Veranstaltungen

Freitag, 30. Oktober 2020 - ABSAGE

MUSS LEIDER ABGESAGT / VERSCHOBEN WERDEN:
Zum Genie-Begriff in der Kunst. Kunst und Urheber_innenschaft

Der „Genie“-Diskurs prägte die Kunstdiskussion der Moderne im Hinblick auf seine gesellschaftspolitischen und geschlechts-spezifischen Implikationen. Welche im Kunstfeld wirkenden Gender-Strukturen können sichtbar gemacht werden und wodurch sind Identitäts- und Lebensentwürfe von Künstlerinnen bestimmt? Welche Auswirkungen hat das Ideenkonstrukt „Genie“ auf Sprache und Wertmaßstäbe?

Michi Ebner, Kulturpsychologin, Kulturtheoretikerin, Wien
Sarah-Sophie Gruber, Künstlerin, Wien

Michi Ebner: Genie, Kunst & Identität. Lebensentwürfe und Strategien bildender Künstlerinnen. Peter Lang, Frankfurt / Berlin / Bern 2010.
Sarah-Sophie Gruber: Genie. Natürlich Künstlich! Über die Geschichte einer personifizierten (De)Konstruktion. Diplomarbeit an der Universität für angewandte Kunst Wien, 2016.

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19.00

MUSS LEIDER ABGESAGT / VERSCHOBEN WERDEN:

Arts of the Working Class

 

Die mehrsprachige Straßenzeitung für Armut, Reichtum und Kunst Arts of the Working Class richtet sich an die Arbeiter*innenklasse, also an alle, und es geht um alles, das allen gehört. Künstler_innen, deren Arbeiten vorgestellt werden, gestalten mit, Verkäufer_innen behalten den vollen Preis. Arts of the Working Class, herausgegeben von Paul Sochacki, María Inés Plaza Lazo und Alina Kolar erscheint für die Straßen der Welt.
The multilingual street newspaper on poverty and wealth, art and society Arts of the Working Class is aimed at the working* class, that is, at everyone, and it is about everything that belongs to everyone. Artists whose work is presented are involved in the design, street vendors keep the full price, Arts of the Working Class edited by Paul Sochacki, María Inés Plaza Lazo and Alina Kolar is published for the streets of the world.

Alina Kolar, Herausgeberin, Berlin
María Inés Plaza Lazo, Gründerin, Herausgeberin, Berlin

Anmeldung zur Online-Teilnahme: depot@depot.or.at – Betreff ZOOM 29.10. Der Link wird rechtzeitig zugeschickt.

A C H T U N G

Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen gibt es eine stark eingeschränkte Zahl an Plätzen, daher ist die Teilnahme derzeit NUR nach Voranmeldung möglich. Bitte senden Sie eine Mail mit Betreff: „Anmeldung“ und dem Datum der Veranstaltung an: depot@depot.or.at

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19.00

VERSANSTLTUNG MUSS LEIDER ABGESAGT / VERSCHOBEN WERDEN

In a language, we don’t understand

What are the connections between mythologies, rituals and landscapes or the surrounding nature? With a project in Croatia three young artists tried to search for these potential links – but through interacting with the community, they realized, that these relations were missing. Is it possible to forge new relationships between people and place, to find new forms of relating and communicating with other than human entities?

Maria Bacila, artist, Romania / Mila Balzhieva, artist, Russia / Paula Flores, artist Mexico, Art and Science @die angewandte

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 21. 10.

 

 

 


Dienstag, 20. Oktober 2020, 19.00
Pandemic Cinema: Film/Politik/Epidemokratie
Buchpräsentation mit Clips und Diskussion

Covid-19 im Jahr der 20/20 vision: Klarsicht in (Zeit-)Versetzung. Pandemien sind in Machtverhältnisse eingefasst, und während Medien – Fernsehen, Videocoronferenz – Teil des Seuchen-Managements sind, liegt das Kino in einem Halb- Außen: zum Kommunizieren zu klobig, zur Ansteckungsvermeidung zu öffentlich, für audiovisuelle Grundversorgung überflüssig. Dabei gibt sein Massenformat Spielfilm Zugänge zur Wirklichkeit in Geschichtlichkeit, macht das Soziale in der Seuche als Problem wahr- nehmbar. Konstant ist der Konflikt, kategorisch die Kontingenz als Contagion, Politik durchzieht alles – von Lang und Wyler zu 28 Days und 93 Days, vom indischen Retracing zur Hamburger Krankheit.

Drehli Robnik, Theorie-Vermittler, Freelancer, Edutainer, Wien-Erdberg
Moderation: Jan-Hendrik Müller, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Universität Wien

Drehli Robnik: Ansteckkino: Eine politische Philosophie und Geschichte des Pandemie-Spielfilms von 1919 bis Covid-19, neofelis: Berlin 2020
Konzept: Drehli Robnik für PolitikProjektionen ¦ Viel*im*Film und das IWK

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 20. 10.

 


Montag, 19. Oktober 2020, 19.00
Bewährungsprobe #34
Künstler_innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt regelmäßig zwei Künstler_innen aus Wien Fragen zu Kunstproduktion und Arbeitsbedingungen und dieses Mal auch zum Überleben nach dem „Lockdown“.
Der künstlerische Fokus von Lena Lieselotte Schuster liegt auf ephemeren Projekten. Aktuell arbeitet sie an einer Sammlung aus dem Nachlass ihrer Französischen Bulldogge Carlos von den Hügeln, die schon zu Lebzeiten einen beachtlichen Grad an Berühmtheit als Künstler erlangte.
Laura Wagner bedient sich für ihre skulpturalen Arbeiten formal wie auch konzeptuell der Idee des Monuments als Wissens- und Monopolspeicher. Sie interpretiert Licht in der Architektur als Strukturierung von Machtverhältnissen und macht diese lesbar.

Lena Lieselotte Schuster, Künstlerin, Wien
Laura Wagner, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 19. 10.

Donnerstag, 15. Oktober 2020, 19.00
Veganismus: Aspekte in Kunst und Gesellschaft
Gespräch

Veganismus ist eine grundlegende, ethische Haltung, die philosophisch auf der Einsicht basiert, dass kein Lebewesen einem anderen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Spezies überlegen ist. Wie wird diese gesellschaftlich immer relevanter werdende Position in künstlerischer Hinsicht reflektiert? Die Künstler_innen Ute Hörner und Mathias Antlfinger, die in einem interspezies Kollektiv mit Graupapageien arbeiten, und der Historiker Jérôme Segal diskutieren über Anti-Speziesismus und Veganismus in gesellschaftlichen und künstlerischen Kontexten.

Ute Hörner und Mathias Antlfinger, Künstler_innen, Köln
Jérôme Segal, Historiker, Sorbonne, Paris

Jérôme Segal: Vegan. Mehr denn je! Edition Konturen, Wien 2020

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 15. 10.

ACHTUNG

Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen gibt es eine stark eingeschränkte Zahl an Plätzen, daher ist die Teilnahme derzeit NUR nach Voranmeldung möglich. Bitte senden Sie eine Mail mit Betreff: „Anmeldung“ und dem Datum der Veranstaltung an: depot@depot.or.at

13.10.2020 - ABSAGE

MUSS LEIDER ABGESAGT / VERSCHOBEN WERDEN
feminismen diskutieren: Diskurse der Verantwortung
Verantwortung erfährt aktuell politisch-programmatisch eine neue Konjunktur. Die Zuschreibung von Verantwortung ist dabei keineswegs neutral, sondern hat etwas mit den Wert- und Normvorstellungen von Individuen und Gruppen zu tun. Besonders laut werden die Rufe im Kontext von Fluchtbewegungen und der Forderung nach schulischer Integration. Evi Agostini unterzieht ausgewählte Diskurse einer Analyse und damit einhergehenden Diskussion, welche gendersensible pädagogische Praxis vonnöten ist.

Evi Agostini, Bildungswissenschafterin, Wien / Bozen
Respondenz: Sabine Prokop, Kulturwissenschafterin, Kunstpädagogin, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Donnerstag, 08. Oktober 2020, 19.00
kinokis mikrokino #248
Sie ist der andere Blick

Fünf Künstlerinnen hat Perschon zum Gespräch in ihr Atelier geladen: Renate Bertlmann, Linda Christanell, Lore Heuermann, Karin Mack, Margot Pilz. Vor stummen 16 mm-Sequenzen, in denen die Künstlerin Iris Dostal Leinwände weiß grundiert, erzählen sie aus dem Off mal empört und mal lakonisch von ihren künstlerischen Anfängen, von der horriblen Normalität des Sexismus der 1960er und 1970er Jahre. Aber auch, wie sie sich befreiten und beharrlich zu ihrer Kunst fanden, die sie im zweiten, digital in Farbe gefilmten, Teil präsentieren.

Sie ist der andere Blick (A 2018): Christiana Perschon, 88 min

Anschließend Gespräch mit Christiana Perschon und Linda Christanell.

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 8. 10.

 

 

Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/87989263846?pwd=T2ZJb3dnWDhGamRaRUljaWdGYk1Jdz09

Meeting-ID: 879 8926 3846
Kenncode: 295855

Wer Zoom verweigert und nur den Film sehen möchte, das geht ab 19h hier:
Passwort: depotscreening
Mittwoch, 07. Oktober 2020, 19.00
Was macht die Avantgarde zur Zeitgenossin?
Gespräch

„Polyfrontal“ – kein Wort, das in Wörterbüchern zu finden wäre, aber trotzdem intuitiv leicht zu verstehen. Mit ihren ungestümen ästhetischen Anschlägen auf den ‚öffentlichen Geschmack‘ überwand die frühe Avantgarde die bisherigen Wahrnehmungsgewohnheiten und kündigte eine neue Art die Welt zu sehen an. „Wann erzeugt die Technik ästhetische Werte?“ fragte die Avantgarde und versuchte, sich die modernen Massenmedien anzueignen, sie für künstlerische Zwecke zu entwenden. Dabei stellte sie die Welt unter dem Aspekt ihrer Veränderbarkeit dar.

Dieter Bandhauer, Verleger, Buchmacher, Weinhändler
Klemens Gruber, Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft
Monika Meister, Forschungsplattform Elfriede Jelinek

Klemens Gruber: Die polyfrontale Avantgarde. Medien und Künste 1912 –1936. Sonderzahl, Wien 2020

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 7. 10.

Dienstag, 06. Oktober 2020, 19.00
Stadtkonflikte
Buchpräsentation

Im Stadtraum wird Politik gemacht: durch Gentrifizierung und Abschottung, durch Anpassung an Investment-Interessen. Und es wird Gewinn gemacht: mit Wohnungsnot und Betongold. Neoliberales und rechtsnationales Regieren machen Städte zu Orten von Angst und Verknappung. Dem entgegen formuliert Stadtkonflikte einen radikaldemokratischen Ansatz zu Architektur und Stadtplanung. Zwischen politischer Theorie, kritischer Geschichte (etwa zum Roten Wien) und eingreifender Praxis in Bündnissen mit sozialen Bewegungen geht es darum, Räume und Spielräume der Demokratie – gerade in ihrer Krise – nicht nur zu verteidigen, sondern auszubauen.

Gabu Heindl, Architektin, Stadtplanerin und Aktivistin, Wien
in Diskussion mit: Maik Novotny, Journalist, Wien

Gabu Heindl: Stadtkonflikte. Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung. Mandelbaum, Wien 2020


Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 6. 10.

Montag, 05. Oktober 2020, 19.00
Missing Link Kulturvermittlung
Masterarbeitspräsentation

Stefanie Fridrik analysiert den lokalen, öffentlichen Diskurs über die Dekolonialisierung europäischer ethnographischer Museen anhand der Beispiele Weltmuseum Wien und Volkskundemuseum Wien. Sie erstellt ein Profil der zentralen Kritikpunkte und Forderungen und beurteilt konkret die Rolle der Kulturvermittlung innerhalb dieser Diskussion. Dahinter steht die Intention, auf die Marginalisierung dieses Feldes aufmerksam zu machen, und für eine Neupositionierung von Kulturvermittlung als selbstkritische, institutionelle Praxis zu argumentieren.

Stefanie Fridrik, Kunsthistorikerin, Wien

Stefanie Fridrik: The signification of cultural education for decolonizing Viennas ethnografic museums. An analysis of the local debate on the Weltmuseum Wien and the Volkskundemuseum Wien 2018. Masterarbeit am Institut für Kunstgeschichte Wien, 2019

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 5. 10.

Mittwoch, 30. September 2020, 19.00
Geschichte(n) des Kunststreiks
Buchpräsentation

Die Monografie Geschichte(n) des Kunststreiks versammelt historische wie gegenwärtige Positionen der Verweigerung, der Sabotage, des Dissenses und der politischen Organisation in der Kunst – und trägt zur aktuellen Debatte über die scheinbar selbständige, kreative Arbeit im Kunstfeld bei. Die diskutierten Kunststreiks richten sich an Museen, Kunstinstitutionen und den Kunstmarkt – sei es in der Form radikaler Institutionskritik, in Gestalt der symbolischen Kunstverweigerung und des ästhetischen Widerstands oder als organisierte kulturpolitische Intervention.

Sofia Bempeza, Theoretikerin, Künstlerin, Athen
im Gespräch mit Tyna Fritschy, Theoretiker*in, Zürich / Wien

Sofia Bempeza: Geschichte(n) des Kunststreiks. transversal texts, Wien 2019
mit einem Vorwort von Athena Athanasiou.

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 30. 9.

Dienstag, 29. September 2020, 19.00
FamilienbonusFAIR – UmverteilenJETZT!
Diskussion

Die ÖVP-FPÖ-Regierung hat mit Beginn 2019 den Familienbonus Plus eingeführt, einen Steuerabsetz- betrag, der erst ab einem bestimmten Einkommen zu tragen kommt, was einkommensschwache Familien und Alleinverdiener_innen großteils ausschließt. Gerade in den aktuell häufig erwähnten systemrelevanten Berufen sind viele Frauen beschäftigt, die nach der Verteilungslogik des Familienbonus Plus kaum bis gar nicht berücksichtigt werden. Welche Auswirkungen hat eine Familien- bzw. Sozialpolitik, die an die Einkommensteuer gebunden ist? Welche Kriterien müsste eine Familienpolitik erfüllen, die bedürftige Familien unterstützt und Kinderarmut verhindert?

Erich Fenninger, Volkshilfe Österreich
Iris Hanebeck, Aufstand der Alleinerziehenden
Elisabeth Klatzer, femme fiscale, Attac
Maria Rösslhumer, Autonome Österreichische Frauenhäuser

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 29. 9.

Montag, 28. September 2020, 19.00
Wie Bilder Wahlkampf machen
Buchpräsentation

Vor allem in sozialen Netzwerken unterstützen Fotos, Grafiken oder Videos die strategische Kommunikation politischer Kandidat_innen. Dabei erfüllen Bilder wichtige Funktionen im Rahmen des Storytelling einer Kampagne, der Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen oder der Themensetzung für klassische Medien. Anhand von Beispielen aus österreichischen Wahlkämpfen erklären die Autorinnen des Buches, was Bilder leisten können und wie sie sich analysieren lassen.

Petra Bernhardt, Politikwissenschafterin, Universität Wien
Karin Liebhart, Politikwissenschafterin, Universität Wien

Petra Bernhardt, Karin Liebhart: Wie Bilder Wahlkampf machen.
Mandelbaum Verlag, Wien 2020

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 28. 9.

Dienstag, 22. September 2020, 19.00
Postwachstum – feministisch reflektiert
Podiumsdiskussion

Die Kritiken an der Wachstumsideologie unterschlagen zumeist, dass Produktionsfetischismus, Machbarkeitswahn und die westliche Fortschrittssaga männerherrschaftlich motiviert und grundiert ist. Auch bei den Kämpfen für eine sozial-ökologische Transformation muss gefragt werden, ob dabei an
die Überwindung der Geschlechterhierarchie gedacht wird. Was sind Perspektiven einer feministischen Transformation und mögliche Strategien, wie Umwertung der Carearbeit, Geschlechterdemokratie
und Fragen nach dem Gemeingut?

Margit Appel, Netzwerk Grundeinkommen
Elisabeth Klatzer, Femme Fiscale, feministATTAC
Birge Krondorfer, Frauenhetz

In Kooperation mit Frauenhetz


Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 22. 9.

Donnerstag, 17. September 2020, 19.00
Armutsbetroffenheit in Zeiten von Covid-19
Podiumsdiskussion

Durch die Covid-19-Pandemie hat sich die Situation von Menschen in prekären Lebenslagen weiter verschlechtert. Armutsbetroffenheit droht sich auf weite Kreise der Bevölkerung auszudehnen, auch Künstler_innen sind von dieser Situation besonders betroffen. Wie kann Armut quantitativ erfasst, die
physischen und psychischen Auswirkungen von Armutsbetroffenheit erörtert werden, was sind die sichtbaren und zu erwartenden Auswirkungen der Pandemie auf diese Gruppen, gibt es mögliche Auswege?

Neda Hosseinyar, Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs

Lukas Richter, Sozioökonom, Wirtschaftsuniversität Wien

Doris Pettinghofer,, Sozialexpertin, Armutskonferenz

Moderation: Sigrid Kroismayr, Redakteurin SWS-Rundschau

In Kooperation mit der Sozialwissenschaftlichen Rundschau


Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 17. 9.

Mittwoch, 16. September 2020, 19.00
On endings
reading, screening, discussion

A conversation with Maurice Blanchot’s novel Awaiting Oblivion, a meta-narrative that intentionally loses itself in language, on endings is an unconventional response to an unconventional text. Oscillating between image and word, between desire and digression, on endings responds in question: how to speak to interstices and interspaces, how to say with words? How to write “thought”, how to think “writing”, how to image both?

Jennifer Hope Davy, artist, writer, editor, Tulsa/Berlin
Allison Grimaldi Donahue, writer, artist in residence at MAMbo – Museo d’Arte Moderna di Bologna
Julia Hölzl, independent theorist and “thesis therapist”, Vienna
Rafal Morusiewicz, independent researcher, writer, and artist, Vienna

Allison Grimaldi Donahue / Jennifer Hope Davy / Julia Hölzl: On endings.
Delere Press, Singapur, 2019

Anmeldung an depot@depot.or.at mit Betreff Anmeldung 16. 9.

A C H T U N G

Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen gibt es eine stark eingeschränkte Zahl an Plätzen, daher ist die Teilnahme derzeit NUR nach Voranmeldung möglich. Bitte senden Sie eine Mail mit Betreff: „Anmeldung“ und dem Datum der Veranstaltung an: depot@depot.or.at


Freitag, 26. Juni 2020, 19.00
Denkmäler stürzen - Geschichte unbefleckt?
feminismen diskutieren

Nur mit Anmeldung für beschränkte Teilnehmer*innenzahl (siehe unten)

Bilder von stürzenden Denkmälern gehen als emotional aufgeladene Befreiungsakte von totalitären Denk- und Herrschaftssystemen durch die Medien. Nachdem im Verlaufe der weltweiten Proteste gegen Rassismus im englischen Bristol die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston gestürzt und im Fluss versenkt worden war, sind allerorts wieder Denkmal-Sturz-Debatten aufgeflammt. Kolumbus-, Gandhi-, Winston Churchill-, Paul Koch- und Kant-Denkmäler werden als Rassisten-Repräsentationen diskutiert. Steht dahinter berechtigte Wut? Vandalismus? Oder puristische political correctness als neues, globalisiertes Denk-Normativ?

Minna Antova, Künstlerin, Kuratorin, Wien / Baden bei Wien
Ilse Chlan, bildende Künstlerin, Wien
teilnehmende Moderation: Sabine Prokop (VfW)

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

!!! COVID - 19  Regelung für den Besuch der Indoor-Veranstaltung:
- Veranstaltung für maximal  25 Teilnehmer*innen, daher leider NUR nach Voranmeldung an: depot@depot.or.at Betreff: Anmeldung Va 26.Juni 2020
1 Meter Sitzabstand im Veranstalungsraum (keine Stehplätze, auch nicht im Cafe ). ACHTUNG: das Depot-WC ist leider nicht barrierefrei ausgestattet!

Donnerstag, 04. Juni 2020, 19.00
feminismen diskutieren
Generative Bildarbeit in Quito

für beschränkte Anzahl an Teilnehmer*innen oder per zoom [Details unten].


Die Generative Bildarbeit als partizipative Methode sozialwissenschaftlicher Forschungen wurde von der österreichischen Sozialwissenschafterin Vera Brandner entwickelt und während einer Forschung über die Schluchten in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito angewendet. Anhand selbstgemachter Fotografien und Interpretationen diskutierten die Bewohner*innen des Stadtteils Quitumbe über die Bedeutung der von ihnen initiierten Rehabilitierung der Schlucht Ortega. Die Methode ermöglichte ihren direkten Einfluss auf den Forschungsverlauf und verwandelte sie in Forschungsexpert*innen ihrer eigenen Lebensrealitäten.

Elena Mitrenova, Stadtplanerin und Sozialwissenschafterin, Wien/Sofia
Moderation: Sabine Prokop (VfW)

In Kooperation mit dem Verband femistisher Wissenschafter*innen

 

!!! COVID - 19  Regelung für den Besuch der Veranstaltung:
- Veranstaltung für maximal  25 Teilnehmer*innen, daher zunächst leider NUR nach Voranmeldung an: depot@depot.or.at Betreff: Anmeldung Va 4. Juni 2020
Mund-Nasen-Schutz beim Eintreten in die Räume und beim Warten im Gang zum WC
1 Meter Sitzabstand im Veranstaltungsraum (keine Stehplätze, auch nicht im Café) . ACHTUNG: das Depot-WC ist leider nicht barrierefrei ausgestattet!!
Ein 1 Meter Abstand zu den anderen Besucher*innen wird während der ganzen Veranstaltung gewährleistet, wir bitten um Verständnis, dass der Einlass und der Auslass länger dauern können.

Unter dem folgenden ZOOM-Link können der Vortrag und die Diskussion auch online empfangen werden.
https://us02web.zoom.us/j/88269420944?pwd=RGR5UUhIcVVuWmM3cjVndFJBUmgyUT09

Meeting-ID: 882 6942 0944
Passwort: 1111

Dienstag, 21. April 2020, 18:30
Crit Cross #11
Art & Criticism in Times of Crisis

We will use Zoom for our discussion:
https://zoom.us/j/99278731086?pwd=WkFSV3M5citnWWQyZkNQYVoxSDNtQT09

 

Does the shutdown bring an overproducing artworld to a healthy halt or is it an exciting opportunity to find new ways of producing? Does the quarantine expose the shortcomings of the gallery system or does it prove the irreplaceability of the physical experience of art in the age of Instagram? Will cancelled art fairs be replaced by thriving online salesrooms or does the crisis show that an altogether different way of financing art – and perhaps everything else – is necessary and possible?

Times of crisis are times for reflection. We thus want to use this Crit Cross. A Forum on Art Criticism to step back and reflect on the puzzles, impacts and paradoxes of the Covid-19 Crisis. As we move through the evening, we will look at three aspects, namely the creation, circulation & presentation and the financing of art.   

Moderation: Klaus Speidel, Kunstkritiker, Kurator

As always, our debate will be nourished by contemporary critical writing. Here’s a choice of our readings:

https://news.artnet.com/art-world/museums-coronavirus-crisis-1815993
https://news.artnet.com/opinion/madrid-reina-sofia-director-1824210
https://www.theartnewspaper.com/news/one-third-of-french-galleries-could-shut-before-end-of-2020-due-to-coronavirus-impact
https://www.theartnewspaper.com/comment/socially-distant-the-end-of-fairtigue
https://www.theartnewspaper.com/analysis/art-market-coronavirus-system-change
https://news.artnet.com/art-world/new-york-academy-art-zoom-crits-1830165
https://spectator.us/like-about-coronavirus-slavoj-zizek/
https://www.e-flux.com/announcements/325621/letters-against-separation-on-e-flux-conversations/
https://www.politicalanimalmagazine.com/2020/04/09/thoughts-within-the-coronising-siege-a-work-in-progress

About Crit Cross
Crit Cross. A Forum on Art Criticism is an open discussion group of current writing about art organized by Verein K in Vienna. It aims at creating a platform for the sustainable promotion of art- and sociocritical dialogue as well as art-related topics in Vienna. The premise of the project is that art texts are part of a social discourse, which also thrives on direct exchange. We believe that critical reflections on art and society are essential at a time when art is under pressure of justification in the face of shrinking resources and political change. In each session, texts from international and national art magazines, newspapers, blogs and other publications are selected, prepared and discussed. Twice a year, international critics are invited to put their own texts up for discussion to allow for a direct exchange with international representatives of art criticism in Vienna. The events take place in different art and cultural institutions in Vienna (Belvedere 21, Depot, Kunsthalle Wien, mumok, Secession) and are facilitated by theorist, art critic & curator Klaus Speidel.
For questions and suggestions get in touch at critcross@verein-k.net
For more information and to find the text, please visit: http://verein-k.net/wp/crit-cross/The program is supported by the 7. District of Vienna.

ONLINE Donnerstag, 9. April 2020, 19.00
Spiritualität und Widerstand
kinokis mikrokino #247

Indigene Mittelamerikas konnten trotz Kolonialisierung und Christianisierung ihre Spiritualität bewahren. Eigenständige Glaubensvorstellungen bilden den Hintergrund für Widerstand und Kampf um gleiche Rechte und Selbstbestimmung. In Guatemala spielt dabei die Trickster-Figur Maximón, die auch „Rilaj Mam“, der alte Großvater, genannt wird, eine zentrale Rolle. Der gleichnamige Dokumentarfilm begleitet die Maya Tzutuhil von Santiago Atitlan und erkundet mit ihnen gemeinsam die große Erzählung vom schützenden Schöpfer und Trickster.

Rilaj Mam (Guatemala 2002). R: Kollektiv Kinoki Lumal. 77 min.

 

kinoki heute erstmals online
https://www.youtube.com/channel/UCADH1SgS2h5KymUCgr5Jgsg/

Der Link zum Film: https://youtu.be/_07LU3bFNc0

 

Dienstag, 10. März 2020, 19.30
fair-Magazin für Kunst & Architektur
Präsentation

Das zweimal jährlich in Wien erscheinende Printmedium fair-Magazin für Kunst & Architektur behandelt in ausführlich recherchierten Beiträgen aktuelle Positionen von Kunst und Architektur. Gleichzeitig werden Entwicklungen aus der Kunst- und Architekturgeschichte und deren Relevanz für die Gegenwart beleuchtet. Ziel des Magazins ist der Dialog zwischen den Bereichen Kunst, Architektur und Philosophie.

Boris Radojkovic, Architekt und Autor fair-Magazin, Wien
Thomas Redl, Künstler und Herausgeber des fair-Magazin, Wien

Montag, 09. März 2020, 19.30
Frauen* im Kunstmarkt
Diskussion

Trotz des progressiven Charakters der Kunstwelt unterliegt diese nach wie vor patriarchalen Gesellschaftsstrukturen. Eingeladene Expert_innen aus verschiedenen Bereichen der Kulturindustrie teilen daher in einem Dialog ihre Erfahrungen und Perspektiven zu diesem Thema. Wie ist genderbezogene Diskriminierung beispielsweise für eine Kurator_in oder Künstler_ in spürbar? Welche Folgen hat die Ungleichstellung in der kulturellen Produktion?

Florian* Aschka & Larissa Kopp, Künstler_innen
Julia Wieger, Sekretariat für Geister, Archivpolitiken und Lücken

In Kooperation mit Verein Simone

Donnerstag, 05. März 2020, 19.00
kinokis mikrokino #246
Alles bunt und wunderbar

Mit der Erfindung des Films gegen Ende des 19. Jahrhunderts etablierte sich ein neues Werbemittel, das maßgeblich zur Ästhetisierung der Warenwelt beitragen sollte. Ausgehend von der Frühzeit der Kinematographie erforscht Karin Moser erstmals die Entwicklung und Etablierung des Genres Werbefilm in Österreich bis zum Jahr 1938. Mit dem vorliegenden Buch gibt die Autorin Einblicke in die Beziehungsgeflechte und Interessenskonflikte zwischen Politik, Werbefilmproduzenten, Auftraggebern und Kinobesitzern.

Karin Moser, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien

Karin Moser: Der österreichische Werbefilm. Die Genese eines Genres von seinen Anfängen bis 1938. De Gruyter, Oldenburg 2019.

Dienstag, 03. März 2020, 19.00
Die Linke und die Kunst
Buchvorstellung

Der Band Die Linke und die Kunst versammelt unterschiedliche Positionen zur Kunst in den wichtigsten Strömungen linker Theorie. Diese Zusammenschau dient nicht nur als Einführung, sondern macht auch deutlich, dass innerhalb linker Theorie der Stellenwert der Kunst für die gesellschaftliche Transformation und Reproduktion gemeinhin sehr hoch angesetzt wird und die Hoffnungen auf emanzipatorische Effektedurch und mit Kunst erstaunlich groß sind.

Jens Kastner, Kunstsoziologe, Akademie der bildenden Künste Wien
im Gespräch mit Ingo Pohn-Lauggas, Kulturwissenschafter, Universität Wien

Jens Kastner: Die Linke und die Kunst. Ein Überblick. Unrast Verlag, Münster 2019.

In Kooperation mit dem Arbeitskreis Kulturanalyse.

Dienstag, 25. Februar 2020, 12.25
TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES 2020
High Noon: Pressegespräch mit Filmen

„And here all the all-male nominees“. Die Schauspielerin und Regisseurin Natalie Portman hatte es letztes Jahr bei den Golden Globes angesprochen, es herrscht nach wie vor ein eklatantes Ungleichgewicht, was die Sichtbarkeit von Frauen* im Kino betrifft. Aber es liegt was in der Luft. Ob Oscar nominiert, Student Oscar, Sundance-Award oder BAFTA Gewinnerinnen - noch nie gab es so viele prämierte Filme von Frauen* bei TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES. Was lässt sich tun, um die künstlerische Arbeit von Frauen* im Kino und in der Gesellschaft präsenter zu machen?


Katharina Mückstein, Filmemacherin, FC Gloria
Waltraud Grausgruber, TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES
Moderation: Daniela Ingruber

Filmische Highlights aus dem Festivalprogramm TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES 2020

Live-Schaltung zur Berlinale The Other Story: Feminist Scripts in Cinema Now, Betty Schiel und Stefanie Görtz, IFFF Dortmund

Eine Veranstaltung von TRICKY WOMEN/TRICKY REALITIES

Donnerstag, 30. Januar 2020, 19.00
Antisemitismus in Gesellschaft und Schule
Buchvorstellung und Diskussion

Wie manifestiert sich gegenwärtiger Antisemitismus, vor welchen Herausforderungen steht die Gesellschaft und die Schule im Besonderen? Eine neue Studie zeichnet anhand zahlreicher Beispiele, insbesondere aus Frankreich, Großbritannien und Österreich, den Umgang mit diesem komplexen Phänomen und den hieraus resultierenden sozio-politischen Herausforderungen nach. In den Blickpunkt geraten dabei auch Debatten über „migrantischen Antisemitismus“ sowie die Frage, wie Antisemitismus in heterogenen Lerngruppen abseits historischen Lernens als Lerngegenstand zugänglich gemacht werden kann.


Helga Embacher, Universität Salzburg
Bernadette Edtmaier, Universität Salzburg
Stefan Schmid-Heher, Pädagogische Hochschule Wien
Moderation: Axel Schacht, _erinnern.at_

 

Helga Embacher, Bernadette Edtmaier, Alexandra Preitschopf: Antisemitismus in Europa. Fallbeispiele eines globalen Phänomens im 21. Jahrhundert. Böhlau Verlag, Wien 2019

 

Mittwoch, 29. Januar 2020, 19.00
feminismen diskutieren
Empowerment & Intersektionalität

Wie können zwei so umkämpfte, schwer fassbare und vermeintlich diffuse Konzepte wie Empowerment und Intersektionalität zusammen gedacht werden? Welche Auswirkungen hat dieses Zusammendenken auf feministische Theorie und Praxis? Wie können diese Fragen differenziert und kontextualisiert werden? Ein analytisches Modell am Beispiel machtkritischer Bildungsarbeit kann vorläufige Antworten bringen.

 

Miša Krenčeyová, Afrikanistin, Wien/Bratislava

Moderation: Sabine Prokop (VfW)

 

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen

 

Dienstag, 28. Januar 2020, 18.00
Fair oder Prekär? Museen und ihre „Mitarbeiter_innen“
DISKUSSION

Die Besuchszahl ist die Erfolgskennzahl der Museen. Trotzdem werden gerade jene Tätigkeitsgruppen, die sich intensiv den Besucher_innen widmen, nur selten als Schlüssel zum Erfolg betrachtet. Oft werden sie bewusst außerhalb der „Unternehmensstruktur“ gehalten oder nur halbherzig unter finanziell und strukturell schlechten Bedingungen ans Museum angegliedert. So arbeiten auch viele Kulturvermittler_innen in österreichischen Museen noch immer in prekären Arbeitsverhältnissen, mit schwankenden Einkommen, in situationselastischen Dienst- bzw. Arbeitsverträgen oder auf Projektbasis.


Sandra Malez, Österreichischer Verband der Kulturvermittlerinnen
Markus Rieser, Österreichischer Verband der Kulturvermittlerinnen


Veranstaltung vom Österreichischen Verband der Kulturvermittlerinnen

Freitag, 24. Januar 2020, 19.00
Identitätspolitiken
Buchvorstellung

Das Buch bietet einen undogmatischen Überblick über Diskurse und Geschichte linker Identitätspolitiken, von den theoriegeschichtlichen Wurzeln des Begriffs ‚Identität‘ bis zu den identitätspolitischen Debatten in der Linken nach der Wahl Trumps zum US-Präsidenten. Bereits in der frühen Arbeiter_innenbewegung wie später im Feminismus und in den Black-Liberation-Bewegungen seit den 1960er Jahren spielte Identität eine große Rolle. Dabei wurden auch die vielen Fallstricke von Identitätspolitik – die Ausschlüsse und Vereinheitlichungen – bewegungsintern kritisiert und diskutiert.


Jens Kastner, Kunstsoziologe, Akademie der bildenden Künste Wien
Lea Susemichel, Redakteurin an.schläge. Das feministische Magazin
Moderation: Heide Hammer, Journalistin und Philosophin, Wien


Lea Susemichel / Jens Kastner:
Identitätspolitiken. Konzepte und Kritiken in Geschichte und Gegenwart der Linken. Unrast Verlag, Münster 2018.

Mittwoch, 22. Januar 2020, 19.00
Schloss Hartheim – gedenken, dokumentieren, vermitteln
Geh denken

Zwischen 1940 und 1944 diente das Schloss Hartheim nahe Linz als NS-Euthanasie-Anstalt. Rund 30.000 Menschen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen, psychisch kranke Menschen, KZ-Häftline und Zwangsarbeiter_innen wurden hier ermordet. 2003 wurde der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim eröffnet. 2019/2020 wird die Ausstellung ,Wert des Lebens‘ neu gestaltet. Wie werden die historischen Aspekte rund um die Tötungsanstalt Hartheim in der neuen Ausstellung sowie in der pädagogische Arbeit vor Ort vermittelt?

 

Irene Zauner-Leitner, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim

 

In Kooperation mit Gedenkdienst

Dienstag, 21. Januar 2020, 18.30
Entering Continuities
Präsentation

Das kollaborative, interdisziplinäre Projekt Entering Continuities der Künstler_innen Matěj Frank und Jasmin Schaitl, in dessen Rahmen beide Akteur_innen immer am selben Ort zur gleichen Zeit eine Arbeit kreieren, wächst seit Jänner 2017. Prozessorientierte Kollaboration und die Relevanz des Ephemeren werden durch Zeichnungen, Videos, und Remnants vorangegangener performativer Aktionen festgehalten, und ziehen eine Verbindung zu nomadischen Lebensformaten der Kunst- schaffenden. Nun erschien der erste umfassende Katalog, welcher Duo- sowie Soloarbeiten und Texte von sechs internationalen Autor_innen beinhaltet.

 

Jasmin Schaitl, bildende Künstlerin, Performerin

Matěj Frank, bildender Künstler

 

Matěj Frank, Jasmin Schaitl (Hg): Entering Continuities. Oberhausen: Athena Verlag 2019

Montag, 20. Januar 2020, 19.00
Bewährungsprobe#33
Künstler_innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt regelmäßig zwei Künstler_innen Fragen zur Kunstproduktion, den Arbeitsbedingungen und ihren jeweiligen Zugängen, mit denen sie im Feld der Kunst die Welt verhandeln.
Birgit Knoechl zeichnet und ihre Intention ist es, die Linie, wie sie sich in den Raum bewegt, als einen Moment der intuitiven Bewegung zu erforschen.
Stephan Blumenschein beschäftigt sich in seinen Arbeiten auch mit den architektonischen Bedingungen des Ausstellens. Die Ausstellungseröffnung als Medium dient als Ausgangspunkt.

 

Birgit Knoechl, Künstlerin, Wien
Stephan Blumenschein, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Wien

Freitag, 17. Januar 2020, 19.00
Vom Raumschiff in die Wüste
Dokumentarfilme und Diskussion

In der Wüste Omans proben Astronaut_innen eine Erkundungsreise auf dem Mars. Es entsteht ein surrealer Ort, der an die unmittelbare Wahrnehmung der vorbeiziehenden Bewohner_innen grenzt. In Mars, Oman (2019, OmeU, 20 Min) der Filmemacherin und Kunstschaffenden Vanessa del Campo wird die Faszination für die Stellung des Menschen im Universum verbindend für diese Lebenswelten.

Feburary 27th (2018, OmeU, 44 Min) der Künstlerin und Filmemacherin Marie-Thérèse Jakoubek, ist eine Bestandsaufnahme des vermeintlich ruhigen Lebens im saharanischen Exil, das durch die Gegenwärtigkeit von Gewalt in den Erzählungen der Bewohner*innen gestört wird.

 

Moderation: David Spier / Ferdinand Waas / Sophie Wochmanin, The Ant Filmclub

Donnerstag, 16. Januar 2020, 19.00
Schutzzone Rennweg
Vortrag

Seit 1974 bilden das Sommerpalais Schwarzenberg, das Obere und Untere Belvedere, das Salesianerinnenkloster, der Botanische Garten der Universität Wien und der Alpengarten die „Schutzzone Rennweg“ gemäß der Wiener Bauordnung. Neben der Entstehungsgeschichte dieser fünf Anlagen werden auch einige künstlerische Interventionen, die ab dem späten 20.Jahrhundert in ihnen Platz gefunden haben, vorgestellt.


Eva Berger, Kunsthistorikerin, TU Wien

 

Mittwoch, 15. Januar 2020, 9.45 - 21.00
RESISTANCE: Aesthetic and Political Perspectives
Workshop

The protests that spread across the globe most recently, such as the ones in Chile, Hong Kong, Beirut, Fridays for Future, stand in a long tradition of resistance movements that span the realms of politics and aesthetics from disputes about the ‘right to resist’ to actual revolts and revolutions, from the uprising of workers to the general strike, from barricades to protests to artistic activism.

What are the limits and potentials of the relation between resistance, politics, and aesthetics from different perspectives, spanning political theory, philosophy, aesthetics and visual arts, and curatorial studies, literature and literary theory?

 

9:45h INTRODUCTION

Oliver Marchart, Wien / Nassima Sahraoui, Frankfurt:
Resistant Perspectives

 

  1. HISTORY & POLITICS OF RESISTANCE

10-11h Tom Vandeputte, Amsterdam/Hannover:
Pessimism and the Political

11-12h Nassima Sahraoui, Frankfurt:
Time to Resist. A Glimpse into the History of Ideas


Coffee Break


12:30-13:30h Mauricio González Rozo, Frankfurt:
Political Difference and Res(is)tance: On “The Dance of the Remaining”


Lunch

 

  1. THE RESISTANCE OF AESTHETICS

15-16h Oliver Marchart, Vienna:
Conflictual Aesthetics

16-17h Sara Alonso Gómez, Bern: Artistic Disobedience in Global Times: Rethinking Strategies, Operations, Processes


Coffee Break

 

  1. THE ACTUALITY OF RESISTANCE

17:30-18:30h Final Discussion “Resistance Today?”

 

19-20:30h KEYNOTE

Howard Caygill, London: Escalating Resistance

 

Organised by Oliver Marchart, Politische Theorie, University of Vienna and Nassima Sahraoi

Dienstag, 14. Januar 2020, 19.00
kinokis mikrokino #245
Bilder im Widerstand

Die Geschichte wird selten von denen geschrieben, die sie leben und erleben. Dieser Umstand wird dort besonders deutlich, wo Kämpfe und Auseinandersetzungen um politische und soziale Selbstbestimmung durch Bilder und Erzählungen von (wohl- oder übelwollenden) Dritten vermittelt werden. Um diese unhaltbaren Zustände ins Wanken zu bringen, hat Kinoki in Zusammenarbeit mit lokalen und regionalen Initiativen vor nunmehr 15 Jahren das unabhängige Kulturforum in San Cristobal de las Casas in Chiapas, Mexiko, ins Leben gerufen.

 

Dieses Jubiläum ist der Anlass für eine kleine Analyse von Wirkungen und erwünschten sowie unerwünschten Nebenwirkungen von Medien im Aufstand am Beispiel des fortdauernden Widerstands der Zapatisten im Südwesten Mexikos.

 

Audivisuelles Tagebuch, 5 min. (2010) OmdU.

Kinoki Nopal, 12 min. (2004) OmdU.

Das Leben der Frau im Widerstand, 17min. (2005) OmdU.

Die andere Kommunikation, 7min. (2009) OmdU.