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Salon Philosophique
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Zur Aktualität eines verlorenen Wortes: SchibbolethDass Sprache einer permanenten Entwicklung unterliegt, kann als Common Sense vorausgesetzt werden. Sprachliche Übereinkünfte – und nicht nur sie – können gesellschaftliche und kulturelle Grenzlinien definieren. Dass „Schibboleth“ in der gegenwärtigen Alltagssprache kaum wahrzunehmen ist, hat wohl weniger damit zu tun, dass solche Grenzlinien nicht mehr beständen. Vielmehr ist zu vermuten, dass dieser Begriff im Habitat des Sprachgebrauches kaum mehr die Voraussetzungen für sein Überleben vorfindet. Wie sehr sich jene Lebenswelt verändert, in der ein Begriff wie „Schibboleth“ gedeihen kann oder konnte, ist zu beobachten, wenn es um die Frage nach der Autorenschaft (Autor*innenschaft?) geht: Mensch oder Maschine?
Johann Berger, bildender Künstler, Wien/Wörth
Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien gemeinsam mit dem Stiftungsfonds Erwin Ringel Institut.
Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at