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Veranstaltungen

Heute
  • Tiere als künstlerische Akteur*innen

    Die Ausrufung des „Animal Turn“ in den 1990er-Jahren markierte einen Wandel des Tier-Mensch-Verhältnisses. Sie leitete eine kulturwissenschaftliche Wende ein, die auch die speziesübergreifende Kunst umfasste. Tierische „Künstler*innen“ wie das Schwein Pigcasso oder die documenta-Hündin Human erlangten Weltruhm.
    Inwiefern wird dieser Diskurs von philosophisch-ästhetischen und tierethischen Gesichtspunkten geleitet? Wie kann die Kunst von nichtmenschlichen Tieren den Blick auf Kultur und Ästhetik erweitern und möglicherweise zu einer Verbesserung der Lebenssituation von Tieren beitragen?

    Samuel Camenzind, Tierethiker, Institut für Philosophie, Universität Wien
    Lena Lieselotte Schuster, Künstlerin, Verein für speziesübergreifende Kunst, Wien
    Moderation: Marissa Lôbo, Künstlerin, Kuratorin, Wien

    https://youtube.com/live/ZUzD32B6Kbs

    Riders on the Storm

    Plattforms, Food Delivery, Gig-Jobs und die Stadt dazwischen: Wie verändert sich die Stadt, wenn nicht mehr zu Hause gekocht und auch nicht auswärts gegessen wird? Was bedeutet das für Haushalte, den öffentlichen Raum und diejenigen, die für die anderen unterwegs sind – bei jedem Wetter? Spätestens seit der Pandemie sind die Rider mit ihren Würfeln am Rücken nicht mehr aus den Städten wegzudenken.
    Ist die plattformbasierte Gig-Economy das moderne Tagelöhnertum, sind Rider das neue Subproletariat unserer Städte? Wie werden diese Akteur*innen im öffentlichen Raum berücksichtigt? Und welche Infrastruktur brauchen Menschen, die unser Essen liefern?

    Fabio Hofer & Ana Mikadze, Kurator*innen der Ausstellung Zwischen Pick-up & Drop-off. Wer unser Essen liefert (Wien Museum 2025)
    Riders Collective, Wien
    Harald Tapp, Architekt und Soziologe, TU Wien
    Emilia Bruck, Raumplanerin und Mobilitätsforscherin, TU Wien
    Moderation: Michael Klein & Amila Širbegović, ÖGFA, Wien

    In Kooperation mit ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.

    https://youtube.com/live/p7ZZzWSmbCc

    Artistic Practice in Times of War

    What does it mean to speak, write, and create while a war is still unfolding? Art theorists and artists examine the ethical stakes of cultural discourse in times of ongoing conflict, questioning the limits of interpretation, representation, and critical distance. The discussion asks how artistic, theoretical, and public forms of discourse can engage with violence, responsibility, and lived realities without simplifying them or reducing them to stereotypical or externally imposed narratives.

    Asia Bazdyrieva, scholar, writer, Weibel Institute for Digital Cultures at the University of Applied Arts Vienna
    Katia Denysova, art historian and curator, University of Tübingen, fellow IWM Vienna
    Nikolay Karabynovych, artist, Amsterdam
    Georg Schöllhammer, springerin, tranzit.at, Office Ukraine, Vienna
    Moderation: Anastasiia Diachenko, Office Ukraine Vienna

    In cooperation with Office Ukraine.

    https://www.youtube.com/watch?v=cKjZkMFbM40
  • Raumgestaltung

    Der öffentliche Raum hat großen Einfluss auf die Lebensqualität von Stadtbewohner*innen. Metropolen genauso wie kleinere Gemeinden erleben gerade eine dynamische Transformation.
    Welche Möglichkeiten bieten sich Bürger*innen heute und in Zukunft, um ihre Umgebung mitzugestalten? Isa Klee diskutiert mit Vertreter*innen aus Wissenschaft, Verwaltung und Kultur über bestehende Verfahren, Praxisbeispiele und Potenziale partizipativer Raumgestaltung. Ein Abend rund um politische und soziale Teilhabe, künstlerische Interventionen und nachhaltige, ko-kreative Stadtentwicklung.

    Peter Fattinger, Architekt, TU Wien
    Sophie Netzer, Künstlerin, kollektiv raumarbeiterinnen, Linz
    Sithara Pathirana, Kuratorin, Klima Biennale Wien
    Sabine Pollak, Architektin, Kunstuniversität Linz
    Alexandra Rupp-Ebenspanger, Stabstelle BürgerInnenbeteiligung, Stadt Wien
    Moderation: Isa Klee, Künstlerin und Aktivistin, Öko Campus Wien

    In Kooperation mit Öko Campus Wien.

    Kollektive Kämpfe

    Wie haben Bewegungen wie Ni Unas Menos FLINTA weltweit inspiriert? Und warum wurden sie für feministische Aktivist*innen zum Vorbild? Über das Lernen von diesen feministischen Bewegungen schreibt Sophia Boddenberg, die seit 2014 in Lateinamerika lebt und von dort als Journalistin berichtet, in ihrer Publikation Revolution der FrauenVon Feministinnen aus Lateinamerika lernen. Marcela Torres Heredia ist in Kolumbien aufgewachsen und Mitautorin des Buches Femi(ni)zide: patriarchale Gewalt bekämpfen. Im Forum Decolonizing in Vienna macht sie zwischen Wissenschaft und Kunst dekoloniale Praktiken sichtbar.
    In Argentinien, das lange als Vorzeigeland galt, schränkt die Milei-Regierung Rechte von FLINTA ein, in Costa Rica und Chile erstarken die Rechten. Auch in den USA und Europa sind antifeministische Kräfte auf dem Vormarsch. Im Gespräch entsteht ein transnationaler Dialog zwischen Erfahrungen und verschiedenen Wissensformen aus beiden Seiten des Atlantiks. Wie lassen sich internationale feministische Allianzen und solidarische Komplizenschaften bilden?

    Sophia Boddenberg, Journalistin, Buenos Aires
    Marcela Torres Heredia, Pädagogin, Forscherin, Universität Wien
    Moderation: Stefanie Klamuth, Buchhandlung Librería Utopía, Wien

    In Kooperation mit Mandelbaum Verlag und Verbrecher Verlag.