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Heute
  • Eine Frage der Perspektive

    Seit fünf Jahrzehnten arbeitet Lisl Ponger konsequent an ihrem bildnerischen Werk. Mit ihren Installationen, Filmen und inszenierten Fotografien erweist sie sich als skeptische Beobachterin von kulturellen Konstruktionen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Dabei scheut sie sich nicht, die Rolle von Autor*innenschaft, ästhetischer und gesellschaftlicher Repräsentation kritisch zu hinterfragen.
    Ihre Beteiligung an der aktuellen Ausstellung Die Welt von morgen wird eine weitere Gegenwart gewesen sein im Wiener mumok bietet den Anlass zu einem Arbeitsgespräch zwischen der Künstlerin und dem Kurator.

    Lisl Ponger, Filmemacherin, Fotografin, Medienkünstlerin, Wien
    Franz Thalmair, Kurator, mumok und Kunstraum Lakeside (Klagenfurt), Wien
    Moderation: Elisabeth Streit, Bibliothek Österr. Filmmuseum, Wien

    Elisabeth Streit & Dietmar Schwärzler (Hg.), Lisl Ponger. Semiotische Geister / Semiotic Ghosts, Wien: Mandelbaum 2025

    In Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum und mumok.

    Du sollst dir ein Bild machen

    Das Künstlerhaus war in den vergangenen Monaten von verschiedener Seite der Kritik ausgesetzt, die Ausstellung Du sollst dir ein Bild machen zeige blasphemische Kunstwerke, die das Christentum beleidigen. Im Zuge dessen wurde die Schließung der Schau gefordert.
    In Österreich ist die Freiheit der Kunst ein verfassungsrechtlich geschütztes Grundprinzip. Dem steht die Verletzung religiöser Gefühle gegenüber. Obwohl von kuratorischer Seite ein differenzierter Blick und Dialog im Vordergrund stand, löste die Schau Konflikte aus. Wie soll man damit umgehen?

    Jan Ledóchowski, Meldestelle für Christenfeindlichkeit, Wien
    Günther Oberhollenzer, Kurator, Künstlerhaus, Wien
    Deborah Sengl, Künstlerin, Wien

    In Kooperation mit dem Künstlerhaus.

  • Tiere als künstlerische Akteur*innen

    Die Ausrufung des „Animal Turn“ in den 1990er-Jahren markierte einen Wandel des Tier-Mensch-Verhältnisses.
    Sie leitete eine kulturwissenschaftliche Wende ein, die auch die speziesübergreifende Kunst umfasste. Tierische
    „Künstler*innen“ wie das Schwein Pigcasso oder die documenta-Hündin Human erlangten Weltruhm.
    Inwiefern wird dieser Diskurs von philosophisch-ästhetischen und tierethischen Gesichtspunkten geleitet? Wie kann die Kunst von nichtmenschlichen Tieren den Blick auf Kultur und Ästhetik erweitern und möglicherweise zu einer Verbesserung der Lebenssituation von Tieren beitragen?

    Samuel Camenzind, Tierethiker, Institut für Philosophie, Universität Wien
    Lena Lieselotte Schuster, Künstlerin, Interspecies Art Hub, Wien
    Moderation: Marissa Lôbo, Künstlerin, Kuratorin, Wien

  • Archäologie für Subkultur*

    Archäologie für Subkultur* ist ein kollektives Artistic-Research-Projekt, das sich mit den Bedeutungen, Geschichten und Erinnerungen rund um Orte der Subkultur auseinandersetzt.
    Es widmet sich der performativen Dokumentation und Archivierung von jenen, die sich in einem Transformationsprozess befinden, gefährdet oder bereits verschwunden sind und nur noch Spuren hinterlassen haben.
    In dem temporären Archäologie-Department für Subkultur* können Besucher*innen des Depot Teil der kollektiven Geschichtsschreibung werden und kleine Fundstücke zur Archivierung mitbringen.

    16.00–18.30: Offenes Labor des Archäologie-Departments für Subkultur
    19.00: Lecture Performance

    Lia Quirina, Künstlerin*, St. Pölten

    MEZEKƎRƎ

    Opening in May in the former Sophienspital, MEZEKƎRƎ is a space for global and diasporic artistic practices. It aims to explore cosmologies of care, conviviality and social transformation.
    MEZEKƎRƎ deliberately anchors its artistic and curatorial reference points in the Global Majority and its diaspora. It will host not only exhibitions and performances, but also formats for exchange, residency programs, and long-term research projects.
    How can a new translocal space with international connections be created?

    Concept: Marisel Bongola, Daliah Touré, Mbatjiua Hambira, Faris Cuchi Gezahegn, Marissa Lôbo, Maria Herold, Danilo Jovanović, Catrin Seefranz

    In cooperation with MEZEKƎRƎ.