Programm
Oktober 2026
Space & Gender
Buchpräsentation
Subtitle
Buchpräsentation
Der Verlag TU Wien Academic Press präsentiert seine neue Publikationsreihe Space & Gender. Die Gäst*innen befassen sich sich mit den Möglichkeiten und Potenzialen des Themenfelds Geschlecht und Raum in Lehre und Forschung. Vorgestellt und diskutiert werden die ersten beiden Bände: Unvoiced Heritage – Queerfeminist Care for Tabooed Spaces und Gekommen, um zu bleiben – Feministische Positionen zu Architekturlehre und -praxis.
Karin Hartmann, Architektin, Autorin, Bonn
Barbara Reisinger, Universität für angewandte Kunst Wien
Luise Rellensmann, Hochschule München
Moderation: Sophie Stackmann, TU Wien
Eine Veranstaltung der TU Wien Academic Press.
Die manipulierte Öffentlichkeit
Symposium
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Symposium
Freitag, 16. Oktober, 18.30–20.30
Samstag, 17. Oktober, 10.00–13.30
Netz-Radikalisierung als Bedrohung für Demokratie und Minderheiten: Antisemitische, rassistische, rechtsextreme, islamophobe sowie frauen- und queerfeindliche Inhalte verbreiten sich besonders in sozialen Medien mit großer Dynamik und verstärken Hass und Gewalt gegen Minderheiten. Auch wenn Fake News kein neues Phänomen sind, werden sie heute gezielt politisch eingesetzt und fördern gesellschaftliche Polarisierung. Medienkompetenz gilt als zentrale Gegenmaßnahme. Ambiguitätstoleranz und Media Literacy stärken vor allem bei Jugendlichen die Resilienz gegen Desinformation. Zugleich braucht es strukturelle Antworten, etwa die Verantwortung klassischer Medien online sowie die Förderung alternativer Plattformen mit respektvoller Netiquette. Im Zentrum dieses zweitägigen Symposiums steht die Frage, welche Gefahren von Desinformation und Radikalisierungsprozessen in sozialen Medien für die Demokratie sowie für Minderheiten ausgehen.
In Kooperation mit der Initiative Minderheiten.
Anmeldung: office@initiative.minderheiten.at
Freitag, 16. Oktober
18:30 Auf Kosten von Minderheiten: Wie die Aufmerksamkeitsökonomie Hass schürt – und wie wir digitale Räume resilient machen
Beate Hausbichler, Der Standard
19:00 Desinformation, Algorithmen und KI
Beate Hausbichler, Der Standard
Viktoria Kirner, Juristin, die_chefredaktion
Hannah Metzler, Psychologin und Neurowissenschafterin
Eva Wackenreuther, ORF-Faktencheck
Moderation: Gerd Valchars, Politikwissenschaftler
Samstag, 17. Oktober
10:00 Minderheiten im Fokus – Dynamiken digitaler Hasskommunikation
Bianca Kämpf, DÖW
Anastasia Lopez, BAIT
Santino Stojka, Hochschüler*innen Österreichischer Roma und Romnja (HÖR)
Moderation: Jessica Beer, Verlagslektorin, Initiative Minderheiten
12:00 Gegenstrategien und demokratische Resilienz
Eşim Karakuyu, digital storytelling von unten
Stefanie Mayer, Institut für Konfliktforschung
Fiona Steinert, Radio Orange 94.0
Moderation: Stefan Vater, Erwachsenenbildner, Verband österreichischer Volkshochschulen
Bewährungsprobe #60
Künstler*innengespräch
Subtitle
Künstler*innengespräch
Die Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich drängenden Fragen zur Kunstproduktion. Delphine Légers Praxis untersucht urbane Räume anhand alltäglicher Materialien, insbesondere Verpackungskarton. Mit seriellen Prozessen und textilen Techniken transformiert sie industrielles Verpackungsmaterial in räumliche Arbeiten, die neue Perspektiven auf Konsum, Klimawandel und die materiellen Spuren des städtischen Alltags eröffnen. Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Rafael Lippuner steht die Umgebung als solche. Dazu gehören sowohl designierte Orte und deren räumliche Strukturen als auch gefundene Materialien und Objekte, darunter Video, Metallblech, Nylonfaden und Wäscheleine.
Delphine Léger, Künstlerin, Wien
Rafael Lippuner, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien
Vortragsreihe: Frieden schaffen
Österreichische Neutralitätspolitik
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Österreichische Neutralitätspolitik
Derzeit gibt es intensive Debatten über die Aufgabe des Neutralitätsstatus, auch immer häufiger verbunden mit der Forderung nach einem Beitritt Österreichs zur NATO. Im Rahmen des Vortrags wird die Rolle der Neutralität im Kalten Krieg beleuchtet und die Frage gestellt, wie neutral Österreich gewesen ist. Die historischen Aufmarschpläne von NATO und Warschauer Pakt bezüglich Österreich werden evaluiert. Außerdem sollen die Ursachen der aktuellen Debatten sowie das Desinteresse der meisten politischen Parteien an einer Aufgabe der Neutralität als Identitätsparameter hinterfragt werden.
Oliver Rathkolb, Zeithistoriker, Wien
In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.
Lebt und arbeitet woanders
Residence-Programme
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Residence-Programme
Institutionen, die einen Aufenthalt zum künstlerischen Arbeiten ermöglichen, sind fester Bestandteil der Kunstszene. Sie eröffnen neue Erfahrungshorizonte und Perspektiven, Vernetzungen in anderen Kontexten, eine Unterbrechung des Gewohnten. Was sind die relevanten Aspekte, um ein erfolgreiches Residence-Programm zu etablieren, worin liegen die Herausforderungen? Und wie können lokale Szene und Gäste voneinander lernen? Was sind die Zielsetzungen und Strategien?
Lilian Engelmann, Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Internationaler Kulturaustausch, Senatsverwaltung für Kultur Berlin
Alexandra Grausam, PART, Away, Wien
Barbara Mahlknecht, Künstler*innenhaus Büchsenhausen, Innsbruck / Wien
Moderation: Maximilian Lehner, Kurator, Wien
(m)Otherhood – Gewollte Kinderlosigkeit
Filmscreening & Diskussion
Subtitle
Filmscreening & Diskussion
Jana Kießers essayistischer Kurzfilm (m)Otherhood bietet den Ausgangspunkt, um über gewollte Kinderlosigkeit zu diskutieren. Zwei Frauen unterschiedlicher Generationen kommen miteinander ins Gespräch. Dabei geht es um gesellschaftliche Veränderungen und anhaltende Erwartungen an Mutterschaft ebenso wie um die Reflektion der Kinderlosigkeit in verschiedenen Lebensphasen. Der Abend widmet sich Körpererfahrungen von Frauen und fördert den Austausch von feministischem Wissen zwischen den Generationen.
Jana Kießer, Künstlerin, Berlin
Béa Pall, Psychotherapeutin, Bundesverband für Psychotherapie, Wien
Moderation: Hannah Kocevar, Ärztin, Psychotherapeutin i.A.u.S., Wien
m(O)therhood (D 2025), R: Jana Kießer, 25 Min., OV
In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Psychosomatik in Gynäkologie und Geburtshilfe.
Gefängnis als Bewährungsprobe für die Demokratie
Diskussion
Subtitle
Diskussion
Gefängnisse stehen in Österreich heute wegen offensichtlicher Missstände in Diskussion. Sie verdienen aber auch aus demokratiepolitischen Gründen grundsätzliche Aufmerksamkeit. Das Gefängnis erzieht uns ideologisch. Es lehrt einen einfachen, aber falschen Umgang mit gesellschaftlichen Problemen: Schuldige ausfindig machen, bestrafen und einsperren. Mit diesem Zugang werden autoritäre Lösungen und sozialer Ausschluss normalisiert, sowie Einschränkungen demokratischer Rechte auf jene, die „es verdienen“. Es gibt jedoch auch andere Zugänge zu Kriminalität, die stärker auf Verantwortungsübernahme, Konfliktbearbeitung und organisierter sozialer Unterstützung basieren, und damit auch die Grundwerte demokratischer Kultur beachten und stärken. Ein Mosaik solcher Ansätze wird hier vorgestellt, von der Überwindung der Straflogik bis zu sinnvolleren Haftformen, und von wissenschaftlicher Theorie bis zu Beispielen funktionierender Praxis.
Isabella Baksová, Richtungswechsel, Tallinn
Nicole Lieger, restorative-justice, Wien
Monika Mokre, Union für die Rechte Gefangener, Wien
Arno Pilgram, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Wien
Tommy Stern, Bündnis für Demokratie und Respekt, Wien
Nicki Tsekas, Neustart, Wien
Eine Veranstaltung des Bündnisses für Demokratie und Respekt.
November 2026
Vortragsreihe: Frieden schaffen
Solidarität als Grundlage
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Solidarität als Grundlage
Frieden entsteht nicht nur durch die Abwesenheit von Gewalt, sondern durch stabile soziale Beziehungen, gegenseitige Verantwortung und faire Institutionen. Der Vortrag beleuchtet Solidarität als zentrales, oft unterschätztes Element friedlicher Gesellschaften. Ausgehend von aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen wird gezeigt, wie solidarische Praktiken und Institutionen zu sozialem Zusammenhalt beitragen können. Dabei wird diskutiert, wie sich Solidarität als Bedingung für Frieden als gesellschaftliche Praxis konkret fördern lässt.
Barbara Prainsack, Professorin für Vergleichende Politikfeldanalyse, Universität Wien
In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.
Zwischen Israel, USA und der Islamischen Republik Iran
Der Nahe Osten in Zeiten des Kriegs
Subtitle
Der Nahe Osten in Zeiten des Kriegs
Der Krieg zwischen Israel und den USA auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite, hat auch Folgen für den Irak, die Golfstaaten, den Jemen und Syrien. Einerseits wurden diese Staaten teilweise selbst zum Angriffsziel einer der beiden oder beider Seiten. Andererseits sind die ökonomischen und politischen Folgen für die ganze Region enorm. Nicht nur die Staaten, sondern auch die kurdischen Regionen und politischen Akteure spüren die massiven Auswirkungen dieses Kriegs.
Thomas Schmidinger, Politiwissenschaftler, Universität Wien, University of Kurdistan Hewlêr in Erbil (Irak)
Eine Veranstaltung der Sozialistische Alternative (SOAL).
Salon an.schläge
Feministischer Diskurs
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Feministischer Diskurs
Vor über vierzig Jahren gegründet, ist das feministische Magazin an.schläge ein beispielloses Projekt in der deutschsprachigen Medienlandschaft. Die an.schläge beleuchten das aktuelle politische, gesellschaftliche und kulturelle Geschehen aus einer konsequent feministischen Perspektive. Das Magazin berichtet über sozialen Protest und „Politik von unten“, schreibt über Körper, Sex und Selbstbestimmung, analysiert die Entwicklungen in der neuen Arbeitswelt, nimmt wissenschaftliche Diskurse kritisch unter die Lupe und porträtiert upcoming female Artists aus Kunst und Pop.
Beim dritten Salon im Depot präsentiert die Redaktion die aktuelle Ausgabe. Nach einem Gespräch und künstlerischen Beiträgen geht es mit an.schläge-Beats zur Vernetzung an die Bar.
In Kooperation mit an.schläge – das feministische Magazin.
Klima und Form
Diskussion
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Diskussion
„Sehen so die besten Bauten in ganz Deutschland aus?“, fragte Matthias Alexander in der FAZ anlässlich der Verleihung des DAM-Preises. Implizit stand die Frage im Raum, ob Bauwende und Material Turn tatsächlich die Formfrage „erledigt“ haben. Worin besteht – neben der guten CO2-Bilanz – die Qualität klimagerechter Architektur? Welche Gestaltungsprinzipien liegen ihr zugrunde: das etablierte Vokabular und Handwerkszeug, oder eine neue Ästhetik? „More ethics or more aesthetics“, wie es einmal die Biennale von Venedig formulierte? Müssen Form und Gestalt des Neuen einfach nur besser vermittelt werden?
Matthias Alexander, FAZ, Frankfurt
Ines Nizic, Architektin, Wien
Leonhard Panzenböck, Architekt, Wien
Moderation: Albert Kirchengast, BTU Cottbus-Senftenberg & Maik Novotny, ÖGFA, Wien
Eine Veranstaltung von ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
If My Land Were Flat,
None of This Would Have Happened
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None of This Would Have Happened
The history of political protests in Iran is a cycle of hope and despair, each following the other along a troubled timeline. It forms a landscape like a mountain range: we fall, we rise, and fall again. This lecture performance by Sara Karimi is a walk through these mountains. It portrays fragments of that uneven terrain of resistance through live drawing, personal narratives, and archival materials. Following a protester as they climb the mountain of hope, the work imagines possible endings to their story.
In the second part, Karimi enters in dialogue with Huda Takriti on how the geographical and political context of the viewer shapes the perception of artworks. The conversation reflects on retelling histories of resistance, the space between fact and fiction, and the politics of witnessing.
Sara Karimi, artist, Vienna
Huda Takriti, artist, Vienna
In cooperation with QMA.
curatorial discomforts—part one
Exchange & Discussion
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Exchange & Discussion
This discursive series departs from discomfort as a situated form of knowledge, delving into trouble, rupture and glitch as speculative curatorial movements. Institutional practice and curatorial scripts are deeply informed by and evocative of discomfort. How can such discomfort produce generative friction and inform dissident strategies towards practicing otherwise? Gathering curators and cultural practitioners, part one of curatorial discomforts centers notions of trouble and its (institutional) embodiment.
Djamila Grandits, curator, Vienna
Wiener KI-Gespräche
Navigating Art in the Age of AI Angst
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Navigating Art in the Age of AI Angst
Erstmals wurde das Stipendium KI in der Kunst vom Bund ausgeschrieben. Zwanzig Künstler*innen haben 2025 jeweils 9.000 Euro erhalten und konnten sechs Monate lang an ihren Projekten mit KI-Bezug arbeiten. Diese Veranstaltung lädt sie alle ein, auf ihre Erfahrungen zurückzublicken und zu reflektieren, wie sich ihre Wahrnehmung von KI seitdem entwickelt hat: Ist KI zum Bestandteil ihrer Arbeit geworden? Arbeiten sie bewusst nicht mehr mit KI – oder gar gegen KI? Wie verhalten sie sich zur KI-Angst, die ja gerade die Kreativberufe stark betrifft?
Stipendiat*innen KI in der Kunst:
Zeynep Aksöz Balzar, Sofia Braga, Karin Ferrari, Jari Genser, Alexander Glandien, Barbara Gollackner, Markus Hanakam, Mira Klug, Norbert Math von Mur, Marlene Mautner, Roswitha Schuller, Janine Weger
Moderation: Klaus Speidel, Philosoph, AIT artloop, Wien
In Kooperation mit Vienna Art Week und AIT.
BASiS.KULTUR.WiEN
Cash.for.Culture-Award
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Cash.for.Culture-Award
BASiS.KULTUR.WiEN vergibt wieder den jährlichen Cash.for.Culture-Award an junge Künstler*innen und ihre herausragenden Projekte des Förderprogramms der Stadt Wien. Cash.for.Culture ist eine Förderinitiative, die junge Wiener*innen im Alter von 13 bis 23 Jahren bei ihren Kunst- und Kulturprojekten finanziell unterstützt und sichtbar macht. Der Abend bietet Raum zum Austausch, Vernetzen und Feiern mit den jungen Künstler*innen, Coaches und Gästen aus der Wiener Kunst- und Kulturszene.
Patricia Anderle, Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderätin
Judith Mantler, Projektleitung Cash.for.Culture
Jürgen Partaj, Geschäftsführer BASiS.KULTUR.WiEN
Eine Veranstaltung von BASiS.KULTUR.WiEN.
feminismen diskutieren
Creating: Women Artists from Ukraine
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Creating: Women Artists from Ukraine
How do intersectional experiences shape the creative practices of women visual artists from Eastern Ukraine, across (dis)placement and staying at the frontline, following the full-scale Russian invasion? Co-designed with artists, the research examines how artistic practices evolve across different geographical and social locations. How does research unfold when artists shape its design and interpretation? What do emerging findings reveal about intersectional experiences across different (dis)placement realities? The talk reflects on both the co-creative research process and emerging findings.
Olga Bolibok, social scientist, artist, ZSI, Vienna
Moderation: Anna Rauchenwald, VfW, Vienna
In cooperation with Verband feministischer Wissenschafteri*nnen and Office Ukraine.
Crit Cross #30
A Forum on Art Criticism
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A Forum on Art Criticism
Crit Cross is an open discussion group of current writing about art. It has the aim to create a platform for the sustainable promotion of art- and sociocritical dialogue as well as art-related topics in Vienna. Furthermore, it aims to promote the ability to read and exchange critically. The premise of the project is that art texts are part of a social discourse, which also lives from direct exchange and that critical reflections on art and society are essential at a time when art is under pressure of justification in the face of shrink ing resources and political change.
Pierre d’Alancaisez, Verdurin, London
Moderation: Walter Seidl, curator, Vienna
In cooperation with Verein K.
Art made by music making artists
who are art making musicians
Subtitle
who are art making musicians
Musik entsteht durch ein Geflecht aus Musiker*innen und Publikum, privaten und öffentlichen Räumen, Institutionen und informellen Netzwerken. Gerade in Wien stellt sich die Frage, wie diese Welt organisiert ist: Wer schafft die Bedingungen, unter denen experimentelle und nicht kommerzielle Musik entstehen kann? Welche Rolle spielen dabei Kunstinstitutionen, Förderstrukturen und selbstorganisierte Räume – wie könnten andere Formen der Zusammenarbeit aussehen?
Kuratierung: Franziska Abgottspon, Alexander Diesenreiter, David Quigley
In Kooperation mit Tangel – Raum für intermediale Kunst, Musik und Bildung.
Die Diskussionsveranstaltung ist Auftakt für ein Konzertwochenende von 19. bis 22. November im Café Tangel in Simmering.
Bewährungsprobe #61
Künstler*innengespräch
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Künstler*innengespräch
Die Bewährungsprobe stellt zwei künstlerische Positionen aus Wien vor und widmet sich drängenden Fragen zur Kunstproduktion.
Katharina Kamph ist performative Objektkünstlerin, deren Werke sich am DIY-Gedanke orientieren und dazu einladen, bewegt, benutzt oder spielerisch erkundet zu werden. Mit den Objekten eröffnet Kamph einen spielerischen Zugang zu Geometrie, Philosophie oder Mythologie. Lola Pfeifer verfremdet in ihren Arbeiten das Alltägliche. Sprache ist oft selbst Gegenstand der Werke und lebt zwischen Materialien, (pop-)kulturellen Anspielungen und persönlichen Bildwelten.
Katharina Kamph, Künstlerin, Wien
Lola Pfeifer, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien
Geh denken!
Naturglaube und Rechtsextremismus
Subtitle
Naturglaube und Rechtsextremismus
Antisemitismus geht im völkischen Denken nicht selten mit einem romantisierenden Naturglauben, Verschwörungsfantasien und esoterischen Weltdeutungen einher. Der Vortrag widmet sich den historischen wie auch inhaltlichen Kontinuitäten vom Glauben an eine „natürliche Lebensweise“ und das Recht des Stärkeren, Wissenschafts- und Impfablehnung, Volkskörperkult, Naturheilkunde und nicht zuletzt Antisemitismus. Historisch und ideologiekritisch werden diese Phänomene in das ambivalente Verhältnis zur modernen Gesellschaft eingebettet und Ansätze zur Erklärung eines antisemitisch und völkisch begründeten Naturglaubens präsentiert.
Isolde Vogel, Historikerin, DÖW, Wien
In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.
Damit das Spiel beginnt: Über das Nichts
Philosophische Buchpräsentation
Subtitle
Philosophische Buchpräsentation
Wo gespielt wird, beginnt schon das Denken. Warum ist aber in den vergangenen Jahrzehnten das spielerische Moment im Denken zunehmend zurückgetreten, zumindest in den beiden Gestalten, in die sich die Philosophie gespalten hat – die ihrer Akademisierung und die ihrer Popularisierung? In seinem Buch unternimmt Düttmann den Versuch, ein offenes Spiel zu denken, am Leitfaden der Gedanken Adornos, Derridas, Heideggers und Kants. Er versteht das Spiel vom Nichts her: Im und als Spiel teilt sich das Nichts dem Denken mit, und diese Mitteilung, die das Spielen ist, äußert sich in der Freude.
Antonia Birnbaum, Université Paris 8, Paris / Wien
Brigitte Felderer, Social Design, Universität für angewandte Kunst Wien
Alexander García Düttmann, Philosoph, Berlin
Amanda Holmes, Philosophie, Universität für angewandte Kunst Wien
Robert Pfaller, Philosoph, Kunstuniversität Linz
Jan Völker, Philosophie, Universität für angewandte Kunst Wien
Alexander García Düttmann, Damit das Spiel beginnt: Über das Nichts, Frankfurt a. M.: Vittorio Klostermann 2026
In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst Wien.
FLUVIALE — STREAM.fields 26
Symposium
Subtitle
Symposium
Jahresabschluss des internationale Symposiums STREAM.fields 26 – das diskursive Format des mobilen, transdisziplinären Kunstfestivals FLUVIALE, das seit Juni 2025 entlang der Projektachse von Sizilien bis Skjervøy in Norwegen, durch Europa reist.
Berichte und Gespräche
Erfahrungen und Prozesse mit Jennifer DeFelice, Darko Fritz, Jens Hauser, Skade Henriksen, Julia Herzog, Thomas J. Jelinek, Aiko Kazuko Kurosaki, Gertrude Moser-Wagner u. a.
Filmscreening
Along the Line: 16 month FLUVIALE (AT 2026), R: Thomas J. Jelinek, 40 Min.
Projekpräsentationen
> ReDefuse < Vulkan-Projekt, Gertrude Moser-Wagner
> SULFUR < Schwefelabbau in Sizilien, Marcella Barone
> unter uns / under us < Verschiebungen des Untergrunds, Sabine Grupe
Lectures:
Codes of Reality, Christoph Hubatschke
The Culture of Codes, Julia Grillmayr
Algorithmic Codes and Digital Commons, Ramón Reichert
Podiumsdiskussion: Codes of Change
Was sind die Codes, die unsere Realität bestimmen und beeinflussen und was sind die Codes, die diese verändern können?
Moderation: Julia Grillmayr
Konzert und performativer Abschluss: Performing Codes
Nikolaus Gansterer & Martin Siewert
Marcella Barone, Künstlerin, Accademia di Belle Arti di Catania (IT)
Jennifer DeFelice, Künstlerin, Co-Kuratorin, Brno (CZ)
Darko Fritz, Co-Kurator, Zagreb (HR)
Nikolaus Gansterer, Künstler, Researcher, Wien [AT]
Julia Grillmayr, Professorin für Kulturwissenschaften, Linz (AT)
Sabine Grupe, Hydrologin, Wien (AT)
Jens Hauser, Kunst- und Medientheoretiker, Kurator [DE/FR]
Julia Herzog, Univ. f. Musik u. Darstellende Kunst Wien, Projektleiterin: Arts of Change [AT]
Christoph Hubatschke, Philosoph, FLUVIALE, Wien (AT)
Thomas J. Jelinek, Leitung FLUVIALE, Wien (AT)
Aiko Kazuko Kurosaki, Performerin, One Billion Rising Austria, Wien (AT)
Gertrude Moser-Wagner, Board der FLUVIALE, Wien (AT)
Ramón Reichert, Kultur- u. Medientheoretiker, Univ. f. angewandte Kunst Wien, Donau-Univ. Krems [AT]
Martin Siewert, Musiker, Wien (AT)
Tanja Vujinovic, Künstlerin, Ljubljana (SL)
In Kooperation mit FLUVIALE.
Intergenerationale Verbindungen
Diskussion
Subtitle
Diskussion
Mit welchen Allianzen begegnen Kunst und Gesellschaft den Fragen der Gegenwart? In der Geschichte des Depot ging es regelmäßig um den Austausch zwischen den Generationen: Was macht das System Kunstbetrieb aus, welchen gesellschaftlichen Veränderungen ist es unterworfen, wie verlaufen Karrieren und persönliche Entwicklungen von Künstler*innen? Der Abend knüpft an diese Tradition an und beleuchtet künstlerische Praxis, wandelnde Technologien, Wissenstransfer und politische Rahmenbedingungen aus einer feministischen Perspektive.
Renate Bertlmann, Künstlerin, Wien
Leyla Yenirce, Künstlerin, Berlin
Moderation: Nicole Scheyerer, Kunstkritikerin, Wien
Dezember 2026
Vortragsreihe: Frieden schaffen
Frauen schaffen Frieden
Subtitle
Frauen schaffen Frieden
Die weltweiten Rüstungsausgaben sind in den letzten Jahren enorm gestiegen. Zugleich nimmt die Zahl der bewaffneten Konflikte zu. In dieser Konstellation fordern Frauen-Friedensorganisationen, dass endlich umfassend in Frieden und Abrüstung investiert wird. Sie kritisieren jene militärischen und patriarchalen Machstrukturen, die Gewalt und Ungleichheit überhaupt erst hervorbringen. Feministische Friedensarbeit kann auf zahlreiche historische Errungenschaften zurückblicken und ist heute notwendiger denn je. Im Zentrum des Vortrags stehen die Analysen, Herausforderungen und Maßnahmen von Frauen-Friedensorganisationen.
Rosa Logar, Women’s International League for Peace & Freedom, Wien
In Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung.
Acts of Keeping
Presentation INSERT #10
Subtitle
Presentation INSERT #10
INSERT. Artistic Practices as Cultural Inquiries is a platform seeking to bring together artistic, scientific and curatorial practices in the frame of culture analytical research. With Acts of Keeping: Vernacular Archives and Social Performances of Memory the editors focus on family albums, a dress, embodied repertoires, collected militaria – which exist outside of institutional record-keeping and follow their own logics of care, contingency and social relation. The archive is hereby understood both as a repository and as an event. The question of how artistic research can stay accountable to the vernacular properties of its objects remains open.
Ana de Almeida, Academy of Fine Arts Vienna / Academy of Fine Arts Munich
Lena Ditte Nissen, University of Art and Design Linz / ÖAW
Elif Süsler-Rohringer, University of Applied Arts Vienna / ÖAW
In cooperation with INSERT.
mother of pearls
Buchpräsentation
Subtitle
Buchpräsentation
Der Dialog zwischen Bild und Text ist beim Verlag Positionen Programm, ebenso der feministische Anspruch. Die neue Publikation verhandelt mit Gedichten und Texten auf Deutsch und Englisch familiäre und partnerschaftliche Beziehungen, die Verbindung zur eigenen künstlerischen Arbeit, zu Sexualität und Bedürftigkeit: „mother of pearls ist ein zärtlich-widerständiger Dialog zwischen Gedichten und Zeichnungen. Hauptgesprächsthema ist der Körper, na klar, und er windet sich in Farben, Formen und Worten über die Seiten. Wir hören im Grunde nur zu.“
Melanie Ludwig, Künstlerin, Linz
Maria Stadlober, Autorin, Performerin, Berlin
Moderation: Daniela Banglmayr, Positionen, Linz
Maria Stadlober & Melanie Ludwig, Mother of Pearls, Linz: Positionen 2026
Digital Occultism x Foreign Bodies
Book presentation
Subtitle
Book presentation
Two new additions to Aksioma’s multithread series take the stage: Digital Occultism traces memetic circulation through occult logics, showing how online fictions become material realities, politics turn into psychological warfare, and algorithmic feedback engineers desire across digital culture. Foreign Bodies is a theory-fictional discussion on architecture’s role in culture as a defense mechanism against technics, set in a near-future Wadi Rum, where a speculative tourist complex of metallised tents and quasicrystalline monoliths becomes an amplifier of the foreign, exposing the inhuman technical kernel at the core of the human.
Mikkel Rørbo, researcher, Vienna
Sophie Publig, researcher, Vienna
Tisa Troha, architect, Ljubljana
Moderation: Lea Sande, student researcher, Ljubljana
Sophie Publig, Mikkel Rørbo, Digital Occultism, Ljubljana: Aksioma 2026
Tisa Troha, Foreign Bodies, Ljubljana: Aksioma 2026
In cooperation with Aksioma – Institute for Contemporary Art Ljubljana and Weibel Institute for Digital Cultures, University of Applied Arts Vienna.
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Der Eintritt zu allen Veranstaltungen im Depot ist frei.
Durch Ihre Teilnahme erklären Sie sich damit einverstanden, dass während der Veranstaltung angefertigte Aufnahmen für die Öffentlichkeitsarbeit des Depot verwendet werden dürfen.