren es Pläne zur Pensionsreform, die bis heute andauernde Proteste und Massenstreiks auslösten. Gibt es eine Kontinuität der Proteste der letzten Jahre? Wie setzt sich die Bewegung – oder die Bewegungen – zusammen? Welche Rolle haben die Gewerkschaften?

Bernard Schmid, Autor, Journalist und Jurist, Paris

Eine Veranstaltung der Sozialistischen Alternative

 

 

 

 

 

Die Veranstaltung vom 16. März wird wegen der aktuellen Situation

ABGESAGT / VERSCHOBEN

Dienstag, 10. März 2020, 19.30
fair-Magazin für Kunst & Architektur
Präsentation

Das zweimal jährlich in Wien erscheinende Printmedium fair-Magazin für Kunst & Architektur behandelt in ausführlich recherchierten Beiträgen aktuelle Positionen von Kunst und Architektur. Gleichzeitig werden Entwicklungen aus der Kunst- und Architekturgeschichte und deren Relevanz für die Gegenwart beleuchtet. Ziel des Magazins ist der Dialog zwischen den Bereichen Kunst, Architektur und Philosophie.

Boris Radojkovic, Architekt und Autor fair-Magazin, Wien
Thomas Redl, Künstler und Herausgeber des fair-Magazin, Wien

Montag, 09. März 2020, 19.30
Frauen* im Kunstmarkt
Diskussion

Trotz des progressiven Charakters der Kunstwelt unterliegt diese nach wie vor patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Eingeladene Expert_innen aus verschiedenen Bereichen der Kulturindustrie teilen daher in einem Dialog ihre Erfahrungen und Perspektiven zu diesem Thema. Wie ist genderbezogene Diskriminierung beispielsweise für eine Kurator_in oder Künstler_ in spürbar? Welche Folgen hat die Ungleichstellung in der kulturellen Produktion?

Florian* Aschka & Larissa Kopp, Künstler_innen
Julia Wieger, Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken

In Kooperation mit Verein Simone

Donnerstag, 05. März 2020, 19.00
kinokis mikrokino #246
Alles bunt und wunderbar

Mit der Erfindung des Films gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich ein neues Werbemittel, das maßgeblich zur Ästhetisierung der Warenwelt beitragen sollte. Ausgehend von der Frühzeit der Kinematographie erforscht Karin Moser erstmals die Entwicklung und Etablierung des Genres Werbefilm in Österreich bis zum Jahr 1938. Mit dem vorliegenden Buch gibt die Autorin Einblicke in die Beziehungsgeflechte und Interessenskonflikte zwischen Politik, Werbefilmproduzenten, Auftraggebern und Kinobesitzern.

Karin Moser, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien

Karin Moser: Der österreichische Werbefilm. Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938. De Gruyter, Oldenburg 2019.

Dienstag, 03. März 2020, 19.00
Die Linke und die Kunst
Buchvorstellung

Der Band Die Linke und die Kunst versammelt unterschiedliche Positionen zur Kunst in den wichtigsten Strömungen linker Theorie. Diese Zusammenschau dient nicht nur als Einführung, sondern macht auch deutlich, dass innerhalb linker Theorie der Stellenwert der Kunst für die gesellschaftliche Transformation und Reproduktion gemeinhin sehr hoch angesetzt wird und die Hoffnungen auf emanzipatorische Effektedurch und mit Kunst erstaunlich groß sind.

Jens Kastner, Kunstsoziologe, Akademie der bildenden Künste Wien
im Gespräch mit Ingo Pohn-Lauggas, Kulturwissenschafter, Universität Wien

Jens Kastner: Die Linke und die Kunst. Ein Überblick. Unrast Verlag, Münster 2019.

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Kulturanalyse.

Dienstag, 25. Februar 2020, 12.25
TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES 2020
High Noon: Pressegespräch mit Filmen

„And here all the all-male nominees“. Die Schauspielerin und Regisseurin Natalie Portman hatte es letztes Jahr bei den Golden Globes angesprochen, es herrscht nach wie vor ein eklatantes Ungleichgewicht, was die Sichtbarkeit von Frauen* im Kino betrifft. Aber es liegt was in der Luft. Ob Oscar nominiert, Student Oscar, Sundance-Award oder BAFTA Gewinnerinnen - noch nie gab es so viele prämierte Filme von Frauen* bei TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES. Was lässt sich tun, um die künstlerische Arbeit von Frauen* im Kino und in der Gesellschaft präsenter zu machen?


Katharina Mückstein, Filmemacherin, FC Gloria
Waltraud Grausgruber, TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES
Moderation: Daniela Ingruber

Filmische Highlights aus dem Festivalprogramm TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES 2020

Live-Schaltung zur Berlinale The Other Story: Feminist Scripts in Cinema Now, Betty Schiel und Stefanie Görtz, IFFF Dortmund

Eine Veranstaltung von TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES

Donnerstag, 30. Januar 2020, 19.00
Antisemitismus in Gesellschaft und Schule
Buchvorstellung und Diskussion

Wie manifestiert sich gegenwärtiger Antisemitismus, vor welchen Herausforderungen steht die Gesellschaft und die Schule im Besonderen? Eine neue Studie zeichnet anhand zahlreicher Beispiele, insbesondere aus Frankreich, Großbritannien und Österreich, den Umgang mit diesem komplexen Phänomen und den hieraus resultierenden sozio-politischen Herausforderungen nach. In den Blickpunkt geraten dabei auch Debatten über „migrantischen Antisemitismus“ sowie die Frage, wie Antisemitismus in heterogenen Lerngruppen abseits historischen Lernens als Lerngegenstand zugänglich gemacht werden kann.


Helga Embacher, Universität Salzburg
Bernadette Edtmaier, Universität Salzburg
Stefan Schmid-Heher, Pädagogische Hochschule Wien
Moderation: Axel Schacht, _erinnern.at_

 

Helga Embacher, Bernadette Edtmaier, Alexandra Preitschopf: Antisemitismus in Europa. Fallbeispiele eines globalen Phänomens im 21. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2019

 

Mittwoch, 29. Januar 2020, 19.00
feminismen diskutieren
Empowerment & Intersektionalität

Wie können zwei so umkämpfte, schwer fassbare und vermeintlich diffuse Konzepte wie Empowerment und Intersektionalität zusammen gedacht werden? Welche Auswirkungen hat dieses Zusammendenken auf feministische Theorie und Praxis? Wie können diese Fragen differenziert und kontextualisiert werden? Ein analytisches Modell am Beispiel machtkritischer Bildungsarbeit kann vorläufige Antworten bringen.

 

Miša Krenčeyová, Afrikanistin, Wien/Bratislava

Moderation: Sabine Prokop (VfW)

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

 

Dienstag, 28. Januar 2020, 18.00
Fair oder Prekär? Museen und ihre „Mitarbeiter_innen“
DISKUSSION

Die Besuchszahl ist die Erfolgskennzahl der Museen. Trotzdem werden gerade jene Tätigkeitsgruppen, die sich intensiv den Besucher_innen widmen, nur selten als Schlüssel zum Erfolg betrachtet. Oft werden sie bewusst außerhalb der „Unternehmensstruktur“ gehalten oder nur halbherzig unter finanziell und strukturell schlechten Bedingungen ans Museum angegliedert. So arbeiten auch viele Kulturvermittler_innen in österreichischen Museen noch immer in prekären Arbeitsverhältnissen, mit schwankenden Einkommen, in situationselastischen Dienst- bzw. Arbeitsverträgen oder auf Projektbasis.


Sandra Malez, Österreichischer Verband der Kulturvermittlerinnen
Markus Rieser, Österreichischer Verband der Kulturvermittlerinnen


Veranstaltung vom Österreichischen Verband der Kulturvermittlerinnen

Freitag, 24. Januar 2020, 19.00
Identitätspolitiken
Buchvorstellung

Das Buch bietet einen undogmatischen Überblick über Diskurse und Geschichte linker Identitätspolitiken, von den theoriegeschichtlichen Wurzeln des Begriffs ‚Identität‘ bis zu den identitätspolitischen Debatten in der Linken nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten. Bereits in der frühen Arbeiter_innenbewegung wie später im Feminismus und in den Black-Liberation-Bewegungen seit den 1960er Jahren spielte Identität eine große Rolle. Dabei wurden auch die vielen Fallstricke von Identitätspolitik – die Ausschlüsse und Vereinheitlichungen – bewegungsintern kritisiert und diskutiert.


Jens Kastner, Kunstsoziologe, Akademie der bildenden Künste Wien
Lea Susemichel, Redakteurin an.schläge. Das feministische Magazin
Moderation: Heide Hammer, Journalistin und Philosophin, Wien


Lea Susemichel / Jens Kastner:
Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken. Unrast Verlag, Münster 2018.

Mittwoch, 22. Januar 2020, 19.00
Schloss Hartheim – gedenken, dokumentieren, vermitteln
Geh denken

Zwischen 1940 und 1944 diente das Schloss Hartheim nahe Linz als NS-Euthanasie-Anstalt. Rund 30.000 Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, psychisch kranke Menschen, KZ-Häftline und Zwangsarbeiter_innen wurden hier ermordet. 2003 wurde der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim eröffnet. 2019/2020 wird die Ausstellung ,Wert des Lebens‘ neu gestaltet. Wie werden die historischen Aspekte rund um die Tötungsanstalt Hartheim in der neuen Ausstellung sowie in der pädagogische Arbeit vor Ort vermittelt?

 

Irene Zauner-Leitner, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

 

In Kooperation mit Gedenkdienst

Dienstag, 21. Januar 2020, 18.30
Entering Continuities
Präsentation

Das kollaborative, interdisziplinäre Projekt Entering Continuities der Künstler_innen Matěj Frank und Jasmin Schaitl, in dessen Rahmen beide Akteur_innen immer am selben Ort zur gleichen Zeit eine Arbeit kreieren, wächst seit Jänner 2017. Prozessorientierte Kollaboration und die Relevanz des Ephemeren werden durch Zeichnungen, Videos, und Remnants vorangegangener performativer Aktionen festgehalten, und ziehen eine Verbindung zu nomadischen Lebensformaten der Kunst- schaffenden. Nun erschien der erste umfassende Katalog, welcher Duo- sowie Soloarbeiten und Texte von sechs internationalen Autor_innen beinhaltet.

 

Jasmin Schaitl, bildende Künstlerin, Performerin

Matěj Frank, bildender Künstler

 

Matěj Frank, Jasmin Schaitl (Hg): Entering Continuities. Oberhausen: Athena Verlag 2019

Montag, 20. Januar 2020, 19.00
Bewährungsprobe#33
Künstler_innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt regelmäßig zwei Künstler_innen Fragen zur Kunstproduktion, den Arbeitsbedingungen und ihren jeweiligen Zugängen, mit denen sie im Feld der Kunst die Welt verhandeln.
Birgit Knoechl zeichnet und ihre Intention ist es, die Linie, wie sie sich in den Raum bewegt, als einen Moment der intuitiven Bewegung zu erforschen.
Stephan Blumenschein beschäftigt sich in seinen Arbeiten auch mit den architektonischen Bedingungen des Ausstellens. Die Ausstellungseröffnung als Medium dient als Ausgangspunkt.

 

Birgit Knoechl, Künstlerin, Wien
Stephan Blumenschein, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Freitag, 17. Januar 2020, 19.00
Vom Raumschiff in die Wüste
Dokumentarfilme und Diskussion

In der Wüste Omans proben Astronaut_innen eine Erkundungsreise auf dem Mars. Es entsteht ein surrealer Ort, der an die unmittelbare Wahrnehmung der vorbeiziehenden Bewohner_innen grenzt. In Mars, Oman (2019, OmeU, 20 Min) der Filmemacherin und Kunstschaffenden Vanessa del Campo wird die Faszination für die Stellung des Menschen im Universum verbindend für diese Lebenswelten.

Feburary 27th (2018, OmeU, 44 Min) der Künstlerin und Filmemacherin Marie-Thérèse Jakoubek, ist eine Bestandsaufnahme des vermeintlich ruhigen Lebens im saharanischen Exil, das durch die Gegenwärtigkeit von Gewalt in den Erzählungen der Bewohner*innen gestört wird.

 

Moderation: David Spier / Ferdinand Waas / Sophie Wochmanin, The Ant Filmclub

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19.00
Schutzzone Rennweg
Vortrag

Seit 1974 bilden das Sommerpalais Schwarzenberg, das Obere und Untere Belvedere, das Salesianerinnenkloster, der Botanische Garten der Universität Wien und der Alpengarten die „Schutzzone Rennweg“ gemäß der Wiener Bauordnung. Neben der Entstehungsgeschichte dieser fünf Anlagen werden auch einige künstlerische Interventionen, die ab dem späten 20.Jahrhundert in ihnen Platz gefunden haben, vorgestellt.


Eva Berger, Kunsthistorikerin, TU Wien

 

Mittwoch, 15. Januar 2020, 9.45 - 21.00
RESISTANCE: Aesthetic and Political Perspectives
Workshop

The protests that spread across the globe most recently, such as the ones in Chile, Hong Kong, Beirut, Fridays for Future, stand in a long tradition of resistance movements that span the realms of politics and aesthetics from disputes about the ‘right to resist’ to actual revolts and revolutions, from the uprising of workers to the general strike, from barricades to protests to artistic activism.

What are the limits and potentials of the relation between resistance, politics, and aesthetics from different perspectives, spanning political theory, philosophy, aesthetics and visual arts, and curatorial studies, literature and literary theory?

 

9:45h INTRODUCTION

Oliver Marchart, Wien / Nassima Sahraoui, Frankfurt:
Resistant Perspectives

 

  1. HISTORY & POLITICS OF RESISTANCE

10-11h Tom Vandeputte, Amsterdam/Hannover:
Pessimism and the Political

11-12h Nassima Sahraoui, Frankfurt:
Time to Resist. A Glimpse into the History of Ideas


Coffee Break


12:30-13:30h Mauricio González Rozo, Frankfurt:
Political Difference and Res(is)tance: On “The Dance of the Remaining”


Lunch

 

  1. THE RESISTANCE OF AESTHETICS

15-16h Oliver Marchart, Vienna:
Conflictual Aesthetics

16-17h Sara Alonso Gómez, Bern: Artistic Disobedience in Global Times: Rethinking Strategies, Operations, Processes


Coffee Break

 

  1. THE ACTUALITY OF RESISTANCE

17:30-18:30h Final Discussion “Resistance Today?”

 

19-20:30h KEYNOTE

Howard Caygill, London: Escalating Resistance

 

Organised by Oliver Marchart, Politische Theorie, University of Vienna and Nassima Sahraoi

Dienstag, 14. Januar 2020, 19.00
kinokis mikrokino #245
Bilder im Widerstand

Die Geschichte wird selten von denen geschrieben, die sie leben und erleben. Dieser Umstand wird dort besonders deutlich, wo Kämpfe und Auseinandersetzungen um politische und soziale Selbstbestimmung durch Bilder und Erzählungen von (wohl- oder übelwollenden) Dritten vermittelt werden. Um diese unhaltbaren Zustände ins Wanken zu bringen, hat Kinoki in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Initiativen vor nunmehr 15 Jahren das unabhängige Kulturforum in San Cristobal de las Casas in Chiapas, Mexiko, ins Leben gerufen.

 

Dieses Jubiläum ist der Anlass für eine kleine Analyse von Wirkungen und erwünschten sowie unerwünschten Nebenwirkungen von Medien im Aufstand am Beispiel des fortdauernden Widerstands der Zapatisten im Südwesten Mexikos.

 

Audivisuelles Tagebuch, 5 min. (2010) OmdU.

Kinoki Nopal, 12 min. (2004) OmdU.

Das Leben der Frau im Widerstand, 17min. (2005) OmdU.

Die andere Kommunikation, 7min. (2009) OmdU.