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Heute
  • Kollektive Kämpfe

    Wie haben Bewegungen wie Ni Unas Menos FLINTA weltweit inspiriert? Und warum wurden sie für feministische Aktivist*innen zum Vorbild? Über das Lernen von diesen feministischen Bewegungen schreibt Sophia Boddenberg, die seit 2014 in Lateinamerika lebt und von dort als Journalistin berichtet, in ihrer Publikation Revolution der FrauenVon Feministinnen aus Lateinamerika lernen. Marcela Torres Heredia ist in Kolumbien aufgewachsen und Mitautorin des Buches Femi(ni)zide: patriarchale Gewalt bekämpfen. Im Forum Decolonizing in Vienna macht sie zwischen Wissenschaft und Kunst dekoloniale Praktiken sichtbar.
    In Argentinien, das lange als Vorzeigeland galt, schränkt die Milei-Regierung Rechte von FLINTA ein, in Costa Rica und Chile erstarken die Rechten. Auch in den USA und Europa sind antifeministische Kräfte auf dem Vormarsch. Im Gespräch entsteht ein transnationaler Dialog zwischen Erfahrungen und verschiedenen Wissensformen aus beiden Seiten des Atlantiks. Wie lassen sich internationale feministische Allianzen und solidarische Komplizenschaften bilden?

    Sophia Boddenberg, Journalistin, Buenos Aires
    Marcela Torres Heredia, Pädagogin, Forscherin, Universität Wien
    Moderation: Stefanie Klamuth, Buchhandlung Librería Utopía, Wien

    In Kooperation mit Mandelbaum Verlag und Verbrecher Verlag.

    https://youtube.com/live/0eOwV4XfCxM

    Sinn & Brandung

    Die Veranstaltung findet im Depot Café statt.

    Mit SINN & BRANDUNG legt Benedikt Steiner seinen zweiten Gedichtband vor. Erneut bilden die Texte durch eine Verräumlichung des Sinns im Blattraum skulpturale, an musikalische Partituren erinnernde Felder. Anstelle von Titeln kommt dabei ein fortlaufendes JETZT zu stehen, das die Texte strukturiert. Surreale Bilder von Versehrtheit und Verlust mischen sich mit widerständiger Sehnsucht und bittersüßer Lebendigkeit. Die Atmosphäre der Gedichte ist geprägt von einer flirrenden Spannung zwischen Bedeutungsüberschuss und Sinnmangel, was von Zeichnungen des Autors nochmal unterstrichen wird.

    Benedikt Steiner, Dichter, Künstler, Wien

  • Lob der Überwachung

    Überwachung hat einen schlechten Ruf, jede Datensammlung – ob durch den Staat oder von Digitalkonzernen betrieben – ist suspekt. Demgegenüber gälte es, Überwachung auch positiv zu denken: als Form der Sorge, als Möglichkeit guten Regierens, als Produktivkraft. Denn Überwachung kann auch bedeuten, Vermieter an Preistreiberei zu hindern, Raser im Straßenverkehr auszumachen, Finanzkriminalität aufzudecken. Auch für eine post-kapitalistische Gesellschaft sind die Technologien des Überwachungskapitalismus von entscheidender Bedeutung.

    Timo Daum, Universitätsdozent, Autor, Wien / Berlin
    Lesung: Maria Harpner, Übersetzerin, Sängerin, Wien
    Moderation: Sigrid Kroismayr, Soziologin, Wien

    Timo Daum, Lob der Überwachung. Für eine kollektive Datenpolitik, Hamburg: Edition Nautilus 2026

    https://youtube.com/live/dLyuQOeMg0I?feature=share

    Mensch gegen Maschine?

    Künstliche Intelligenz dringt in immer mehr gesellschaftliche Bereiche vor, oft ohne Bewusstsein dafür, ob es auch sinnvoll ist. Häufig heißt es, KI sei unausweichlich und nicht aufzuhalten. Doch gibt es sensible Bereiche, in denen ihr Einsatz zu riskant ist? Wie verstärkt KI ohne klare Regeln bestehende Ungleichheiten, ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und soziale Isolation? Wie können solidarische Strategien aussehen, damit die KI Arbeit erleichtert?

    Angelika Adensamer, Juristin, Kriminologin, Wien
    Sara Hassan, Autor*in, Trainer*in, Wien
    Sebastian Klocker, ÖGB-Stabstelle Digitalisierung und Technik, Wien

    Sara Hassan & Josefa Niedermaier (Hg.), Gespräche über organisierte Ungleichheit – und wie wir solidarisch das System hacken, Wien: ÖGB 2026
    Sebastian Klocker & Adele Siegl (Hg.), KI verstehen und gestalten. Künstliche Intelligenz und die Arbeitswelt, Wien: ÖGB 2026

    feminismen diskutieren

    Wer kann sich Kinder, wer eine Abtreibung leisten? Was hat die soziale Herkunft mit reproduktiver Gerechtigkeit zu tun? Bis 1975, als die Fristenregelung in Österreich in Kraft trat, wurden Abtreibungen als Verbrechen noch rigoros verfolgt. Armutsbetroffene konnten sich dem kaum entziehen. Heute, fünfzig Jahre später, spielt Geld immer noch eine große Rolle – eine Abtreibung ist privat zu bezahlen und sehr teuer.
    Sylvia Köchl, Autorin von Delikt Abtreibung, und Brigitte Theißl, Co-Autorin von Klassenreise, Solidarisch gegen Klassismus und Ungesunde Verhältnisse, sprechen miteinander über Gestern und Heute.

    Sylvia Köchl, Politikwissenschaftlerin, Journalistin, Wien
    Brigitte Theißl, Journalistin, Autorin, Vortragende, Wien

    In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.