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January 2026

Tuesday, 13. January 2026,

Geh denken!

Pizza in Auschwitz

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Pizza in Auschwitz

Der damals 74-jährige Danny Chanoch erzählt seinen Kindern vor dem Schlafengehen die Geschichten aus den Vernichtungslagern Auschwitz und Mauthausen. Als Überlebender der Shoah kämpft er über viele Jahre gegen das Vergessen und für das Erinnern.
In dem Dokumentarfilm von Moshe Zimmermann reist Chanoch mit seinen zwei Kindern in ein Lager und möchte mit ihnen auf einer Pritsche in einer Baracke die Nacht dort verbringen. Die Reise nach Polen ist gespickt mit schwarzem Humor und komischen Situationen. Der Ausflug zu dritt in einem Van zu ihrer „final destination“ wirkt wie ein Plot für eine Familienkomödie.
Humor ist für Chanoch eine Strategie, das Erlebte zu verarbeiten und vor allem gegen das Vergessen in der eigenen Familie anzukämpfen.

Pizza in Auschwitz (IL 2008), R: Moshe Zimmermann, 52 min

Moderation: Sophie Roßberg & Matthias Spadinger, GEDENKDIENST

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Wednesday, 14. January 2026,

Salon Philosophique

„Wozu heute noch philosophieren?“ – Angewandte Ethik

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„Wozu heute noch philosophieren?“ – Angewandte Ethik

Philosophie wird manchmal missverstanden als „Welt-Kompliziererin“: ein Denken, das sich in abstrakten Begriffen verliert und von einem „Elfenbeinturm“ aus, die Welt betrachtend auseinandersetzt. Hingegen können die Philosophie und das philosophische Denken – und hier vor allem die angewandte Ethik – helfen, komplexe Wirklichkeiten so zu durchdringen, dass wir mit ihnen besser umgehen können.
Analytisch beobachten, problematisieren, Alternativen vorstellen, aber vor allem Konzepte hinterfragen und in Frage stellen: Das ist die Aufgabe, die uns die Philosophie lehrt. In dem Teil der Philosophie, der sich mit angewandter Ethik befasst, ist dies mehr denn je sichtbar und wertvoll. Situationen aus dem Bereich der klinischen Ethik werden zur Veranschaulichung der Reflexionen und als Ausgangspunkt für die folgende Diskussion dienen.

Vortrag: Guenda Bernegger

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien / Berlin.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Monday, 19. January 2026,

How to make art when the world is burning

Ines Doujak, Daria Lytvynenko, Jürgen Münzer

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Ines Doujak, Daria Lytvynenko, Jürgen Münzer

How can art confront the current crises? How can artists continue to work in a country at war? Klaus Speidel discusses these questions with different artists in an ongoing series. Ines Doujak will be joined by Jürgen Münzer, who developed a performance in Lviv, Ukraine from August to October 2025, and Daria Lytvynenko, whose work addresses the war in Ukraine on multiple levels.

Ines Doujak, artist, Vienna
Daria Lytvynenko, Yalta, Ukraine / Vienna
Jürgen Münzer, artist, Vienna
Moderation: Klaus Speidel, art theorist, critic, curator, Vienna

In cooperation with University of Applied Arts Vienna.

Schwerpunkt 2026: Übergänge / Transitions
Wednesday, 21. January 2026,

Eine Frage der Perspektive

Lisl Ponger im Gespräch

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Lisl Ponger im Gespräch

Seit fünf Jahrzehnten arbeitet Lisl Ponger konsequent an ihrem bildnerischen Werk. Mit ihren Installationen, Filmen und inszenierten Fotografien erweist sie sich als skeptische Beobachterin von kulturellen Konstruktionen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Dabei scheut sie sich nicht, die Rolle von Autor*innenschaft, ästhetischer und gesellschaftlicher Repräsentation kritisch zu hinterfragen.
Ihre Beteiligung an der aktuellen Ausstellung Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen sein im Wiener mumok bietet den Anlass zu einem Arbeitsgespräch zwischen der Künstlerin und dem Kurator.

Lisl Ponger, Filmemacherin, Fotografin, Medienkünstlerin, Wien
Franz Thalmair, Kurator, mumok und Kunstraum Lakeside (Klagenfurt), Wien
Moderation: Elisabeth Streit, Bibliothek Österr. Filmmuseum, Wien

Elisabeth Streit & Dietmar Schwärzler (Hg.), Lisl Ponger. Semiotische Geister / Semiotic Ghosts, Wien: Mandelbaum 2025

In Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum.

Thursday, 22. January 2026,

L-x Landscape Lectures

Matters of Care, Matters of Land

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Matters of Care, Matters of Land

L-x Landscape Lectures 2025/26 turns its attention to care, in a moment marked by profound socio-ecological urgency. It is a term often used lightly in landscape discourse, yet carrying a depth that both steadies and unsettles. Care, in all its forms, threads through the work of shaping landscapes: caring for places, caring with others, caring as a way of reading and responding to the worlds we co-inhabit. These are familiar gestures in everyday practice, yet far from simple. They reveal how every landscape depends on ongoing acts of maintenance, relation, and response.

Björn Bracke, landscape architect, kollektif landscape, Ghent
Moderation: Jennifer Fauster, Jürgen Furchtlehner & Emilie Stecher, ILA, BOKU Wien

An event by ILA Vienna and ÖGLA.

Monday, 26. January 2026,

Bewährungsprobe #56

Künstler*innengespräch

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Künstler*innengespräch

Die Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich drängenden Fragen zur Kunstproduktion. Unter welchen Arbeitsbedingungen und mit welchem Material entstehen die jeweiligen Zugänge, um im Feld der Kunst die Welt zu verhandeln, die uns umgibt? Möglichkeitsräume zeitgenössischer Kunstpraxis in Wien werden untersucht und Verbindungen hergestellt.

Christian Bretter, Bildhauer, Wien
PRINZpod, Künstler*innenduo, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Schwerpunkt 2026: Übergänge / Transitions
Tuesday, 27. January 2026,

Du sollst dir ein Bild machen

Kunst, Kirche und Konflikt

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Kunst, Kirche und Konflikt

Das Künstlerhaus war in den vergangenen Monaten von verschiedener Seite der Kritik ausgesetzt, die Ausstellung Du sollst dir ein Bild machen zeige blasphemische Kunstwerke, die das Christentum beleidigen. Im Zuge dessen wurde die Schließung der Schau gefordert.
In Österreich ist die Freiheit der Kunst ein verfassungsrechtlich geschütztes Grundprinzip. Dem steht die Verletzung religiöser Gefühle gegenüber. Obwohl von kuratorischer Seite ein differenzierter Blick und Dialog im Vordergrund stand, löste die Schau Konflikte aus. Wie soll man damit umgehen?

Jakob Helmut Deibl, Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Wien 
Jan Ledóchowski, Meldestelle für Christenfeindlichkeit, Wien
Günther Oberhollenzer, Kurator, Künstlerhaus, Wien
Deborah Sengl, Künstlerin, Wien
Moderation: Katja Gasser, Kulturjournalistin, ORF, Wien

In Kooperation mit dem Künstlerhaus.

Wednesday, 28. January 2026,

feminismen diskutieren

Radikale Männlichkeit

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Radikale Männlichkeit

Wieso hat der Kult um Andrew Tate bei einem vorwiegend jungen, männlichen Publikum so großen Erfolg? In seinen Postings auf der Plattform X sind Botschaften und Repräsentationsformen von Gender zu erkennen, die auf populären Antifeminismus und Maskulinismus zurückzuführen sind. Diese zunehmende Online-Misogynie herrscht auch bei Markus Streinz, in Incel- und Looksmaxxing-Foren. Spezifische Online-Dynamiken sind zentral für die Verbreitung und Verstärkung antifeministischer und misogyner Inhalte. Studien weisen auf Konsequenzen hin – welche gesellschaftlichen Herausforderungen stehen bevor?

Beate Hausbichler, Journalistin, Der Standard, Wien
Johanna Punz, Sozialwissenschaftlerin, Wien
Thomas Winkelmüller, Journalist, DATUM, Wien / St. Pölten
Moderation: Sabine Prokop, VfW

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.


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