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Heute

On Feminist Recovery

In response to the militaristic language that framed political speech and public imaginaries of care in times of the pandemic catastrophe, activists, policy makers, and researchers, made feminist recovery plans. Rooted in a care feminism, these recovery plans, written, among others, by policy makers and health workers in Hawai’i, by the NAWI Collective, a pan-African feminist initiative and by the National Women’s Council in Ireland, imagine a world beyond Covid-19 and insist that recovery from patriarchy is actually possible. Motivated by Elke Krasny’s book Living with an Infected Planet. Covid-19, Feminism, and the Global Frontline of Care (2023) the discussion connects ideas around feminist recovery to Athena Athanasiou’s proposition of counterpublic performativity, Elena Tzelepi’s engagement with bodies of resistance as well as Olga Shparaga’s understanding of sisterhood as solidarity.

Athena Athanasiou, Professor of Social Anthropology and Gender Theory at Panteion University of Social and Political Sciences, Athens (GR)
Elke Krasny, Professor of Art and Education at the Academy of Fine Arts Vienna (AT)
Elena Tzelepis, Assistant Professor of Philosophy at the University of Thessaly, Volos (GR)
Olga Shparaga, Belarusian Philosopher in Exile and Visiting Fellow at IWM, Vienna (AT)

https://youtube.com/live/Dba0fcqI6ak

Salon Philosophique

All unser Erleben und Handeln ist in Atmosphären gegossen. Sie begegnen und begleiten uns nicht nur in unserem Alltag, sondern beeinflussen auch markant und in vielfacher Hinsicht unser Wahrnehmen, Denken und Handeln. Auch wenn wir zumindest mehr als fünfzig verschiedene Atmosphären erlebnismäßig voneinander unterscheiden können, fällt es uns doch schwer, sie begrifflich allgemein verbindlich zu fassen. Atmosphären bzw. Auren sind, wie es Walter Benjamin in seiner Schrift Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit ausdrückte „ein sonderbares Gespinst aus Raum und Zeit: einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie auch sein mag …“
Wir können Atmosphären aber nicht nur als leiblich unmittelbar erfahrbare Phänomene sinnlich wahrnehmen, sondern sie auch selbst produzieren. Ein umfassendes und vertieftes Wissen um ihre Entstehungsbedingungen und Produktionsmechanismen eröffnet uns die Möglichkeit gemeinsam diejenigen Atmosphären zu schaffen, die uns ein Leben in schönem, florierenden und fruchtbringenden Miteinander-Sein erlauben.

Michael Musalek, Psychiater, Neurologe, Psychotherapeut, Wien / Berlin

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien gemeinsam mit dem Stiftungsfonds Erwin Ringel Institut.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Bewährungsprobe #47

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen. Zwei unabhängige künstlerische Positionen werden vorgestellt, Möglichkeitsräume zeitgenössischer Kunstpraxis in Wien untersucht und Verbindungen hergestellt.
Denise Schellmann ist Künstlerin und Wissenschaftlerin. In ihrem Werk setzt sie sich mit den Widersprüchen und Gemeinsamkeiten zwischen Kunst und Wissenschaft, dem Sichtbaren und Unsichtbaren auseinander. Der schöpferisch-intuitive Arbeitsprozess spielt dabei eine Schlüsselrolle.
Für Julius Werner Chromecek liegt der Schwerpunkt seiner fotografischen Arbeit im Anthropozän. Erst spät zur künstlerischen Fotografie gestoßen, untersucht er die Möglichkeiten des (analogen) Mediums.
Beide Künstler*innen vereint, dass sie keinen exklusiv-fachlichen Blick auf die Kunst werfen und das wissenschaftliche Arbeiten, welches andere Prämissen als die Kunstpraxis mit sich führt, in ein Spannungsfeld zur Kunst setzen.

Denise Schellmann, Künstlerin, Wien
Julius Werner Chromecek, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

https://youtube.com/live/JKsPElwR1i4

Der Mensch, die Person und das Wesen

Maria Pober untersucht die Versprachlichung der wichtigsten Überbegriffe wie „der Mensch“, „die Person“ und „das Wesen“ und seiner Synonyme. Sie gelten in der Regel als genderinklusiv, also für alle menschlichen Wesen, selbst in der Feministischen Linguistik und Genderlinguistik. Ob dem wirklich so ist, wird einer gender-kritischen Untersuchung sowohl in grammatischer als auch in semantischer Hinsicht unterzogen. In der Spannung zwischen traditionellen Regeln und progressivem Sprachgebrauch wird in diesem Buch die Heteronormativität von Überbegriffen analysiert sowie für die Einführung einer genderinklusiven Lexikalisierung und Sprachpraxis plädiert.

Maria Pober, Lehrbeauftragte, Sprachwissenschaft / Germanistik, Universität Wien

Maria Pober, Redefining the Hypernym Mensch:in in German. Gender, Sexuality, and Personhood. Lanham: Lexington Books 2023

https://youtube.com/live/PkHjQMcQ_rk

Bewährungsprobe #48

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen.
Die Objekte und raumbezogenen Installationen von Karin Hatwagner entstehen aus dem Material, welches anderen unnütz geworden ist. Die Material-Fragmente überlagern sich und werden in eine neue Handlung übersetzt.
Anna Weberberger macht ihr Umfeld zum Material. Ihre Interventionen verwandeln das Alltägliche in situative Räume für augenzwinkernde Reflexion, Interaktion und Kritik. Zwischen Plastik, Readymade und Performance unterstreicht sie so das Absurde im Kern normierten Zusammenlebens.
Beide Künstlerinnen geben Vorgefundenem eine neue Form und Bedeutung. Die verschiedenen Umgangsweisen mit Bestehendem öffnen unserer Vorstellungskraft die Tür, wie man mit Leichtigkeit einem belastenden Erbe begegnen könnte.

Karin Hatwagner, Künstlerin, Wien
Anna Weberberger, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

https://youtube.com/live/HlkbmzTaQ4M