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Heute
  • (Un)bequeme Erinnerung

    Ein Großteil der österreichischen Rom*nja und Sinti*zze wurde im Nationalsozialismus ermordet. Über lange Zeit wurde der rassistische Völkermord an den Rom*nja und Sinti*zze geleugnet und verschwiegen. Die Überlebenden waren in der Zweiten Republik mit ungebrochenem Rassismus und mit Diskriminierung konfrontiert. Ende der 1980er-Jahre formierte sich eine soziale Bewegung von Rom*nja und Sinti*zze, die ihr Eintreten für gleiche Rechte und Chancen mit der Forderung nach Anerkennung und Aufklärung über den nationalsozialistischen Völkermord verknüpfte. Trotz wichtiger Erfolge gibt es bis heute keinen zentralen Gedenkort für Rom*nja und Sinti*zze in Wien. Der Vortrag diskutiert den langen Kampf um Anerkennung und aktuelle Fragen zu Erinnerungslücken im öffentlichen Raum.

    Mirjam-Angela Karoly, Politikwissenschaftlerin, Wien

    In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

    Tricky Women Tricky Realities

    This year’s Tricky Women Tricky Realities Artist Talk brings together selected animated works featured in the festival program that all negotiate “terms of proximity” as in exploring proximity and distance in relation to (auto)biographical experiences and stories. The featured filmmakers center narrative and visual strategies that approach the fine line between the private and public from a feminist standpoint. By doing so, personal experience is approached not only as a basis for narrative or visual storytelling, but also as something that is emotionally affected by what is close: memories, bodies, body parts, community, kin.
    By exploring both the film’s (auto-)biographical aspects and the experiences of the filmmakers engaging with them, questions arise: What “terms of proximity” exist in (auto-)biographical or autofictional storytelling? How is closeness and distance negotiated when it comes to biographical or autobiographical stories? Under what circumstances can intimate spaces, memories and testimonies be translated into public spheres? What is the potential of animation to hold space for the personal, the private, the intimate – the „unfolded“ person?

    An event by Tricky Women Tricky Realities.

    Kollektive Kämpfe

    Wie haben Bewegungen wie Ni Unas Menos FLINTA weltweit inspiriert? Und warum wurden sie für feministische Aktivist*innen zum Vorbild? Über das Lernen von diesen feministischen Bewegungen schreibt Sophia Boddenberg, die seit 2014 in Lateinamerika lebt und von dort als Journalistin berichtet, in ihrer Publikation Revolution der FrauenVon Feministinnen aus Lateinamerika lernen. Marcela Torres Heredia ist in Kolumbien aufgewachsen und Mitautorin des Buches Femi(ni)zide: patriarchale Gewalt bekämpfen. Im Forum Decolonizing in Vienna macht sie zwischen Wissenschaft und Kunst dekoloniale Praktiken sichtbar.
    In Argentinien, das lange als Vorzeigeland galt, schränkt die Milei-Regierung Rechte von FLINTA ein, in Costa Rica und Chile erstarken die Rechten. Auch in den USA und Europa sind antifeministische Kräfte auf dem Vormarsch. Im Gespräch entsteht ein transnationaler Dialog zwischen Erfahrungen und verschiedenen Wissensformen aus beiden Seiten des Atlantiks. Wie lassen sich internationale feministische Allianzen und solidarische Komplizenschaften bilden?

    Sophia Boddenberg, Journalistin, Buenos Aires
    Marcela Torres Heredia, Pädagogin, Forscherin, Universität Wien
    Moderation: Stefanie Klamuth, Buchhandlung Librería Utopía, Wien

    In Kooperation mit Mandelbaum Verlag und Verbrecher Verlag.

    https://youtube.com/live/0eOwV4XfCxM

    Archäologie für Subkultur*

    Archäologie für Subkultur* ist ein kollektives Artistic-Research-Projekt, das sich mit den Bedeutungen, Geschichten und Erinnerungen rund um Orte der Subkultur auseinandersetzt. Es widmet sich der performativen Dokumentation und Archivierung von jenen, die sich in einem Transformationsprozess befinden, gefährdet oder bereits verschwunden sind und nur noch Spuren hinterlassen haben.
    In dem temporären Archäologie-Department für Subkultur* können Besucher*innen des Depot Teil der kollektiven Geschichtsschreibung werden und kleine Fundstücke zur Archivierung mitbringen. In der Lecture Performance wird Archäologie für Subkultur* präsentiert und ein Dialog zu performativer Forschung, Archivierung und Archäologie geführt.

    16.00–18.30: Offenes Labor des Archäologie-Departments für Subkultur
    19.00: Lecture Performance von Lia Quirina

    Ljubica Jakšić, Archivar*in, Kunstsammlung und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien
    Leona Kohl, Archäologin, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Universität Wien
    Lia Quirina, Künstlerin*, St. Pölten

    https://www.youtube.com/watch?v=mTwx21XY-oY

    MEZEKƎRƎ

    Opening in May in the former Sophienspital, MEZEKƎRƎ is a space for global and diasporic artistic practices. It aims to explore cosmologies of care, conviviality and social transformation.
    MEZEKƎRƎ deliberately anchors its artistic and curatorial reference points in the Global Majority and its diaspora. It will host not only exhibitions and performances, but also formats for exchange, residency programs, and long-term research projects.
    How can a new translocal space with international connections be created?

    Mbatjiua Hambira, Managing Director, Curator, MEZEKƎRƎ, Vienna
    Marissa Lôbo, Artistic Director, MEZEKƎRƎ, Vienna
    Moderation: Lina Paulitsch, Journalist, Falter, Vienna

    In cooperation with MEZEKƎRƎ.

    https://www.youtube.com/watch?v=785_TCYjEJA