Archiv


Jänner 2024

Mittwoch, 10. Jänner 2024,

Der Mensch, die Person und das Wesen

Buchpräsentation

Maria Pober untersucht die Versprachlichung der wichtigsten Überbegriffe wie „der Mensch“, „die Person“ und „das Wesen“ und seiner Synonyme. Sie gelten in der Regel als genderinklusiv, also für alle menschlichen Wesen, selbst in der Feministischen Linguistik und Genderlinguistik. Ob dem wirklich so ist, wird einer gender-kritischen Untersuchung sowohl in grammatischer als auch in semantischer Hinsicht unterzogen. In der Spannung zwischen traditionellen Regeln und progressivem Sprachgebrauch wird in diesem Buch die Heteronormativität von Überbegriffen analysiert sowie für die Einführung einer genderinklusiven Lexikalisierung und Sprachpraxis plädiert.

Maria Pober, Lehrbeauftragte, Sprachwissenschaft / Germanistik, Universität Wien

Maria Pober, Redefining the Hypernym Mensch:in in German. Gender, Sexuality, and Personhood. Lanham: Lexington Books 2023

Dienstag, 16. Jänner 2024,

Civil Society Reimagined

Book presentation

The project Civil Society Reimagined. Citizens’ Memories and Imaginaries: Democratic Citizenship focused on communities that have historically been affected by oppression, pushed to the edge of society: Migrants, Queers, and Jews, in the Austrian context. The book documents, how social and community issues can be addressed in new ways, by combining Citizen Science with arts and artistic research. With highschool students as citizen artists and scientists, the project’s aim was to examine critically what it means to be – or not to be – a citizen, and how to develop collective strategies to confront states of exclusion and marginalization.

Assimina Gouma, University of Education, Vienna
Marina Gržinić, Academy of Fine Arts Vienna
Claudia Tazreiter, Linköping University / Sweden
Sophie Uitz, Academy of Fine Arts Vienna

Marina Gržinić, Sophie Uitz, Jovita Pristovšek (Eds.), Civil Society Reimagined. Citizens’ Memories and Imaginaries: Democratic Citizenship, Munich: kopaed 2024

Mittwoch, 17. Jänner 2024,

Big Data China

Buchpräsentation

China ist groß, China ist jung, und China ist digital. Der Alltag ist von den Konsum- und Kommunikationswelten geprägt, die die heimischen Digitalkonzerne in kurzer Zeit geschaffen haben. Der Staat hat diese Entwicklung geplant, gefördert und geleitet, und er greift auch entschieden und repressiv ein. In China ist eine Variante des digitalen Kapitalismus entstanden, die sich hinter dem Original aus dem Silicon Valley nicht zu verstecken braucht, auch was die Bereicherung ihrer Chefs angeht – und das in einem Land, das sich als sozialistisch versteht.
Maria Harpner liest. Heide Hammer und Timo Daum diskutieren mit dem Publikum.

Timo Daum, Hochschullehrer und Sachbuchautor, Wien / Berlin
Heide Hammer, Philosophin und politische Aktivistin von LINKS, Wien
Maria Harpner, Übersetzerin, Sopranistin, Wien

Timo Daum, Big Data China. Technologie – Politik – Regulierung, Wien: Mandelbaum 2023

Donnerstag, 18. Jänner 2024,

Parks im Kontext 2: Irchelpark Zürich

Vortrag und Diskussion

L-x 2024: Der gestaltete Grünraum und das (soziale) Klima.
Die Reihe untersucht Parks im Hinblick auf klimatische und soziale Herausforderungen. Der Irchelpark wurde im Sog der Umweltbewegung als Landschaftspark konzipiert. Er ist naturnah, arbeitet mit Gelände und setzt auf die Entwicklung unterschiedlicher Lebensräume bis zu Spontanvegetation und Wildwuchs. Er ist als Erholungsraum etabliert und steht unter Denkmalschutz. Der Landschaftsarchitekt Christian Stern war bei der Parkgestaltung 1978 durch das Atelier Stern + Partner und Eduard Neuenschwander beteiligt. Er erläutert Entstehung, Rezeption und heutige Bedeutung.

Christian Stern, Landschaftsarchitekt, Zürich
Moderation: Lilli Lička, Institut für Landschaftsarchitektur, BOKU, Wien

Eine Veranstaltung des Instituts für Landschaftsarchitektur, BOKU, Wien in Kooperation mit ÖGLA, Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur.

Montag, 22. Jänner 2024,

feminismen diskutieren

Malen mit Menstruationsblut

Auch wenn seit Kurzem rote statt blauer Flüssigkeit in Menstruationshygiene-Werbung gezeigt wird, vermitteln die Medien nach wie vor, dass es während der Menstruation das Ziel sein sollte, gleichbleibend zu funktionieren. Von damit zusammenhängenden Abwertungen sowie (versuchten) Unterdrückungen der eigenen Körperrhythmik gehen Gefahren für die Gesundheit von Menstruierenden aus. Im Malen mit Menstruationsblut liegen Potenziale für Prozesse der Umdeutung von Menstruation sowie das emanzipatorische Sichtbarmachen des eigenen Menstruierens.

Jane Bergmann, Motologin und Körperpsychotherapeutin, Simbach am Inn
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Donnerstag, 25. Jänner 2024,

Parks im Kontext 3: Gleisdreieck Berlin

Vortrag und Diskussion

L-x 2024: Der gestaltete Grünraum und das (soziale) Klima.
Die Reihe untersucht Parks im Hinblick auf klimatische und soziale Herausforderungen. Der Park am Gleisdreieck ist aus einer langen Bürger*innenbewegung entstanden. Er besteht aus Teilen, die sich in der Zeit der Brache entwickelten – Kleingärten und Wildwuchs – und aus funktionalen Bereichen wie Liegewiesen, Spiel- und Sportplätzen. Atelier Loidl gab dem Park ein starkes Gerüst. Die Fertigstellung erfolgte prozesshaft, Beteiligung ist auch in der Pflege des Parks ein wichtiges Moment. Laura Jeschke hat ihn in ihrer Dissertation auf Vegetation und Pflege hin erforscht.

Laura Jeschke, Landschaftsarchitektin, Madrid / Berlin
Moderation: Lilli Lička, Institut für Landschaftsarchitektur, BOKU, Wien

Eine Veranstaltung des Instituts für Landschaftsarchitektur, BOKU, Wien in Kooperation mit ÖGLA, Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur.

Montag, 29. Jänner 2024,

Bewährungsprobe #48

Künstler*innengespräch

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen.
Die Objekte und raumbezogenen Installationen von Karin Hatwagner entstehen aus dem Material, welches anderen unnütz geworden ist. Die Material-Fragmente überlagern sich und werden in eine neue Handlung übersetzt.
Anna Weberberger macht ihr Umfeld zum Material. Ihre Interventionen verwandeln das Alltägliche in situative Räume für augenzwinkernde Reflexion, Interaktion und Kritik. Zwischen Plastik, Readymade und Performance unterstreicht sie so das Absurde im Kern normierten Zusammenlebens.
Beide Künstlerinnen geben Vorgefundenem eine neue Form und Bedeutung. Die verschiedenen Umgangsweisen mit Bestehendem öffnen unserer Vorstellungskraft die Tür, wie man mit Leichtigkeit einem belastenden Erbe begegnen könnte.

Karin Hatwagner, Künstlerin, Wien
Anna Weberberger, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Februar 2024

Donnerstag, 22. Februar 2024,

D/Arts Sessions

Encouraging Practices

The event series D/Arts Sessions takes a closer look at collective and community-based forms of collaboration. In this session, we explore how people work together in art and community projects. Led by the artist collective Mai Ling, we focus on creating places and networks for people who face discrimination.
Mai Ling presents a diverse array of artistic and discursive practices to address strategies to navigate conditions shaped by intersectional discrimination and microaggressions while seeking transformative and collective emancipation and healing.
Mai Ling, which started in Vienna in 2019, is an anonymous artist collective. They talk about and deal with racism, sexism, homophobia, and other unfair treatment, especially against Asian FLINT* (women, lesbian, inter*, non-binary, and trans*).

Mai Ling, artist collective, Vienna

In cooperation with D/Arts.

März 2024

Freitag, 1. März 2024,

Radical politics of non-arrival on a planet of tenements

Lecture

Historically, cities worldwide, including Berlin, New York, London, and Vienna, have been built upon a foundation of tenements. However, what defines the current moment in urban history is the migrants‘ radical politics of non-arrival as a means to escape capture and exploitation.
This discussion explores the convergences and divergences between tenement and migration histories in previous stages of urban development in the global north and amid ongoing planetary urbanization. Drawing on reflections from extensive engagement with migrant communities in India and Italy, the talk emphasizes the role of architecture and built environment professionals in collaborating with, rather than opposing, migrant struggles. It underscores the agency these professionals possess to positively contribute to the challenges faced by migrants in the complex and evolving landscape of global urbanization.

Nitin Bathla, lecturer and postdoctoral researcher, ETH Zurich
Moderation: Michael Klein, ÖGFA, Vienna

An event by ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
Registration: www.oegfa.at

Montag, 4. März 2024,

Porös werden

Buchpräsentation

Wo finden heute öffentliche Begegnungen und gesellschaftliche Auseinandersetzungen statt? Wie können die Räume von Theatern oder Museen porös werden, um neue Vorstellungen geteilter Räume in migrantischen und diasporischen Stadtgesellschaften zu erproben? Selbstorganisierte Initiativen, auch in Kollaboration mit Institutionen, leisten Wesentliches für das Porös-Werden und erzeugen durch kulturelle und künstlerische Arbeiten neue Vorstellungen geteilter öffentlicher Räume. Das Buch versammelt Beiträge von Dramaturg*innen, Kurator*innen und Wissenschaftler*innen, die neue Praxen geteilter Räume, performativen Kuratierens und urbaner Dramaturgien vorstellen und theoretisch reflektieren.

Katalin Erdödi, Kuratorin, Dramaturgin, Budapest / Wien
Michael Hieslmair, Künstler, Tracing Spaces, Wien
Barbara Holub, Künstlerin, Wien
Birgit Peter, Privatdozentin, Theaterwissenschaftlerin, Wien
Michael Zinganel, Kulturhistoriker und Künstler, Tracing Spaces, Wien
Moderation: Barbara Büscher, Professorin für Medientheorie und -geschichte an der HMT Leipzig & Elke Krasny, Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien

Barbara Büscher, Elke Krasny, Lucie Ortmann (Hg.), Porös-Werden. Geteilte Räume, urbane Dramaturgien, performatives Kuratieren, Wien: Turia + Kant 2024

Dienstag, 5. März 2024,

Queer-feministische Positionen

Buchpräsentation

Das Entstehen von Bewegungen wie Movimiento de Mujeres y Diversidades Indígenas por el Buen Vivir und Ni Una Menos oder Symbolen wie dem grünen Tuch für das Recht auf Abtreibung haben es ermöglicht, an einen dekolonialen und anti-hetero-cis-patriarchalen Feminismus aus Südamerika und der Karibik zu denken. Queer-Feministische Positionen bringt dekoloniale, kontra-patriarchale Ideen und diasporisches Wissen feminisierter Körper zusammen und zeichnet eine alternative Geografie queer-feministischer Militanz, politischer Aktivismen und transnationaler Allianzen.

Carla Bobadilla, Akademie der bildenden Künste Wien
Verónica Orsi, Alice Salomon Hochschule Berlin
Moderation: Marcela Torres Heredia, Universität Wien

Orsi, Verónica (Hg.), Queer-Feministische Positionen. Ausgangspunkt Südamerika und die Karibik, Münster: Unrast 2024

Mittwoch, 6. März 2024,

Instagram-Wohnen

Architektur als Bild

Welche Auswirkungen hat die mediale Repräsentation ästhetisierter Wohnbildwelten auf Plattformen wie Instagram auf das Verständnis von Architektur, Raum und Wohnen? Der Komplexität des Wohnens werden die dominanten Bildnarrative auf Instagram nicht gerecht, trotzdem finden die visuellen Wohnideale auch gebaute Übersetzungen und Anschlussstellen. Bernadette Krejs analysiert, was gegenhegemoniale Wohnbilder als politisch aktivistische Bilder für das Wohnen leisten können. Im Spannungsverhältnis von Bild und Architektur stellt sie alternative (Bild-)Möglichkeiten für mehr Diversität, Widerstand und Gemeinschaft in den Fokus – und bietet Impulse im Umgang mit digitalen und medial vermittelten Bildern.

Bernadette Krejs, Architekturschaffende, Forscherin, TU Wien
Peter Mörtenböck, Professor für Visuelle Kultur, TU Wien
Irene Nierhaus, Universitätsrätin der AAU-Universität Klagenfurt
Moderation: Maik Novotny, ÖGFA, Wien

Bernadette Krejs, Instagram-Wohnen. Architektur als Bild und die Suche nach gegenhegemonialen Wohnbildwelten,
Bielefeld: transcript 2023

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
Anmeldung: www.oegfa.at

Donnerstag, 7. März 2024,

Trans* Feminismen

Zeitschriftenpräsentation

Trans* Leben stehen aktuell im Zentrum gesellschaftlicher Debatten und Politiken. An ihnen werden Vorstellungen von Fortschritt und Freiheit, aber auch Bedrohung und Niedergang ausgehandelt. Zugleich prägen diese Debatten und Politiken trans* Leben, verunmöglichen, erschweren, normieren sie. Trans* zentrierte Analysen dieser Verhältnisse sind noch immer randständig. Femina Politica interveniert in diese Marginalisierungen und entwickelt dezidiert trans*feministische Analysen der Gegenwart.

Mascha Linke, Humboldt Universität zu Berlin
Gundula Ludwig, Universität Innsbruck
Yv Nay, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften
Zoe* Steinsberger, Universität Innsbruck

Zoe* Steinsberger, Gundula Ludwig (Hg.), Femina Politica: Trans* Ungleichzeitigkeiten und trans* Feminismen, 2023

In Kooperation mit dem Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung Innsbruck und Femina Politica. Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft.

Montag, 11. März 2024,

Geh Denken!

Die faschistische Stadt heute / morgen?

Unter einem provokant angesetzten Titel werden Tendenzen der Formung urbaner Gemeinwesen erörtert: aktuelle Tendenzen im städtischen Alltagsraum sowie im Planen und Bauen, die zunehmend antidemokratisch und an manchen Punkten als faschistisch aufzufassen sind. Öffentlicher Raum, Architektur, Wohnbau und die Gestaltung gesellschaftlicher Lebensbedingungen sind Ausprägungen von Politik und von Machtformationen. Ausgehend von Beobachtungen dazu in Österreich und Deutschland sprechen wir invers – anhand des „Anti-“ – von demokratischen Verhältnissen. Wir schlagen Symptomdeutungen und Unterscheidungsansätze vor: Wo haben wir es mit verschärften neoliberalen Zugriffen auf soziale Räume und Sicherungen zu tun? Wo wäre eher von neofeudal-autoritärer Entwicklung zu sprechen? Und wo zeigen sich im gebauten Raum Züge von faschistischen Denk- und Organisationsweisen – von ihrem Weg-haben-Wollen von „anderen“, ihrem Exzess an Mobilisierung, ihrem Flirten mit Gewalt?

Gabu Heindl, Architektin, Planerin, Aktivistin, Wien
Drehli Robnik, Essayist, Autor, Edutainer / Disk-Jockey, Wien

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Dienstag, 12. März 2024,

Ost*Post-Café

Vernetzung und Diskussion

Das Ost*Post-Café stellt intersektionale Positionen von Kunstschaffenden vor und dient als Vernetzungsplattform zum fluiden Terminus „post-ost“.
Wie können queere Erfahrungen zwischen Krieg und der Notwendigkeit nach Gerechtigkeit solidarisch gedacht werden und solidarisieren? Woran lassen sich kollektive und transgenerationale Vorstellungen von Räumen im Exil ausfindig machen und wie kann in Zeiten der Kriege gemeinsam dekolonial gedacht werden?
Vorgestellt wird das von Liudmyla Zadorozhna co-kuratierte Projekt Queer. War. Archive., das seit 2023 gemeinsam mit Jan Bacynsjkyi aus dem Exil betrieben wird und kontinuierlich Zeitzeug*innenberichte von LGBTQIA+ Personen in der Ukraine während des Krieges sammelt. Ein Teil des Queer. War. Archive besteht aus künstlerischen Positionen, die neben weiteren bildlichen Zeugnissen an dem Abend präsentiert werden.

Tubi Machlarzik, Dramaturg*in, Performer*in und DJ, Hannover / Wien
Małgorzata Oliwa, Lektorin, Kunstpädagogin, Akademie der bildenden Künste Wien
Liudmyla Zadorozhna, Philosophin, PhD Kandidatin, Lviv / Wien

Anmeldung: m.oliwa@akbild.ac.at

Donnerstag, 14. März 2024,

Architect’s migration, Meyer and the Bauhaus Brigade

Lecture

The central topic of this talk will be the mass migration of the architects and urban planners to the USSR in the 1930s. The economic crisis and political engagement made such creators as the second Bauhaus director Hannes Meyer, the radical urban planner Ernst May, the pioneer Austrian designer Margarete Schütte-Likhotsky, and many other of their colleagues go eastwards. There, regardless of human price it took, new factories were to be planned and built and their workers dwelled in new cities. What hopes and ambitions did the migrant architects have? Did they try to adapt to the dramatic context and try to realize their ideas? How did this attempt end for them?

Tatiana Efrussi, architecture historian, artist, Paris
Moderation: Andreas Vass, ÖGFA, Vienna

An event by ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
Registration: www.oegfa.at

Freitag, 15. März 2024,

Nachwasser

Buchpräsentation

Was ein Gedicht sein kann? Alles. Frieda Paris‘ Debüt Nachwasser ist durchlässig, tiefschichtig, auffächernd. Hier schreibt eine Schreibende, die den Einflüsterungen ihrer Wortmütter ebenso lauscht wie denen eines Vogels, der auf ihrer Schreibschulter ein Nest gebaut hat. Der Text lässt seine Leser*innen an der Entstehung eines langen Gedichts teilhaben, nimmt sie mit an den Schneidetisch, wo alles zusammenfindet: gestrandetes Poesiegut, Tränensalz, Wörter der Kindheit – und Zettelrückseiten aus dem Nachlass der großen Wortmutter Friederike Mayröcker. Unbeirrt legt die Autorin Sätze für sich und die Lesenden auf die Kante des Tischs, hin zu einem einzigen lebenslangen Satz, in der Hoffnung, er möge – irgendwann – auf jemanden zuhalten.

Frieda Paris, Autorin, Wien
Moderation: Helge Pfannenschmidt, Verleger, Dresden

Frieda Paris, Nachwasser, Berlin: VQ AZUR 2024

Montag, 18. März 2024,

Crit Cross #22

„Das knallt nicht so“. Kunstkritik im Zeitalter der Nutzeroptimierung.

„Das knallt nicht so“, fasste Hannah Bethke von Zeit Online unlängst in einem Plädoyer für das Feuilleton die Wahrnehmung von Rezensionen zusammen. Sie produzieren nicht die erforderlichen Klickzahlen. Und wenn sie im Print weiterhin einen Platz haben, dann nur weil Leserschaft dort nicht gut messbar ist. Vor dem Hintergrund dieser Skepsis kommt Crit Cross. A Forum on Art Criticism von Verein K mit Wiener Kunstkritiker*innen ins Gespräch, die für zwei große Tageszeitungen arbeiten. Wie sehen sie ihre Aufgabe in der aktuellen Kritiklandschaft?

Michael Huber, Kurier, Wien
Almuth Spiegler, Die Presse, Wien
Moderation: Klaus Speidel, Verein K / Universität für angewandte Kunst Wien

In Kooperation mit Verein K.

Dienstag, 19. März 2024,

Fair-Pay-Reader 2024

Präsentation

Kulturrat proudly presents: Der neue Fair-Pay-Reader! Aktualisiert, überarbeitet und ergänzt. Seit der ersten Ausgabe ist einiges in Bewegung geraten, (förder-)politisch wie auch in der Freien Szene selbst. Interessenvertreter*innen aus den verschiedenen Sparten werfen Schlaglichter auf den Stand der Dinge sowie aktuelle Herausforderungen bei der Verankerung fairer Bezahlung. Und aus Sicht der Künstler*innen und Kulturarbeiter*innen selbst? Aus vier Perspektiven wird über positive Entwicklungen und offene Probleme in ihrem Kontext berichtet.

Eva-Maria Bauer, Österreichischer Musikrat
Yvonne Gimpel, IG Kultur Österreich
Ulrike Kuner, IG Freie Theaterarbeit
Anja Malich, IG Übersetzerinnen Übersetzer
David Prieth, p.m.k – plattform mobile kulturinitiativen
Nathaniel Prottas, Wien Museum
Tristan Sindelgruber, Verein Standbild
Moderation: Daniela Koweindl, IG Bildende Kunst

In Kooperation mit dem Kulturrat Österreich.

Mittwoch, 20. März 2024,

Das Leben der Kunst – The Life of Art

Buchpräsentation

Das neue Buch von Bojana Kunst beschäftigt sich mit dem komplexen Verhältnis zwischen Leben und Kunst und diskutiert dieses unter dem Blickwinkel der Sorge. Dabei werden nicht nur die Hintergründe gegenwärtiger Sorgedebatten untersucht, sondern die Autorin streicht auch deren ambivalenten Charakter heraus: Sorge kann ebenso sehr Teil von Gewaltverhältnissen sein, wie sie zur Grundlage für eine poetisch-imaginative Neuorientierung von sozialer, ökologischer und mikropolitischer Relationalität werden kann.

Bojana Kunst, Philosophin, Dramaturgin und Performance-Theoretikerin, Universität Gießen
Stefan Nowotny, Philosoph, eipcp – European Institute for Progressive Cultural Policies, Wien / Málaga

Bojana Kunst, Das Leben der Kunst. Transversale Linien der Sorge, Wien: transversal texts 2023

Bojana Kunst’s new book deals with the complex relationship between life and art and discusses this relationship from the angle of care. The author not only critically examines various backgrounds to contemporary debates on care, but furthermore lays an emphasis on its ambivalent character: care can be part and parcel of relations of violence as much as it can become the basis for a poetic-imaginative reorientation of social, ecological and micropolitical relationality.

Bojana Kunst, philosopher, dramaturge and performance theorist, University of Gießen
Stefan Nowotny, philosopher, eipcp – European Institute for Progressive Cultural Policies, Vienna / Málaga

Donnerstag, 21. März 2024,

feminismen diskutieren

Widerstand dem Reproduktionsregime!

Wie kann die Kernfamilie in Hinsicht auf das gegenwärtige neoliberale, kapitalistische Gesellschaftssystem bewertet werden? Dazu wird zunächst auf die Marx’sche Analyse der Reproduktion der Ware Arbeitskraft eingegangen. Die Frage der Trennung von Kernfamilie und Reproduktionsarbeit als zentrales Kampfterrain eines weißen und bürgerlichen Feminismus wird durch militante und radikale Stimmen neu gestellt und beleuchtet. So soll der Lösung der Krise der sozialen Reproduktion entlang queerer, dekolonialer und klassenkämpferischer Praxen nachgespürt werden.

Johanna Klammer, Sozialwissenschafterin, Brixen / Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Freitag, 22. März 2024,

“…first there was the garden”

Book presentation

The conversation of two experts will look into the use and meaning of the garden, both public and private. The garden today fulfils more demands than ever. It is a refuge from digitalised life and a bridge to nature. It is cultivated and untamable. While for centuries the aim was to control nature, today it serves more as a place for retreat, a possible surrogate for wilderness, a habitat for animals or the dream of self-sufficiency, a place of community. The essays deal with garden as art, garden as a place of enchantment, garden as action and resistance.

Ana Kučan, landscape architect, publicist, principal of Studio AKKA, University of Ljubljana
Lilli Lička, landscape architect, activist, Institute of Landscape Architecture, BOKU, Vienna
Moderation: Eva Schmolmüller, ig-architektur, architecture magazine LAMA, teaching and projects at the interface between architecture and social work.

Ana Kučan, Mateja Kurir (eds.): Garden and Metaphor: Essays on the essence of the Garden. Birkhäuser, 2023

An event by the Institute of Landscape Architecture, BOKU, Vienna in cooperation with the Slovenian Cultural and Information Centre in Austria.

Montag, 25. März 2024,

Bewährungsprobe #49

Künstler*innengespräch

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen.
Marlene Lahmer arbeitet in ihrer skulpturalen Praxis an Fragen wie: Was sagt die Glasverarbeitung über Umwelt- und Arbeitsbedingungen? Wie können Biografie und Fiktion ineinandergreifen, um emanzipatorische Erzählungen zu formen?
Alja Piry arbeitet an der Schnittstelle von bildender Kunst und Literatur. In ihren fotografischen Serien oder textuellen Arbeiten wendet sie sich den scheinbar unwichtigen, ausgegrenzten oder übersehenen Phänomenen des sozialen, natürlichen und emotionalen Lebens zu.
Text und Lyrik sind für beide Künstlerinnen ein Gegengewicht zur bildnerischen Praxis.

Marlene Lahmer, Künstlerin, Wien
Alja Piry, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

April 2024

Mittwoch, 3. April 2024,

Climate Engineering

Buchpräsentation

Seit einigen Jahren sind Technologien, die die Folgen des anthropogenen Klimawandels rückgängig machen sollen, in den Klimaschutzplänen des Weltklimarats eingeplant. Um das Schlimmste zu verhindern, werden Projekte für einen „Plan B“ entwickelt, mit denen entweder die Sonne zwecks Abkühlung der Erde „abgeschattet“, oder aber das bereits emittierte Kohlendioxid wieder aus der Luft herausgeholt werden soll. Sogenanntes Climate Engineering, das Herumbasteln am Klima, ist nach offiziellen Verlautbarungen inzwischen unverzichtbar geworden. Wie können diese Vorhaben gesellschaftspolitisch eingeschätzt werden? Und wie sinnvoll sind sie aus einer Perspektive sozialer Gerechtigkeit?

Annette Schlemm, Physikerin und Philosophin, Milda / Thüringen
Moderation: Martin Birkner, Mandelbaum Verlag, Wien

Anette Schlemm, Climate Engineering. Wie wir uns technisch zu Tode siegen, statt die Gesellschaft zu revolutionieren, Wien: Mandelbaum 2023

Donnerstag, 11. April 2024,

Einfacher Hausrat

Buchpräsentation

Im Jahr 1916 rief die k. k. Kunstgewerbeschule Wien den Wettbewerb „Einfacher Hausrat“ aus, um preiswerte Möbel für die durch den Krieg verarmte Bevölkerung zu schaffen. Die Künstlerin Eva Engelbert nimmt das Thema zum Ausgangspunkt ihres Buches. Im Gespräch mit Jenni Tischer geht sie der Frage nach, welche Parallelen es zwischen den Ersatzstoffen aus dem Ersten Weltkrieg und der aktuellen Erforschung nachhaltiger Materialien gibt – zwischen Leerstellen in der Geschichtsschreibung und der Wiederbelebung traditioneller genderspezifischer Rollenverteilung. Welches widerständige Potenzial haben längst vergessene Praktiken und können sie zu einem empathischen und gleichberechtigten Zusammenleben beitragen?

Eva Engelbert, Künstlerin, Wien
Jenni Tischer, Künstlerin, Wien
Astrid Seme, Mark Pezinger Books, Wien

Eva Engelbert, Thomas Geiger, Astrid Seme (Hg.), Einfacher Hausrat. Auch beim Stehen in Bewegung bleiben, Wien: Mark Pezinger Books 2023

Freitag, 12. April 2024,

Postmigrantisches Wien

Die Stadt, ihre Infrastruktur und ihre Institutionen

Keine Stadt ohne Migration: Zuwanderung hinterließ ihre Spuren in historischen Urbanisierungsprozessen, wie sie auch die Gegenwart unserer Städte prägt. Aber spiegelt sich diese Realität auch in den etablierten Institutionen der Stadt? Werden sie der Pluralität gesellschaftlicher Verhältnisse gerecht? Wie steht es um den Zugang zu Ressourcen, zu Räumen und Infrastrukturen, wie um die Teilhabe an den Entscheidungsprozessen um das städtische Zusammenleben? Und was bedeuten sie alle für die Perspektive einer möglichen solidarischen Stadt?

Gordana Crnko, IG Kultur Wien
Mbatijua Hambira, Kültür Gemma, Wien
Ivana Pilić, Moderatorin, Autorin, D/Arts, Wien
Amila Širbegović, TU Wien
Moderation: Michael Klein & Maik Novotny, ÖGFA, Wien

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.
Anmeldung: www.oegfa.at

Mittwoch, 17. April 2024,

Salon Philosophique

Long Covid: Stigmatisierung, Einbildung oder Realität

Im Bereich von Long Covid – also über viele Monate bis Jahre bleibenden Krankheitsfolgen von Covid – haben sich Prozesse wie Verdrängung, Verleugnung und projektive Dynamiken nicht nur abgewickelt, sondern verwickelt. Ein somatisches Zustandsbild postviraler Natur (ähnlich, aber schwerer und häufiger wie bei anderen viralen Erkrankungen) wurde und wird auch in seinen neurologischen Aspekten zu einem psychoneurotischen Agieren umgedeutet – auch von Mediziner*innen. Für die tatsächlich Betroffenen ist das ein mehrfacher Nachteil, da die gesundheitliche Schwächung durch einen partiellen Neglect noch in Ihren Auswirkungen multipliziert wird.

Georg Psota, Psychiater und Neurologe, Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien gemeinsam mit dem Stiftungsfonds Erwin Ringel Institut.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Donnerstag, 18. April 2024,

feminismen diskutieren

Immigrationshaft in der Ägäis

Haft im Kontext von Immigration ist eine weltweit verbreitete Praxis des Freiheitsentzugs, ohne Garantie auf in westlichen Demokratien normalerweise üblichen Rechtsschutz. Sarah Zischka zeigt am Beispiel Griechenlands die Segregation in Lagern nach nicht systematisch geprüfter Schutzbedürftigkeit und die unzureichende Versorgung mit Nahrung und Hygieneprodukten auf. Die Selektion nach Nationalitäten untergräbt das individuelle Recht auf Asyl, Faktoren geschlechterspezifischer Verfolgung werden meist nicht berücksichtigt.

Sarah Zischka, Sozialwissenschaftlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop,VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Dienstag, 23. April 2024,

Podcasterei Meetup

Vernetzungstreffen

Beim Podcasterei-Meetup treffen seit neun Jahren regelmäßig Podcast- und Audio-Begeisterte aufeinander, umrahmt von zwei kurzen Vorträgen. Diesmal geht es unter anderem um „Die Plattformisierung des Podcasting-Ökosystems aus der Perspektive von Podcastenden in Österreich“: Wie umgehen mit den Veränderungen vom dezentralen, RSS-basierten Podcasting hin zu Walled-Garden-Plattformen wie Spotify, Podimo und Audible? Wie immer steht die Vernetzung und eigene Projektvorstellung im Zentrum.

Alexander Weller, Podcastproduzent, Wien
Jana Wiese, Podcastproduzentin, Wien
Organisiert von Anna Masoner, Georg Steinfelder und Jana Wiese

Programm: https://www.podcasterei.at/blog/2024/03/21/einladung-meetup-29.html
In Kooperation mit der Podcasterei.
Anmeldung: mail@podcasterei.at

Montag, 29. April 2024,

Designing Wilderness

Lecture

Andre Dekker, founder and partner of the artist group Observatorium in Rotterdam, NL, speaks about the desire for order, beauty and imagination in the light of calls for circularity, rights for nature and climate change. Recent works of art in equally recent landscapes and gardens illustrate these tensions.

Andre Dekker, Artist Group Observatorium Rotterdam, Visiting Professor at ILA, BOKU University Vienna
Welcome: Lilli Lička, Landscape Architect, BOKU University Vienna
Moderation: Roland Tusch, Landscape Architect, BOKU University Vienna

Observatorium (Eds.), Public Art for Public Life, Rotterdam: nai010 publishers, 2022

An event by the Institute of Landscape Architecture (ILA), BOKU University Vienna.

Mai 2024

Montag, 6. Mai 2024,

Nach der Flucht das Lager

Buchpräsentation

Während des Zweiten Weltkriegs und teilweise schon davor wurden Jüd*innen sowie andere Verfolgte des NS-Regimes in europäischen und außereuropäischen Zufluchtsländern unter oft menschenunwürdigen Bedingungen in Lager gesperrt. Die Internierung Geflüchteter ist in vielen Staaten bis heute gängige Praxis. Auch der Plan der EU, Asylverfahren an die Außengrenzen der Staatengemeinschaft oder in Drittländer auszulagern, steht in diesem Kontext. Zwei Sammelbände behandeln das Thema, auch aus der Perspektive Betroffener.

Gabriele Anderl, Wissenschaftlerin und Autorin, Wien
Herbert Langthaler, Asylexperte, Wien
Christoph Reinprecht, Soziologe, Universität Wien
Pnina Rosenberg, Kunsthistorikerin, Universität Haifa

Gabriele Anderl (Hg.), Hinter verschlossenen Toren. Die Internierung von Geflüchteten von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart, Wien: Theodor Kramer Gesellschaft 2023

Gabriele Anderl, Linda Erker, Christoph Reinprecht (Hg.), Internment Refugee Camps. Historical and Contemporary Perspectives, Bielefeld: Transcript 2023

In Kooperation mit der öge – Österreichische Gesellschaft für Exilforschung.

Dienstag, 7. Mai 2024,

S/M/L/XL

Partituren für wachsende Räume

Der öffentliche Freiraum bildet das einzig allgemein zugängliche Gut, das konsumfrei zur Verfügung steht. Landschaftsarchitektur ist stets auch mit einem sozialen Anspruch verbunden. Sie kann Möglichkeitsräume eröffnen, die über die eigentliche Aufgabenstellung hinausgehen: beim Entwurf für einen Erinnerungsort ebenso wie im Wohnbau, bei Renovierung eines historischen Gartens, oder bei städtebaulich relevanten Planungen. Das Ergebnis ist dabei stets unfertig, Zeit dabei ein Baumaterial.

Maria Auböck, Landschaftsarchitektin, Wien
János Kárász, Landschaftsarchitekt, Wien

Eine Veranstaltung der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten.

Mittwoch, 8. Mai 2024,

Tag der Befreiung: Josef (Pepek) Salomonovic

Zeitzeugengespräch

Josef Salomonovic (genannt Pepek) wurde 1938 in Mährisch-Ostrau geboren und ist Zeuge des Holocaust. Als Kind überlebte er das Ghetto Litzmannstadt sowie fünf Konzentrations- und Arbeitslager (Ausschwitz-Birkenau, Stutthof, Flossenbürg, Pirna und Zwodau). Anlässlich des 8. Mai berichtet Josef Salomonovic von seiner schweren Kindheit, von der Befreiung sowie dem Weiterleben.
Das Gespräch wird durch einen Film über Josef Salomonovic unterstützt, denn das Erzählen kostet dem Überlebenden Kraft. Begleitend stellt die Historikerin Shoshana Duizend-Jensen ihre 2024 erschienene Biografie PEPEK – Ein Kind überlebt den Holocaust vor.

Josef Salomonovic, Ingenieur, Überlebender des Holocaust, Wien
Shoshana Duizend-Jensen, Historikerin, freie Autorin, Wissenschaftlerin, Wien
Moderation: Lucia Engelbrecht, Politikwissenschaftlerin, literarische Übersetzerin, Wien & Lea Riener, Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien

Shoshana Duizend-Jensen, PEPEK – Ein Kind überlebt den Holocaust, Wien: Löcker Verlag 2024

In Kooperation mit Initiative edut – Erzählen, Diskutieren und transgenerationelles Erinnern sowie JöH – jüdische österreichisch Hochschüler*innen.

Donnerstag, 16. Mai 2024,

SONIC AGENCY

Listening session, discussion & artist talk

Spurred on by the acuteness of current global events, Struma+Iodine is raising its voice in solidarity with the oppressed, the tortured, the silenced, and the unheard. Sound’s ability to touch the listener, to involve them via emotional and physical affection, turns the sonic into a partner in the fight for a more just world. Under the banner of Sonic Agency we are collecting recordings by artists who want to enforce a sonic activism, to establish new ways to think and act collectively via sonic means. The featured sounds lend themselves to global emancipatory struggles, and fights for freedom and equality. We’ll listen to the contributions of ABIH BEAINI (LBN/DE), MOTHER (UK), MIA ZABELKA (AT) and YUZU (BGR/AT) collectively, before having an open discussion on politics and aesthetics in sound.

Yuzu, composer, artist, Vienna
Moderation: Li Falkensteiner, curator; Shilla Strelka, curator; Samo Zeichen, researcher, Vienna

In cooperation with Struma+Iodine.


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