Programm


März 2026

Donnerstag, 12. März 2026,

(Un)bequeme Erinnerung

Ein Gedenkort für Rom*nja und Sinti*zze

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Ein Gedenkort für Rom*nja und Sinti*zze

Ein Großteil der österreichischen Rom*nja und Sinti*zze wurde im Nationalsozialismus ermordet. Über lange Zeit wurde der rassistische Völkermord an den Rom*nja und Sinti*zze geleugnet und verschwiegen. Die Überlebenden waren in der Zweiten Republik mit ungebrochenem Rassismus und mit Diskriminierung konfrontiert. Ende der 1980er-Jahre formierte sich eine soziale Bewegung von Rom*nja und Sinti*zze, die ihr Eintreten für gleiche Rechte und Chancen mit der Forderung nach Anerkennung und Aufklärung über den nationalsozialistischen Völkermord verknüpfte. Trotz wichtiger Erfolge gibt es bis heute keinen zentralen Gedenkort für Rom*nja und Sinti*zze in Wien. Der Vortrag diskutiert den langen Kampf um Anerkennung und aktuelle Fragen zu Erinnerungslücken im öffentlichen Raum.

Mirjam-Angela Karoly, Politikwissenschaftlerin, Wien

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Samstag, 14. März 2026,

Tricky Women Tricky Realities

Artist Talk: From Where They Stood

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Artist Talk: From Where They Stood

This year’s Tricky Women Tricky Realities Artist Talk brings together selected animated works featured in the festival program that all negotiate “terms of proximity” as in exploring proximity and distance in relation to (auto)biographical experiences and stories. The featured filmmakers center narrative and visual strategies that approach the fine line between the private and public from a feminist standpoint. By doing so, personal experience is approached not only as a basis for narrative or visual storytelling, but also as something that is emotionally affected by what is close: memories, bodies, body parts, community, kin.
By exploring both the film’s (auto-)biographical aspects and the experiences of the filmmakers engaging with them, questions arise: What “terms of proximity” exist in (auto-)biographical or autofictional storytelling? How is closeness and distance negotiated when it comes to biographical or autobiographical stories? Under what circumstances can intimate spaces, memories and testimonies be translated into public spheres? What is the potential of animation to hold space for the personal, the private, the intimate – the „unfolded“ person?

An event by Tricky Women Tricky Realities.

Schwerpunkt 2026: Übergänge / Transitions
Montag, 16. März 2026,

Kollektive Kämpfe

Feminismus in Lateinamerika und der Karibik

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Feminismus in Lateinamerika und der Karibik

Wie haben Bewegungen wie Ni Unas Menos FLINTA weltweit inspiriert? Und warum wurden sie für feministische Aktivist*innen zum Vorbild? Über das Lernen von diesen feministischen Bewegungen schreibt Sophia Boddenberg, die seit 2014 in Lateinamerika lebt und von dort als Journalistin berichtet, in ihrer Publikation Revolution der FrauenVon Feministinnen aus Lateinamerika lernen. Marcela Torres Heredia ist in Kolumbien aufgewachsen und Mitautorin des Buches Femi(ni)zide: patriarchale Gewalt bekämpfen. Im Forum Decolonizing in Vienna macht sie zwischen Wissenschaft und Kunst dekoloniale Praktiken sichtbar.
In Argentinien, das lange als Vorzeigeland galt, schränkt die Milei-Regierung Rechte von FLINTA ein, in Costa Rica und Chile erstarken die Rechten. Auch in den USA und Europa sind antifeministische Kräfte auf dem Vormarsch. Im Gespräch entsteht ein transnationaler Dialog zwischen Erfahrungen und verschiedenen Wissensformen aus beiden Seiten des Atlantiks. Wie lassen sich internationale feministische Allianzen und solidarische Komplizenschaften bilden?

Sophia Boddenberg, Journalistin, Buenos Aires
Marcela Torres Heredia, Pädagogin, Forscherin, Universität Wien
Moderation: Stefanie Klamuth, Buchhandlung Librería Utopía, Wien

In Kooperation mit Mandelbaum Verlag und Verbrecher Verlag.

Schwerpunkt 2026: Übergänge / Transitions
Mittwoch, 18. März 2026,

Archäologie für Subkultur*

Offenes Labor / Lecture Performance

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Offenes Labor / Lecture Performance

Archäologie für Subkultur* ist ein kollektives Artistic-Research-Projekt, das sich mit den Bedeutungen, Geschichten und Erinnerungen rund um Orte der Subkultur auseinandersetzt. Es widmet sich der performativen Dokumentation und Archivierung von jenen, die sich in einem Transformationsprozess befinden, gefährdet oder bereits verschwunden sind und nur noch Spuren hinterlassen haben.
In dem temporären Archäologie-Department für Subkultur* können Besucher*innen des Depot Teil der kollektiven Geschichtsschreibung werden und kleine Fundstücke zur Archivierung mitbringen. In der Lecture Performance wird Archäologie für Subkultur* präsentiert und ein Dialog zu performativer Forschung, Archivierung und Archäologie geführt.

16.00–18.30: Offenes Labor des Archäologie-Departments für Subkultur
19.00: Lecture Performance von Lia Quirina

Ljubica Jakšić, Archivar*in, Kunstsammlung und Archiv, Universität für angewandte Kunst Wien
Leona Kohl, Archäologin, Institut für Urgeschichte und Historische Archäologie, Universität Wien
Lia Quirina, Künstlerin*, St. Pölten

Schwerpunkt 2026: Übergänge / Transitions
Donnerstag, 19. März 2026,

MEZEKƎRƎ

Forming a new Space

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Forming a new Space

Opening in May in the former Sophienspital, MEZEKƎRƎ is a space for global and diasporic artistic practices. It aims to explore cosmologies of care, conviviality and social transformation.
MEZEKƎRƎ deliberately anchors its artistic and curatorial reference points in the Global Majority and its diaspora. It will host not only exhibitions and performances, but also formats for exchange, residency programs, and long-term research projects.
How can a new translocal space with international connections be created?

Mbatjiua Hambira, Managing Director, Curator, MEZEKƎRƎ, Vienna
Marissa Lôbo, Artistic Director, MEZEKƎRƎ, Vienna
Moderation: Lina Paulitsch, Journalist, Falter, Vienna

In cooperation with MEZEKƎRƎ.

Freitag, 20. März 2026,

Sinn & Brandung

Buchpräsentation // Depot Café

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Buchpräsentation // Depot Café

Die Veranstaltung findet im Depot Café statt.

Mit SINN & BRANDUNG legt Benedikt Steiner seinen zweiten Gedichtband vor. Erneut bilden die Texte durch eine Verräumlichung des Sinns im Blattraum skulpturale, an musikalische Partituren erinnernde Felder. Anstelle von Titeln kommt dabei ein fortlaufendes JETZT zu stehen, das die Texte strukturiert. Surreale Bilder von Versehrtheit und Verlust mischen sich mit widerständiger Sehnsucht und bittersüßer Lebendigkeit. Die Atmosphäre der Gedichte ist geprägt von einer flirrenden Spannung zwischen Bedeutungsüberschuss und Sinnmangel, was von Zeichnungen des Autors nochmal unterstrichen wird.

Benedikt Steiner, Dichter, Künstler, Wien

Montag, 23. März 2026,

Bewährungsprobe #57

Künstler*innengespräch

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Künstler*innengespräch

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen. Zwei Positionen werden durch die Künstler*innen vorgestellt. Dabei werden regelmäßig Möglichkeitsräume zeitgenössischer Kunstpraxis in Wien untersucht und mit dem Publikum verhandelt.
Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf arbeiten in gemeinsamer Autorinnenschaft an künstlerisch-forschenden Projekten zu Wechselwirkungen zwischen Raum- und Geschlechterordnungen, zu öffentlichen Räumen sowie mit fotografischen Inszenierungen und textilen Objekten.
In Nora Jacobs Arbeiten steht Scheitern an erster Stelle; es besitzt die Kraft für (positive) Veränderungen wie Selbstermächtigung und Möglichkeitsorten, die Platz machen für queere Utopien. Dabei entstehen großformatige installative Werke für den öffentlichen Raum oder Performances in Laut- und Gebärdensprache.

Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf, Künstlerinnen, Wien
Nora Jacobs, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Mittwoch, 25. März 2026,

SOAL: Von Rio nach Belem

Ein kapitalistisches Ringelspiel?

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Ein kapitalistisches Ringelspiel?

Beim „Erdgipfel“ (Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung) 1992 in Rio de Janeiro nahmen vorwiegend Politiker*innen und 2.400 Vertreter*innen von NGOs teil. Schienen bei den folgenden Weltklimakonferenzen Ursachen und Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels noch ernst genommen zu werden, stellen bei den Treffen seit den 2020er-Jahren zunehmend Lobbyist*innen der fossilen und immer stärker der erneuerbaren Energie die Mehrheit der Teilnehmenden. Belem gleicht schon einer riesigen Messeveranstaltung für „grüne“ Energie. Ganz im Sinne des kapitalistischen Wachstumsfetischs – besser, größer, mehr. Dieses kapitalistische Profitstreben vertieft die Klimakrise, vergrößert die soziale Ungleichheit und zerstört unseren Planeten.

Eine Veranstaltung der Sozialistische Alternative (SOAL).

Schwerpunkt 2026: Übergänge / Transitions
Freitag, 27. März 2026,

Klasse für Alle

Composting Compost

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Composting Compost

Since 2022, composting has been the focus of collaborative learning in the Klasse für alle. Composting means engaging in ecological cycles on a daily basis – developing a care for what nourishes us – and recognizing the relationships between decay, transformation, and change.
Composting is a physical practice that connects us to the world, requiring attention and solemn presence. Cultivating compost means cultivating relationships in learning from and learning with people, plants, earth, the non-human world. Composting strategies are for everyone, but so are artistic practices such as (deep) listening, moving, writing, fermenting, braiding nettles, and much more. Together with members of the compost collective, we explore and reflect on different forms of composting.

In cooperation with University of Applied Arts Vienna.

April 2026

Montag, 13. April 2026,

Lob der Überwachung

Buchpräsentation

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Buchpräsentation

Überwachung hat einen schlechten Ruf, jede Datensammlung – ob durch den Staat oder von Digitalkonzernen betrieben – ist suspekt. Demgegenüber gälte es, Überwachung auch positiv zu denken: als Form der Sorge, als Möglichkeit guten Regierens, als Produktivkraft. Denn Überwachung kann auch bedeuten, Vermieter an Preistreiberei zu hindern, Raser im Straßenverkehr auszumachen, Finanzkriminalität aufzudecken. Auch für eine post-kapitalistische Gesellschaft sind die Technologien des Überwachungskapitalismus von entscheidender Bedeutung.

Timo Daum, Universitätsdozent, Autor, Wien / Berlin
Lesung: Maria Harpner, Übersetzerin, Sängerin, Wien
Moderation: Sigrid Kroismayr, Soziologin, Wien

Timo Daum, Lob der Überwachung. Für eine kollektive Datenpolitik, Hamburg: Edition Nautilus 2026

Dienstag, 14. April 2026,

Mensch gegen Maschine?

Buchpräsentation

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Buchpräsentation

Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr gesellschaftliche Bereiche vor, oft ohne Bewusstsein dafür, ob es auch sinnvoll ist. Häufig heißt es, KI sei unausweichlich und nicht aufzuhalten. Doch gibt es sensible Bereiche, in denen ihr Einsatz zu riskant ist? Wie verstärkt KI ohne klare Regeln bestehende Ungleichheiten, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und soziale Isolation? Wie können solidarische Strategien aussehen, damit die KI Arbeit erleichtert?

Angelika Adensamer, Juristin, Kriminologin, Wien
Sara Hassan, Autor*in, Trainer*in, Wien
Sebastian Klocker, ÖGB-Stabstelle Digitalisierung und Technik, Wien

Sara Hassan & Josefa Niedermaier (Hg.), Gespräche über organisierte Ungleichheit – und wie wir solidarisch das System hacken, Wien: ÖGB 2026
Sebastian Klocker & Adele Siegl (Hg.), KI verstehen und gestalten. Künstliche Intelligenz und die Arbeitswelt, Wien: ÖGB 2026

Mittwoch, 15. April 2026,

Rethinking Politics: Student Protests in Serbia

World Café & Discussion

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World Café & Discussion

How can civil protests reshape political practice? How does grassroot activism work without leaders? What role can universities play as spaces of democratic engagement? Student activists from Serbia will reflect on their protests and strategies and discuss broader political implications.
Before the panel discussion, Depot opens for networking, exchange and practicing solidarity for a World Café with further guests from the diasporic Post-Yugoslav community in Vienna.

15.00–17.00 World Café
Registration: rethinkingpolitics.hkw@univie.ac.at

19.00 Panel Discussion

Davud Delimeđac, Faculty of Political Science, Belgrade University
Mila Jovanović, Faculty of Political Science, Belgrade University
Natalija Petrović, journalist, Blokada INFO, Faculty of Philosophy, University of Novi Sad
Tatjana Rašić, Faculty of Philosophy, University of Novi Sad
Moderation: Tamara Cvetković, Institute for Culture Management and Gender Studies, mdw – University of Music and Performing Arts Vienna

The event is part of the Days of Attention — Student Protests in Serbia at the University of Vienna.

Donnerstag, 16. April 2026,

Salon an.schläge

Wechseljahre

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Wechseljahre

Die Wechseljahre sind keine Krankheit – dennoch berichten rund zwei Drittel der Frauen während dieser Phase der Hormonumstellung über verschiedene Beschwerden. Gesellschaftlich galt das Thema lange als Tabu, inzwischen ist ein lukrativer Markt für Wellnessprodukte entstanden. Beim Salon an.schläge geht es passend zum Gesundheitsschwerpunkt der aktuellen Ausgabe um Diskriminierung, den Gender Health Gap und die Lust am Altern.
Sylvia Gaiswinkler ist für die nationale Koordinationsstelle Frauen- und Gendergesundheit verantwortlich. Sie setzt sich mit sozioökonomischen Effekten von Geschlecht, Gender, Migrations- und Fluchthintergrund auf Gesundheit auseinander. Bella Angora befasst sich in Performances und Theaterprojekten auch mit dem Altern. Ihre Auseinandersetzung mit Transformationen vollzieht sich symptomatisch und essenziell anhand ihrer selbst.

Bella Angora, Künstlerin, Wien
Sylvia Gaiswinkler, Senior Health Expert, Gesundheit Österreich GmbH, Wien
Moderation: Lea Susemichel, an.schläge, Wien

In Kooperation mit an.schläge – das feministische Magazin.

Dienstag, 21. April 2026,

feminismen diskutieren

Kinder, Küchentisch und Klasse

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Kinder, Küchentisch und Klasse

Wer kann sich Kinder, wer eine Abtreibung leisten? Was hat die soziale Herkunft mit reproduktiver Gerechtigkeit zu tun? Bis 1975, als die Fristenregelung in Österreich in Kraft trat, wurden Abtreibungen als Verbrechen noch rigoros verfolgt. Armutsbetroffene konnten sich dem kaum entziehen. Heute, fünfzig Jahre später, spielt Geld immer noch eine große Rolle – eine Abtreibung ist privat zu bezahlen und sehr teuer.
Sylvia Köchl, Autorin von Delikt Abtreibung, und Brigitte Theißl, Co-Autorin von Klassenreise, Solidarisch gegen Klassismus und Ungesunde Verhältnisse, sprechen miteinander über Gestern und Heute.

Sylvia Köchl, Politikwissenschaftlerin, Journalistin, Wien
Brigitte Theißl, Journalistin, Autorin, Vortragende, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Mittwoch, 22. April 2026,

(Un)bequeme Erinnerung

Inklusives Gedenken

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Inklusives Gedenken

Perspektiven auf Geschichte, Macht und Non-Praxis: Wie kann Erinnerungskultur inklusiv gestaltet werden – und welche Akteur*innen fehlen bislang? Disclaimer: Ausgangspunkt der Veranstaltung ist die kritische Feststellung, dass auch sie selbst nicht inklusiv und nicht frei von Ausschlüssen ist. Menschen mit Behinderungen sind in erinnerungspolitischen Diskursen unterrepräsentiert und ausgeschlossen, u. a. durch sprachliche, strukturelle und physische Barrieren. Vor diesem Hintergrund wird eine Definition von Inklusion diskutiert. Davon ausgehend wird der Diskurs zur Verfolgung von Menschen mit Behinderungen im Nationalsozialismus und dessen Kontinuitäten kritisch analysiert. Best-Practice-Beispiele eröffnen Perspektiven für eine inklusivere Praxis.

Sebastian Dallinger, Kulturvermittler, Historiker, Wien
Maike Heinrich, Sozialarbeiterin, Wien
Denise Wiesmahr, Inklusionspädagogin, Lehrerin, Wien

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Schwerpunkt 2026: Allianzen bilden!
Mittwoch, 29. April 2026,

Science all inclusive?

Diskussion (hybrid)

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Diskussion (hybrid)

In ihrer Dissertation beschäftigt sich Michaela Joch mit der Zugänglichkeit von Universitäten für Wissenschaftler*innen mit Behinderungen. Sie präsentiert zentrale Ergebnisse und bietet einen Einblick in bestehende Exklusionsmechanismen. Welche Lösungsansätze werden diskutiert, um eine inklusivere akademische Umgebung zu schaffen? Der Vortrag richtet sich an Wissenschaftler*innen, Diversitätsbeauftragte, Entscheidungsträger*innen sowie alle Interessierten, die sich mit der Förderung von Inklusion im Wissenschaftsbetrieb auseinandersetzen.
Im Anschluss spricht sie mit der Behindertenbeauftagten für Studierende der Angewandten über konkrete Herausforderungen und Best Practice im Unialltag.
Diese Veranstaltung findet als hybrides Format statt: Veronika Merklein moderiert im Depot, Michaela Joch wird zugeschaltet.

Michaela Joch, Institut für Bildungswissenschaften, Universität Wien
Moderation: Veronika Merklein, Künstlerin, Behindertenbeauftragte für Studierende, Universität für angewandte Kunst Wien
Die Teilnahme ist vor Ort oder via Livestream möglich.

Mai 2026

Mittwoch, 27. Mai 2026,

Erregung muss erzählt werden!

Buchpräsentation

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Buchpräsentation

Erregung gilt in der Film- und Medienwissenschaft als audiovisuelles Phänomen, welches spiegelgleich jenen Zustand in den Betrachter*innen hervorrufen soll, den es darstellt. Die zentrale Vorannahme von Andrea B. Braidt lautet jedoch, dass Erregung erzählt werden muss: Die Autorin fasst „Erregung“ als Affekt, der als Bestandteil der Erzählung auf die Empathie der Zuschauer*innen wirkt, und von der Erzählperspektivierung spezifisch hervorgebracht wird. Anhand von Filmclips und Medienbeispielen (von Wuthering Heights bis Ashley Hans Scheirl) werden zentrale Thesen des Bandes diskutiert.

Andrea B. Braidt, Film- und Medienwissenschaftlerin, Universität Wien
Lisa Gotto, Filmwissenschaftlerin, Universität Wien
Andrea Seier, Medienwissenschaftlerin, Universität Wien

Andrea B. Braidt, Erzählte Erregung. Affekt, Empathie und Geschlecht in den Medien, Wien: Böhlau / Brill 2025


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