Archiv


Jänner 2025

Mittwoch, 8. Jänner 2025,

Das „Schriftstellen“ der Barbara Köhler

Buchpräsentation und Gespräch

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Buchpräsentation und Gespräch

Als junge Autorin der DDR erkannte Barbara Köhler früh den Zusammenhang zwischen Sprache und Macht und widersetzte sich den bestehenden Herrschaftsverhältnissen, indem sie begann, die Konventionen aufzukündigen. Ihre Gedichte sind Sprachkunst und Installationskunst und immer im Dialog mit anderen Sprachen, anderen Künsten. Das Wort tritt in den Raum, wird zum Gegenstand einer Begegnung. Das Buch ist ein Depot des Werks. Anlässlich des vierten Todestages werden schrift-installatorische und visuelle Arbeiten der Dichterin präsentiert.

Sven Keromnes, Übersetzer, Lyon
Marie Luise Knott, Essayistin und Herausgeberin, Berlin
Reto Ziegler, Verleger, Edition Korrespondenzen, Wien

Barbara Köhler, Schriftstellen. Ausgewählte Gedichte und andere Texte, hg. von Marie Luise Knott, Berlin: Suhrkamp 2024

Donnerstag, 9. Jänner 2025,

Aufwachsen zwischen Nationalsozialismus und Nachkriegszeit in Wien

Zeitzeugengespräch mit Gerhard Pollak

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Zeitzeugengespräch mit Gerhard Pollak

Gerhard Pollak wurde 1940 in Wien geboren, wo er seither lebt. Im Gespräch berichtet er über seine Kindheit und Verfolgung während der nationalsozialistischen Herrschaft und teilt seine Erfahrungen nach 1945. 80 Jahre nach der Befreiung vom nationalsozialistischen Regime stellt 2025 ein wichtiges Gedenkjahr dar, dessen Auftakt der Gedenkdienst mit diesem Zeitzeugengespräch begeht.

Gerhard Pollak, Zeitzeuge, Wien
Moderation: Nadine Dimmel, Maike Heinrich, Daniel Kapetanović & Marie Lang, Verein GEDENKDIENST, Wien

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Montag, 13. Jänner 2025,

Rettet Kunst das Klima?

Allianzen bilden!

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Allianzen bilden!

Der Klimawandel als zentrales gesellschaftliches Thema spielt eine wichtige Rolle in der zeitgenössischen Kunst. Diese verhandelt in oft interdisziplinären Projekten Phänomene und Zahlen und schafft dadurch einen Zugang, der visuell und emotional mehr Aufmerksamkeit und persönlichen Bezug zur Klimabewegung hervorbringen soll. Ist Kunst in der Lage, solche Zugänge zu schaffen? Was trägt die Kunst zur Klimabewegung bei? Welche Maßnahmen sind wirksam? Welche Allianzen sind möglich, welche existieren bereits?

Sophie Haslinger, Kuratorin KunstHausWien
Bernhard Kernegger, UniNEtZ, Wien
Helga Kromp-Kolb, Meteorologin, Wien
Moderation: Marlene Nowotny, Journalistin, ORF, Wien

Dienstag, 14. Jänner 2025,

Territorial Urbanism Now!

Buchpräsentation

Subtitle

Buchpräsentation

Territorial Urbanism Now! fordert einen Paradigmenwechsel in der Konzeption städtischer Transformation. Nachhaltige Systeme sollten Vorzug erhalten, um gemeinsam den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Ein Territorialer Städtebau, unterstützt durch einen sparsameren Ressourceneinsatz, kann die natürlichen Systeme zu strukturierenden Elementen des Territoriums machen.

Erik Meinharter, dérive – Verein für Stadtforschung
Maik Novotny, Freier Journalist, Autor, Moderator, Wien
Mario Stefan, Institut für Städtebau, TU Graz
Alice Steiner, Institut für Städtebau, TU Graz
Moderation: Eva Schwab, Institut für Städtebau, TU Graz

Aglaée Degros, Eva Schwab, Anna Bagarić, Sabine Bauer, Jennifer Fauster, Radostina Radulova-Stahmer, Mario Stefan und Alice Steiner (Hg.), Territorial Urbanism Now! Call for a social and ecological urban planning and design, Berlin: Jovis 2024

Eine Veranstaltung des Instituts für Städtebau der TU Graz.

Mittwoch, 15. Jänner 2025,

Digitale Visualitäten in der Kunstdidaktik

Buchpräsentation

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Buchpräsentation

Digitale Bilder sind allgegenwärtig und prägen die visuelle Kultur der Gegenwart. Mit der Verbreitung internetfähiger Geräte hat sich das qualitativ hochwertige Bild zunehmend zu einer schlecht aufgelösten digitalen Kopie, dem sogenannten ‚poor image‘, transformiert. Helena Schmidt greift den 2009 von Hito Steyerl geprägten Begriff auf und untersucht dessen Relevanz für die Kunstvermittlung in (post-)digitalen Zeiten. Wie können digitale Visualitäten in Kunst und Bildung kritisch genutzt, reflektiert und didaktisch vermittelt werden?

Sophie Lingg, feministische Theoretikerin, Kunstvermittlerin, Wien
Małgorzata Oliwa, Kunstpädagogin, Künstlerin und Lektorin, Wien
Helena Schmidt, Kunstvermittlerin, Kunsttheoretikerin, Wien
Denise Sumi, Kuratorin, Medientheoretikerin, Wien
Hannah Weisbrod, Designstudentin, Basel

Helena Schmidt, „Poor images“ – arme Bilder? Digitale Visualitäten in der Kunstdidaktik, Bielefeld: transcript 2024

In Kooperation mit dem Institut für das künstlerische Lehramt, Akademie der bildenden Künste Wien.

Montag, 20. Jänner 2025,

Wiener KI-Gespräche

Technologie, Fotografie, Gesellschaft

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Technologie, Fotografie, Gesellschaft

In einer neuen Gesprächsreihe im Depot diskutiert Klaus Speidel mit Gesprächspartner*innen aus unterschiedlichen Bereichen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Kunst, Technologie und Gesellschaft. Den Auftakt bildet ein Gespräch mit der Fotografie-Künstlerin Claudia Larcher und mit Andreas Kugi, dem wissenschaftlichen Leiter des Austrian Institute of Technology. Larcher experimentiert in ihrer künstlerischen Arbeit mit KI, Kugi setzt sich für einen ganzheitlichen Blick auf Prozesse und Strukturen ein. Wo erkennen sie Potentiale und Risiken im Einsatz von KI?

Andreas Kugi, Austrian Institute of Technology, Wien
Claudia Larcher, Künstlerin, Filmemacherin, KI-Forscherin, Wien
Moderation: Klaus Speidel, Universität für angewandte Kunst

Dienstag, 21. Jänner 2025,

20 Jahre Grundversorgung – Grund zur Sorge?

Buchpräsentation

Subtitle

Buchpräsentation

Die Einführung der Grundversorgung 2004 war ein großer Schritt in Richtung menschenwürdiger Unterbringung und Versorgung von Schutzsuchenden in Österreich. Anfängliche Schwierigkeiten haben sich in zwanzig Jahren verfestigt: zu wenige Mittel, mangelndes Eingehen auf Bedürfnisse von besonders vulnerablen Gruppen und unterschiedliche Standards je nach Bundesland. Zuletzt wurden Diskussionen zu Bezahlkarte und Arbeitspflicht wieder zu Wahlkampfthemen. Welche Einblicke geben Wissenschaftler*innen, Journalist*innen, Praktiker*innen, politisch Verantwortliche und Grundversorgte selbst?

Edith Meinhart, Journalistin, Wien
Dani Krois, Sozialarbeiterin, Wien
Shokat Walizadeh, Mitbegründer Verein NEUER START, Wien
Moderation: Herbert Langthaler, Sozialanthropologe und Publizist, Wien

Dani Krois, Herbert Langthaler, Lisa Sommerauer (Hg.), 20 Jahre Grundversorgung – Grund zur Sorge?, Wien: Löcker Verlag 2024

Donnerstag, 23. Jänner 2025,

Politiken der Trauer und Bestattung

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Es ist in Österreich gesetzlich verankert, dass wir uns von Verstorbenen verabschieden und diesen Abschied auch gestalten können. Aber wie viel Selbstbestimmung ist wirklich möglich? Wie kann so ein Abschied aussehen? Welche Rolle spielen Verfügbarkeit und Zugänglichkeit zu Infrastruktur und Informationen? Wie können trauerbegleitende Ansätze in die Bestattungsarbeit einfließen? Und wie steht es um die Bestattungslandschaft in Österreich?

Susi Bali, Psychologin, Trauerbegleiterin, Wien
Barbara Duy, Friedhöfe Wien
Ulrike Friedl, Bestatterin, Tamo Bestattungen, Wien
Andrea Trenker, Psychotherapeutin, Wien
Moderation: Veronika Siegl, Sozialanthropologin, Universität Wien

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Freitag, 24. Jänner 2025,

Pipeline Colonialism

Film Screening, Lecture, Talk

Subtitle

Film Screening, Lecture, Talk

Oleksiy Radynskis Where Russia Ends (2024) examines the often-overlooked history of colonialism and environmental destruction in the Russian-occupied territories of the indigenous peoples of Siberia. The essay film weaves together film footage produced during expeditions of Ukrainian filmmakers in the 1980s in Siberia and the Far North. The film sheds light on the ideology of exploitation and development of natural resources and reconstructs the erased history of the numerous imperialist wars that Russia waged against its later colonies against the grain of the footage’s colonial gaze.
Philipp Goll will contextualize the film in the frameworks of the exhibition Leak. The End of the Pipeline (Museum der bildenden Künste Leipzig, 2024) he developed together with Oleksiy Radynski and Hito Steyerl. The talk will examine forms of complicity especially of (West-)Germany in a joint venture of energy colonialism which financed Russia’s war of aggression against Ukraine through import of gas from Siberia.

Philipp Goll, author and cultural researcher, Berlin
Oleksiy Radynski, author and filmmaker, Kyiw (online)

Where Russia Ends (Ukraine 2024), R: Oleksiy Radynski, 23 min., Ukrainian / Engl. Subtitles

Februar 2025

Donnerstag, 13. Februar 2025,

100 Jahre Radio – 25 Jahre ORANGE 94.0

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

Subtitle

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

Was war die Arbeiterradiobewegung? Wie wurde das Radio vom offenen Bastelapparat zum geschlossenen autoritären Möbelstück? Wie wurde das Freie Radio ORANGE 94.0 gegründet? Der historische Bogen wird im neu erschienen Buch aus der zivilgesellschaftlichen Perspektive erzählt und erweitert die 100 Jahre Radiogeschichte um Pirat*innengeschichten jenseits des kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Mainstreams.

Albert Malli, ORF Digitale Dienste Audio und ORF SOUND, Wien
Michael Ogris, Vorsitzender KommAustria, Wien
Helga Schwarzwald, Verband Freier Rundfunk Österreich, Wien
Ulli Weish, ORANGE 94.0, Wien
Moderation: Karl Schönswetter, ORANGE 94.0, Wien

Kurzimpulse von Karin Moser, Margit Wolfsberger und Karl Schönswetter.

ORANGE 94.0 (Hg.), Das Recht auf Radio, Eigenverlag, Wien 2024

Eine Veranstaltung von ORANGE 94.0 und dem Verband Freier Rundfunk Österreich.

Freitag, 14. Februar 2025,

Wiener Infrastrukturgeschichte

Vortrag und Diskussion

Subtitle

Vortrag und Diskussion

Infrastruktur garantiert nicht nur den möglichst reibungslosen Ablauf im Alltag der Stadt und sichert so das Leben ihrer Bevölkerung, sie bestimmt auch über die Form und Gestalt städtischer Räume. Dass sie in den Debatten der Architektur vielfach einen Nebenschauplatz darstellt, ist vor diesem Hintergrund unverständlich. Welche Anforderungen stellen sich heute, angesichts der gegenwärtigen multiplen Krisen, für die Infrastrukturen der Stadt?

Andreas Nierhaus, Kunsthistoriker und Kurator, Wien Museum
Daniela Huber, Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften Volksbau und Wohnbau
Ingrid Holzschuh, Kunst- und Architetkurhistorikerin, TU Wien
Moderation: Michael Klein, TU Wien & Maik Novotny, Autor, Wien

Eine Veranstaltung der ÖGFA – Österreichische Gesellschaft für Architektur.

Donnerstag, 20. Februar 2025,

Migrationspolitik in Europa

Lesung und Podiumsdiskussion

Subtitle

Lesung und Podiumsdiskussion

Während innenpolitische Debatten darum kreisen, ob, wie und wie viele Migrant*innen wir in Europa aufnehmen, ist „Fluchtchroniken“ der authentische Bericht eines Internierten aus dem Aufnahmesystem Europas. Die Podiumsdiskussion widmet sich dem neuen Asyl- und Migrationspakt der EU und erkundet, wie das Thema Migration politisch instrumentalisiert wird. Gibt es eine Flüchtlingskrise in Europa? Gab es in der europäischen Geschichte bereits ähnliche anti-migrantische Politik?

Judith Kohlenberger, Migrationsforscherin, Wien, Österreich
Yan Matusevich, Migrationsforscher, City University of New York, USA
Anastasia Patlay, Regisseurin, Granada, Spanien
Jewgeni Shtorn, Autor, Dublin, Irland
Moderation: Nuriya Fatykhova, Dialogue Office for Civil Society Cooperation, Wien, Österreich

Jewgeni Shtorn, Fluchtchroniken, Sankt-Peterburg Porjadok Slow 2020
Übersetzung: Galina Stölting, Barbara Kerneck 2024

In Kooperation mit Dialogue Office for Civil Society Cooperation.

Freitag, 21. Februar 2025,

Fortress of Metaphysics. The Transgression and The Beyond.

Book Presentation

Subtitle

Book Presentation

Distinguished Slovenian philosopher Peter Mlakar in a conversation with author and editor Uwe Schütte, exploring unresolved questions of philosophy. Peter Mlakar, celebrated as one of Slovenia’s foremost philosophers, is driven by profound philosophical inquiries such as death, nothingness, the mind, and the boundaries of thought. As a member of the Neue Slowenische Kunst collective, Mlakar’s unconventional metaphysical musings pursue the notion of an Über-truth. Festung der Metaphysik compiles four decades of his thought-provoking and boundary-crossing writings. Organized into three sections – sermons (delivered at Laibach concerts), literary texts, and philosophical treatises – editor Uwe Schütte offers a provocative, entertaining, and profound glimpse into Mlakar’s explorations of unresolved questions of philosophy. The Best of Peter Mlakar!

Conversation in English, reading in German and Slovenian.

Peter Mlakar, philosopher, Ljubljana
Moderation: Uwe Schütte, author, Berlin

Peter Mlakar, Festung der Metaphysik. Die Transgression und das Jenseits, Wien: Passagen Verlag 2023

An event by Slowenisches Kulturinformationszentrum SKICA Wien and Passagen Verlag.

Montag, 24. Februar 2025,

Bewährungsprobe #51

Künstler*innengespräch

Subtitle

Künstler*innengespräch

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen. In einem Sonderformat wird kurzzeitig das Territorium der bildenden Kunst verlassen und der Kunstbegriff erweitert: Kampf/Kunst. Der Bildhauer Imre Nagy und der Kampfkünstler Jakob Baierl präsentieren ihre Zugänge zum Feld der Kunst und sprechen aus eigener Perspektive und Praxis über den Begriff „Kampfkunst“. Bezugnehmend auf innenwohnende Denk- und Bewegungskonzepte thematisieren Nagy und Baierl ihre mögliche Verschmelzung mit dem Alltag.

Imre Nagy, Künstler, Wien
Jakob Baierl, Kampfkünstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Donnerstag, 27. Februar 2025,

Disruptive Infrastructures

Film-Screening Performance and Panel Discussion

Subtitle

Film-Screening Performance and Panel Discussion

Where do the escape routes from the Yugoslav war in 1992 and the paths of a highway construction plan from 2020 intersect? Amel Bešlagić traces the trajectories of these entangled routes in his hometown Kozarac, Bosnia and Hercegovina. In two short films he maps and mirrors both the visible and invisible trails of radical topographical and social dislocation in the small town. These regional transformations – driven by war, migration, foreign investments, infrastructural policy, and land politics – reflect the condition of many former Yugoslav territories.

Performance: Amel Bešlagić, architect, artist, filmmaker, Graz

Panel: Disruptive Infrastructures
Gregor Pirgie, art historian, Natural History Museum of Vienna
Phillip Sattler, IZK Institute for Contemporary Art, Graz
Moderation: Noit Banai, Diaspora Aesthetics, Academy of Fine Arts Vienna & Hamida Sivac, art historian, University of Vienna

Mirage (2024), R: Amel Bešlagić, 5 min., English / Subtitles in English
Routes of Hope (2024), R: Amel Bešlagić, Screening-Performance 20 min., English / Subtitles in English

März 2025

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Mittwoch, 5. März 2025,

Gläserne Decke?

Allianzen bilden!

Subtitle

Allianzen bilden!

Das Thema Diversität wird in Kulturinstitutionen zunehmend präsenter. Vor allem in den Führungs- und Entscheidungsebenen ist die Mehrheit jedoch nach wie vor weiß, cis, able-bodied und männlich. Woran scheitert gelebte Diversität, die nicht an der Gläsernen Decke endet? Welche intersektionalen Gemeinsamkeiten und Unterschiede lassen sich ausmachen? Können Allianzen verschiedener marginalisierter Gruppen einen Strukturwandel bewirken?

Wilhelm Binder, Queer Museum Vienna
Jannik Franzen, bildende_r Künstler_, Wien
Ivana Pilic, D—Arts Projektbüro für Diversität, Wien
Cornelia Scheuer, Tänzerin und Performerin, Wien
Moderation: Daniela Koweindl, Kulturrat

Donnerstag, 6. März 2025,

Künstler*innenateliers als Portraits

Filmscreening und Diskussion

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Filmscreening und Diskussion

Studio Identity as Portraits of Artists zeigt die spezifische Umgebung von Künstler*innenateliers jenseits des traditionellen Mythos vom einsamen künstlerischen Genie. Über diesen Zugang begegnen wir den Künstler*innen Nika Kupyrova, Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf in ihren Schaffensräumen, sowie der Musikerin Anna Černíková, die den Soundtrack komponiert hat.

Romana Hagyo und Silke Maier-Gamauf, Künstler*innenduo hagyomaiergamauf, Wien
Nika Kupyrova, Künstlerin, Wien
Lenka Štěpánková, Künstlerin, Prag
Anna Černíková, Musikerin, Prag
Moderation: Vasilena Gankovska, Künstlerin, IG Bildende Kunst, Wien

Studio Identity as Portraits of Artists (A/CZ 2024), R: Lenka Štěpánková, 27 min., OmeU

Freitag, 7. März 2025,

In Good Company – Kunst als wirtschaftliche Praxis

Präsentation und Diskussion

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Präsentation und Diskussion

Company Drinks wurde 2014 von Kathrin Böhm als künstlerisches Projekt und Getränkefirma gegründet und hat sich seither in Ostlondon als ein lokaler Ort des Commoning etabliert. Es verbindet soziale und ökonomische Praktiken mit Kunsträumen und Kunstdiskursen. In seinen wechselnden Formen – vom Community Center über Pflückspaziergänge bis hin zu Bars in Kunstinstitutionen – wirkt Company Drinks über seinen Standort hinaus. Nach einer performativen Präsentation der Künstlerin diskutieren wir, wie nicht-marktorientierte künstlerische Wirtschaftsformen kollektives Worldmaking ermöglichen. Zudem wollen wir ergründen, wie Interdependenz als multi-lokaler Maßstab auf Fragen der Skalierbarkeit antwortet. Kann Company Drinks als Modell für responsive, ortsbezogene Praktiken in Kunst- und Urbanismusdebatten verstanden werden?

Kathrin Böhm, Künstlerin, London
Christoph Chwatal, Kunsthistoriker, Universität Wien
Elke Krasny, Kulturtheoretikerin, Akademie der bildenden Künste Wien
Einführung: Sebastian Egenhofer, Kunsthistoriker, Universität Wien

Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Site Complexes: Models of Responsive Practices for the 21st Century“ (Universität Wien/Universität der Künste Berlin).

Samstag, 8. März 2025,

Tricky Women Tricky Realities: FIGUR(ATIONS)

Artist Talk

Subtitle

Artist Talk

As part of this year’s edition, the International Animation Filmfestival Tricky Women Tricky Realities is hosting the Artist Talk “Figur(ations) – Visual strategies and stagings of the body within animation” that brings together filmmakers whose work is presented in the current festival edition. Structured around the central theme of visual strategies in representations of the body within animation, this discussion format fosters dialogue between filmmakers and the audience.
The discussion addresses questions around the potential that animation holds for depicting and staging bodies beyond conventional forms of representation. How might animation challenge the male gaze embedded in so many portrayals of the body? And how do visual language and thematic exploration intertwine within this context? What role do joy, sensuality, and resistance play in the creative processes behind character design?

Bianca Caderas, Matta and Matto
Subarna Dash, The Girl who lived in the Loo
Şirin Bahar Demirel, Between delicate and violent
Shadab Shayegan, Pear Garden
Kohana Wilson, Edith and the Tall Child
Keynote: Marina Rauchenbacher, University of Music and Performing Arts Vienna & University of Vienna

An event by Tricky Women Tricky Realities.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Mittwoch, 12. März 2025,

Barrieren sprengen!

Allianzen bilden!

Subtitle

Allianzen bilden!

Das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Barrierefreiheit hat auch die Wiener Kulturszene erreicht. Bisher wurden Maßnahmen besonders von engagierten Einzelpersonen vorangetrieben, welche sich ihr Wissen selbstständig aneignen. Diesem zerstreuten Wissen der Kulturarbeit haben sich einige Initiativen angenommen. Wie können Kräfte am besten gebündelt werden, um Veränderung voranzubringen? Welche Forderungen müssen gestellt werden?

Julia Haimburger, Kunstvermittlerin, Österr. Galerie Belvedere, Wien
Elisabeth Magdlener, Kulturwissenschafterin, Verein CCC**, Wien
Jennie Carvill Schellenbacher, ARGE Inklusives Museum, Wien Museum
Moderation: Julischka Stengele, Künstlerin und Performerin, Wien

Freitag, 14. März 2025,

Armutsdiskurse und Soziale Arbeit

Buchpräsentation und Diskussion

Subtitle

Buchpräsentation und Diskussion

Über das Ausmaß, die Verteilung und die Messung von Armut wird vielfach diskutiert. Die Frage nach ihrer diskursiven Entstehung bleibt aber häufig außen vor. Dabei wurde und wird die Bedürftigkeit von Menschen ebenso unterschiedlich interpretiert wie die menschliche Fähigkeit, die eigene Existenz selbstständig zu sichern. Vor diesem Hintergrund gehen Autor*innen des Sammelbandes gegenwärtigen Armutsdiskursen in Medien, Politik und Sozialer Arbeit nach. Anlässlich des World Social Work Day 2025 diskutieren wir die Auswirkungen der diskursiven Praxen auf armutserfahrende Menschen wie auch Konsequenzen für die Soziale Arbeit.

Roland Atzmüller, Johannes Kepler Universität Linz
Markus Griesser, Politikwissenschafter, WU Wien
Anja Kerle, Sozialarbeiter*in, Hochschule RheinMain
Fabian Kessl, Erziehungswissenschafter, Universität Wuppertal
Alban Knecht, Sozialpädagoge, Universität Klagenfurt
Julia Pollak, Sozialarbeiterin, OBDS
Christine Sallinger, Autorin, Armutskonferenz
Thomas Valina, Sozialarbeiter, FH Campus Wien
Norman Wagner, Ökonom, AK Wien
Moderation: Marc Diebäcker & Gabriele Wild, FH Campus Wien

Ablauf: https://www.armutskonferenz.at/termine/diskussion-und-buchpraesentation-armutsdiskurse-soziale-arbeit.html

Anja Kerle, Fabian Kessl & Alban Knecht (Hg.): Armutsdiskurse. Perspektiven aus Medien, Politik und Sozialer Arbeit, Bielefeld: transcript 2024

In Kooperation mit BA Soziale Arbeit der FH Campus Wien und mit Unterstützung von OBDS und der Armutskonferenz.

Donnerstag, 20. März 2025,

Wiener KI-Gespräche

Musik, Stimme, Avantgarde

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Musik, Stimme, Avantgarde

Die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Kunst, Technologie und Gesellschaft sind Gegenstand einer neuen Reihe im Depot. In der zweiten Ausgabe diskutiert Klaus Speidel mit Monika Voithofer, Mitherausgeberin der Neuen Zeitschrift für Musik, und Luc Döbereiner, Professor für Komposition und KI, über die mit KI einhergehenden Potentiale und Risiken im Verhältnis zu Musik und Stimme.

Luc Döbereiner, Professor für Komposition und KI, Musikhochschule Trossingen
Monika Voithofer, Musikwissenschafterin, Universität Wien
Moderation: Klaus Speidel, Philosoph, Kritiker, Kurator, Wien

Stefan Fricke, Monika Voithofer (Hg.), KI, Neue Zeitschrift für Musik, Heft 1/2025

Montag, 24. März 2025,

Bewährungsprobe #52

Künstler*innengespräch

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Künstler*innengespräch

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen. In einem Sonderformat verlassen wir kurzzeitig das Territorium der Formatsgrenzen und erweitern den Kunstbegriff: Kunst/Performance. In dieser Bewährungsprobe brechen Barbis Ruder und Clôd Baumgartner das Format, indem sie den Raum als einen wandelbaren Ort des interaktiven Experiments nutzen. Es kann jede*r selbst entscheiden, wie weit sie*er sich einbringen möchte – ein offener Raum für Neugier, gemeinsames Erkunden und spielerisches Ausprobieren, mit Freiraum für individuelle oder gemeinsame Erfahrungen.

Barbis Ruder, Künstlerin, Wien
Clôd Baumgartner, Unternehmerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Dienstag, 25. März 2025,

feminismen diskutieren

Integration aus der Sicht junger Frauen

Subtitle

Integration aus der Sicht junger Frauen

Integration kann es anscheinend nie genug geben – und dennoch scheint sie oft zu scheitern. Doch was genau bedeutet eigentlich Integration? Der Vortrag beleuchtet das Konzept der Integration sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus politischer Perspektive. Interviews mit jungen geflüchteten Frauen in Wien, die am Projekt „Mädchen helfen Mädchen“ des Vereins Free Girls Movement teilgenommen haben, bieten Einblicke in die vielfältigen und überlappenden Herausforderungen. Diese Perspektiven werden in wissenschaftlichen und politischen Diskussionen häufig vernachlässigt.

Verena Mrak, Sozialwissenschafterin, Gender und Diversity Management, Wien
Moderation: Marlene Eichinger, VfW

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

April 2025

Dienstag, 1. April 2025,

Poetics of Listening

Book Presentation

Subtitle

Book Presentation

From self-determination to social participation, somatic healing to collective repair, political recognition to ecological engagement, listening is supportive for negotiating our most fundamental challenges. Poetics of Listening considers listening to be not only important to social struggles, but also a form of poetic imagination and communion. It moves listening toward a broader application and view and challenges us to think more broadly about what it means to hear and be heard within today’s complex environments.

Ricarda Denzer, Art and Communication Practices, University of Applied Arts Vienna
Mariella Greil, Angewandte Performance Lab, University of Applied Arts Vienna
Brandon LaBelle, artistic director, The Listening Biennial, Berlin

Brandon LaBelle, Poetics of Listening: Inner Life, Social Transformation, Planetary Practices, New York: Bloomsbury Academic 2025

In cooperation with Angewandte Performance Lab – APL.

Mittwoch, 2. April 2025,

Art, Labor, and the Politics of Consumption

Book Presentation

Subtitle

Book Presentation

Jelena Micić’s artistic practice examines entanglements of labor, consumption, and the metabolic flows of capital. Engaging feminist materialism, post-socialist transitions, and the afterlives of industrial production, how can art render visible the toxic persistence of synthetic matter and the infrastructures of global value extraction? How might non-aligned histories disrupt hegemonic aesthetic and economic orders?

Jelena Micić, artist, Vienna
Elke Krasny, cultural theorist, Academy of Fine Arts Vienna
Kristin Romberg, art historian, University of Illinois, USA (online)
Heidrun Rosenberg, art historian, University of Vienna
Lorena Tabares Salamanca, writer, curator, Colombia / Portugal

Jelena Micić, Bojna polja, Vienna: Verlag für moderne Kunst 2025

Montag, 7. April 2025,

feminismen diskutieren

Vom Studio ins Museum: koloniale Fotografien

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Vom Studio ins Museum: koloniale Fotografien

Die Depots europäischer Museen sind gefüllt mit Fotografien, die in kolonialen Kontexten gesammelt wurden. Meist von europäischen Fotografen für ein westliches Publikum produziert, trugen sie aktiv zur Konstruktion und Verstärkung kolonialer Machtverhältnisse bei. Gleichzeitig zeigen sich Widerstände der Abgebildeten, die durch Haltung, Kleidung oder Symbolik sichtbar werden. Dekodierung und Erforschung der Entstehungskontexte eröffnen Räume für neue Les- und Umgangsarten.

Swenja Hiller, Provenienzforscherin, Tübingen
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Dienstag, 22. April 2025,

feminismen diskutieren

Frauen im Widerstand

Subtitle

Frauen im Widerstand

Wer waren die Frauen, die für die Befreiung Österreichs und gegen das faschistische Regime gekämpft haben? Woher kamen sie, was trieb sie an? Lisbeth N. Trallori forscht über Leben und Aktionen dieser Antifaschistinnen, über ihre Ausdauer für Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzutreten, aber auch über ihre Angst vor Folter und Tod. Sie halfen Verfolgten bei der Flucht, organisierten illegale Kommunikationsnetze, übten Sabotage in Fabriken oder schlossen sich der Résistance an.

Lisbeth N. Trallori, Soziologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

Mit Ausschnitten aus: Küchengespräche mit Rebellinnen (AT 1984),
R: Karin Berger, Elisabeth Holzinger, Lotte Podgornik, Lisbeth N.
Trallori, 80 min.

Berger K., Holzinger E., Podgornik L., Trallori L. N., Der Himmel ist
blau. Kann sein. Frauen im Widerstand. Österreich 1938–1945
, Wien:
Promedia 2023

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Mittwoch, 23. April 2025,

Erinnern in Zukunft

Buchbesprechung und Diskussion

Subtitle

Buchbesprechung und Diskussion

Wie erzählt eine Gesellschaft ihre Geschichte? Wer erinnert sich, wie, warum und woran? Wessen Erinnerungen sind sichtbar, welche bleiben tabuisiert? Erinnern in Zukunft versammelt aktivistische, wissenschaftliche und künstlerische Perspektiven und plädiert für eine demokratische Erinnerungskultur. Welche gesellschaftlichen und kulturpolitischen Rahmenbedingungen braucht ein plurales Erinnern?

Wilhelm Binder, Queer Museum Vienna
Araba Evelyn Johnston-Arthur, MUSMIG, Wien
Michael Podgorac, Erinnern in Zukunft, Wien
Anne Wiederhold-Daryanavard, Brunnenpassage, Wien
Moderation: Djamila Grandits, Kuratorin, CineCollective, Wien

Michael Podgorac, Anne Wiederhold-Daryanavard (Hg.), Erinnern in Zukunft. Aufrufe für plurales Erinnern, Wien: Mandelbaum 2025

Donnerstag, 24. April 2025,

Sniffing Conversation 9: Disco Cavallo

Vortrag und Diskussion

Subtitle

Vortrag und Diskussion

Sniffing Conversation ist eine künstlerische Dialogreihe des Interspecies Art Hub, die nicht-menschliche Tiere in den Fokus rückt. Disco Cavallo beleuchtet das „Pferdemädchen“ als gesellschaftliches Konstrukt und untersucht das Zusammenspiel von Geschlecht, Klasse und Speziesismus. Wer hat Zugang zu Pferden, wessen Beziehung wird anerkannt, und welche Machtstrukturen werden legitimiert? Zudem wird die Zähmung von Pferden als Spiegel patriarchaler Herrschaft diskutiert. Alternative Ansätze wie gewaltfreie Trainingsmethoden eröffnen neue Narrative für Mensch-Tier-Beziehungen jenseits von Dominanz.

Astou Maraszto, Bildungswissenschaftlerin, Reitpädagogin, Wien
Caroline Ritter, Kognitionswissenschaftlerin, Pferdetrainerin, Wien

In Kooperation mit Interspecies Art Hub.

Freitag, 25. April 2025,

Der Abend aller Tage

Lesung mit Musik

Subtitle

Lesung mit Musik

Die Biografien der drei verfemten Komponistinnen Maria Herz (1878–1950), Charlotte Schlesinger (1909–1976) und Vítězslava Kaprálová (1915–1940) bilden eine Rahmenerzählung, in die die Darbietung ihrer Werke für Streichquartett sowie die Lesung literarischer Texte eingebettet sind: Ein Mensch wird Nazi von Anna Seghers und Elisabeth, ein Hitlermädchen von Maria Leitner. Was bringt Menschen dazu, einer unmenschlichen Ideologie wie der des Nationalsozialismus zu folgen?

Ruth Cerha, Komponistin, Autorin, Wien
Alma Rosé Quartett, Streichquartett, Wien

In Kooperation mit dem Festival Fremde Erde.

Montag, 28. April 2025,

Bewährungsprobe #53

Künstler*innengespräch

Subtitle

Künstler*innengespräch

In dieser Bewährungsprobe erkunden Marta Beauchamp und Fanni Futterknecht die Schnittstellen von Spiel, Performance und der Vergänglichkeit künstlerischer Prozesse. Ihre Praxis zwischen Artistic Research und künstlerischer Produktion wirft Fragen zum Performen, zur Zeit und zur gesellschaftlichen Bedeutung des Spiels auf.
Marta Beauchamp arbeitet als Klangkünstlerin, Musikerin und künstlerische Forscherin. Fanni Futterknechts medienübergreifenden Arbeiten bewegen sich zwischen Video, Performance und Installation.

Marta Beauchamp, Künstlerin, Wien
Fanni Futterknecht, Künstlerin, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Dienstag, 29. April 2025,

ABGESAGT: Law as an Instrument of Power

Panel Lectures and Discussion

Subtitle

Panel Lectures and Discussion

Maria Giannacopoulos’ concept of nomopoly presents law (nomos) in Australia not as a universal system, but as a mechanism of settler colonial rule (monopoly). Law as nomopoly is inseparably linked to power structures that create and maintain it, in Australia, this means a continuation of colonial violence that displaces and erases Indigenous laws, peoples, and lands.
Ümmü-Selime Türe analyses counterterrorism laws, citizenship revocations, and migration policies on their contribution to the shrinking of civic space by targeting racialized communities. How do legal structures operate as tools of power, restricting political participation and silencing dissent on a global scale?

Maria Giannacopoulos, School of Law, Society, and Criminology, UNSW Sydney, Australia
Ümmü Selime Türe, Dokustelle Österreich, Vienna
Moderation: Asma Aiad & Marina Gržinić, Academy of Fine Arts Vienna

An event by the Academy of Fine Arts Vienna, Studio for Arts and Intervention | Concept.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Mittwoch, 30. April 2025,

Demokratisierung von Kulturinstitutionen

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Vor welchen Herausforderungen stehen Kultureinrichtungen angesichts des Aufstiegs von Faschismus und antidemokratischen Bewegungen? Wie kann es gelingen, die Strukturen von Kultureinrichtungen demokratisch zu gestalten? Was bedeutet das überhaupt? Gemeinsam erkunden wir Strategien, um neoliberalen und autoritären Strukturen im Kunst- und Kulturbereich entgegenzuwirken, und Wege, sich am Arbeitsplatz zu organisieren.

Monika Mokre, Politikwissenschaftlerin, ÖAW, Wien
Fariba Mosleh, Brunnenpassage, Wien
Julischka Stengele, Kulturverein SALETTL, Wien
Moderation: Florian Aschka, Wien & Daria Sander, Queer Museum Vienna

In Kooperation mit dem Queer Museum Vienna.

Mai 2025

Montag, 5. Mai 2025,

Crit Cross #25

Totalitarianism, Art and Social Criticism

Subtitle

Totalitarianism, Art and Social Criticism

Verein K has been discussing the role of art and writing in difficult political contexts. As illiberalism continues to rise, they decide to focus on the interface between art and social criticism. Zoran Erić is an astute observer of the rise of the authoritarian regime – and the resistance against it – in Serbia. Having served as curator and chief curator at the Museum of Contemporary Art in Belgrade until 2021, he is well placed to discuss resistance to totalitarianism in art and beyond.

Zoran Erić, art critic, Institute for Philosophy and Social Theory, Belgrade
Moderation: Klaus Speidel, Verein K, Vienna

In cooperation with Verein K.

Dienstag, 6. Mai 2025,

KI im österreichischen Asylverfahren

Projektpräsentation und Podiumsdiskussion

Subtitle

Projektpräsentation und Podiumsdiskussion

Wie verändert Künstliche Intelligenz (KI) das österreichische Asylverfahren? Das Forschungsprojekt A.I.SYL untersucht Chancen wie effizientere Bearbeitung, aber auch Risiken für Datenschutz und Grundrechte und präsentiert dazu eine neue Handreichung für die Rechts- und Sozialberatung. Wie lassen sich Menschenrechte schützen? Welche Regulierung braucht es? Wie können Betroffene besser unterstützt werden? Und welche Rolle spielt KI in der aktuellen Migrationspolitik?

Angelika Adensamer, A.I.SYL
Laura Jung, A.I.SYL
Monika Mokre, Österreichische Akademie der Wissenschaften
Wolfgang Salm, Fairness Asyl
Julia Satovich, BBU – Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen
Moderation: Bilgin Ayata, Uni Graz

Eine Veranstaltung des Forschungsprojekts A.I.SYL.

Anmeldung: aris.dougas-chavarria@uni-graz.at

Mittwoch, 7. Mai 2025,

Salon Philosophique

Wahrheit(en) in der postmodernen Welt

Subtitle

Wahrheit(en) in der postmodernen Welt

Auch wenn sowohl empirisch-psychologische Studienergebnisse sowie philosophische Analysen und Überlegungen uns nahelegen, dass es uns nicht möglich ist, objektiv letzte Wahrheiten zur gegebenen Wirklichkeit zu erkennen, soll und darf damit nicht das Tor zur Beliebigkeit von Aussagen bzw. zu einem heute doch weitverbreiteten „Wahrheitsnihilismus“ geöffnet werden. Als Gegenrezept bietet sich hier die Reaktivierung eines leider weitgehend vergessenen Konzepts der Redlichkeit an, das uns ermöglicht, jenes zwischenmenschliche Vertrauen wiederzugewinnen, das es braucht, um auch in einer zunehmend unsicheren Welt ein stabiles, freudvolles und gedeihliches Miteinander leben zu können.

Michael Musalek, Psychiater, Neurologe, Psychotherapeut, Wien / Berlin

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien gemeinsam mit dem Stiftungsfonds Erwin Ringel Institut.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Donnerstag, 8. Mai 2025,

Antiziganismus in Österreich

Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath

Subtitle

Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath

30 Jahre nach dem Rohrbombenattentat von Oberwart spricht Stefan Horvath über die Erinnerung an den Porajmos (nationalsozialistischer Völkermord an europäischen Sinti*zze und Rom*nja) und die anhaltende Diskriminierung von Romn*ja in Österreich. Stefan Horvath ist Zeitzeuge in mehr als nur einer Dimension: Seine Eltern überlebten Auschwitz, sein Sohn Peter Sárközi wurde Opfer des neonazistischen Attentats von Oberwart. Er teilt seine Erfahrungen in Büchern (u.a. Ich war nicht in Auschwitz und Katzenstreu) und durch seine Erinnerungsarbeit.

Stefan Horvath, Schriftsteller, Oberwart
Moderation: Lea Riener, Initiative Edut, Wien

In Kooperation mit Edut – Initiative für Erzählen, Diskutieren und transgenerationelles Erinnern und HÖR – Hochschüler*innenschaft Österreichischer Roma und Romnja.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Montag, 12. Mai 2025,

Raumvielfalt

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Was können Kunst und Kultur in ökologischer und raumpolitischer Hinsicht zur Vielfalt urbaner Räume beitragen? Beispiele einer „ökologischen Stadtplanung von unten” prägen den Diskurs um Grünflächen-Gerechtigkeit mit: In Wien setzen sich gerade St. Marx für Alle und Westbahnpark für Erhalt und Renaturierung von Freiflächen ein. In St. Pölten konnte sich der vor der Verbauung gerettete Sonnenpark schrittweise als Open Space für Ökologie und Kulturarbeit etablieren. Kampolerta arbeitet als Kollektiv an der Schnittstelle von Landschaftsarchitektur, Kunst und Urbanismus.

Irene Bittner, Kampolerta, Wien
Hannes Gröblacher, Westbahnpark.live, Wien
Lilli Lička, Boku Wien
Agnes Peschta, Solektiv, St. Pölten
Ida Zahradnik, St. Marx für Alle / BussiGruppe, Wien
Moderation: Isa Klee, Künstlerin und Aktivistin, ÖCW, Wien

In Kooperation mit Solektiv.

Dienstag, 13. Mai 2025,

Geh Denken!

Jüdische Flucht über den Krimmler Tauern 1947

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Jüdische Flucht über den Krimmler Tauern 1947

Alpine Peace Crossing, Verein für aktive Gedenk- und Erinnerungskultur, beschäftigt sich mit jüdischer Flucht nach 1945. An die Flucht tausender Jüd*innen, die 1947 vor dem weiterhin grassierenden Antisemitismus in Europa auf dem Weg nach Israel den Krimmler Tauern queren mussten, wird mit einer jährlichen Wanderung gedacht. Seit 2020 ergänzt eine Zeitschrift die Erinnerungsarbeit: Alpendistel. Magazin für antifaschistische Gedenkkultur. Wie blickt der Gedenkverein in die Gegenwart und Richtung Zukunft?

Matthias Schreckeis, Alpine Peace Crossing (APC), Wien
Antonia Winsauer, Lehrerin, APC und erinnern:at, Wien

In Kooperation mit GEDENKDIENST und DÖW.

Mittwoch, 14. Mai 2025,

Wiener KI-Gespräche // am AIL

KI, Kunst und das Falsche

Subtitle

KI, Kunst und das Falsche

ACHTUNG: Die dritte Veranstaltung der Wiener KI-Gespräche findet im Rahmen von Nacht der Ideen/Nuit des idées im Angewandte Innovation Lab (auf FR/DE) statt.
Verändern KI-generierte Werke unseren Geschmack, so dass wir in Zukunft das Falsche richtig finden? Kann man sagen, dass sogenannte ‚KI Kunst‘ nur Kunst simuliert? Besteht mit KI das Risiko, dass das Internet mit Pastiches bekannter Künstler*innen so sehr überschwemmt wird, dass man die echten Werke nicht mehr erkennt?

Clemens Apprich, Professor für Medientheorie, Vize-Rektor für Forschung und Digitalität, Universität für angewandte Kunst Wien
Justine Emard, Künstlerin, Künstlerische Leiterin des Frankreich-Pavillons bei der Weltausstellung Osaka 2025
Manuela Naveau, Kuratorin, Künstlerin und Professorin für Critical Data, Kunstuniversität Linz
Moderation: Klaus Speidel, Philosoph, Universität für angewandte Kunst Wien

Ort: Angewandte Interdisciplinary Lab, Otto-Wagner Postsparkasse, Georg-Coch-Platz 2, 1010 Wien

In Kooperation mit dem französischen Kulturinstitut.

Anmeldung: https://www.eventbrite.fr/e/nuit-des-idees-2025-informer-lavenir-kunftiges-inspirieren-tickets-1325381073469?aff=oddtdtcreator

Mittwoch, 14. Mai 2025,

ABGESAGT: Abolitionismus in der Sozialen Arbeit

Buchpräsentation und Diskussion

Subtitle

Buchpräsentation und Diskussion

Wobei und wie verweigert Soziale Arbeit, bei der Normalisierung von Personen mitzumachen? In ihren Positionen zu Gefängnis und zu staatlicher Strafe? In ihren Beiträgen zu Zwang, Disziplinierung und zu sozialer Ausschließung? Oder schon bei den Begriffen zur Klassifikation von Abweichung?

Helga Cremer-Schäfer, Soziologin, Kriminologin, Frankfurt/Main
Jonathan Kufner-Eger, Sozialarbeiter, Soziologe, FH Campus Wien
Arno Pilgram, Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie, Innsbruck
Klaus Priechenfried, Psychologe, NEUSTART, Wien
Veronika Reidinger, Sozialarbeiterin, Soziologin, Vicesse
Moderation: Marc Diebäcker & Gabriele Wild, FH Campus Wien

Veronika Reidinger, Jonathan Kufner-Eger, Arno Pilgram, Helga Cremer-Schäfer (Hg.), IS THERE JUSTICE? NO – JUST US! Heinz Steinerts realistischer Sinn für Utopie, Wien: Löcker 2024

In Kooperation mit BA Studiengang Soziale Arbeit der FH Campus Wien.

Donnerstag, 15. Mai 2025,

Roma Activism and Academia

Expert Talk

Subtitle

Expert Talk

As part of its ongoing series on antiziganism in Austria in May 2025, initiative Edut asks about transgenerational remembrance of the antiziganist persecution during National-Socialism, new research on Porajmos (NS genocide of Sinti*zze and Rom*nja) and Critical Romani Studies in international research. Maria Bogdan conducts research on eyewitnesses of the Porajmos as well as on cultural trauma of the European Rom*nja. Rufat Demirov is a social rights activist for Rom*nja in North Macedonia and currently working on his dissertation.

Maria Bogdan, Yale University / Vienna Wiesenthal Institute for Holocaust Studies
Rufat Demirov, Central European University, Vienna
Moderation: Johannes Glack, Initiative Edut, Vienna

In cooperation with Initiative Edut and HÖR – Students’ Union of Austrian Rom*nja.

Freitag, 16. Mai 2025,

Calling the Nerds – Ö1 matrix wird 30!

Diskussion und Pubquiz

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Diskussion und Pubquiz

Als die matrix-Signation 1995 erstmals im Radio ertönte, hieß das Internet noch WWW, entdeckten politische Parteien das Netz, und man fragte sich, ob Videotelefonie bald Standard sein würde. Bis heute stellt sich das matrix-Team jeden Freitag die Frage, wie Digitalisierung die Gesellschaft verändert. Zum 30er gibt es die matrix-Redaktion analog: Wie entsteht eine Sendung, wie werden zwischen KI-Hype und Social Media-Trends Themen gesetzt und welche Geschichten waren wichtig? Anschließend können Besucher*innen beim ersten matrix-Pubquiz ihr Tech-Wissen und Nerdtum unter Beweis stellen.

Ö1 matrix Redaktion: Hannah Balber, Daniela Derntl, Ulla Ebner, Julia Gindl, Sarah Kriesche, Anna Masoner, Mariann Unterluggauer, Irmi Wutscher, Franz Zeller

In Kooperation mit Österreich 1.

Freitag, 23. Mai 2025,

Sculpture and the Un-Conditioning of Architecture

Conversation with Sam Lewitt

Subtitle

Conversation with Sam Lewitt

Over the past 15 years, Sam Lewitt has examined the material foundations and operations of infrastructures – from power grids to commodity supply chains. His sculptural practice treats sites as porous constellations, shaped by political, economic, and planetary dynamics. The conversation will explore how sculpture, as a dynamic map of translocal forces, contests architecture’s drive for synthesis and stability, suggesting a form of its un-conditioning.

Sam Lewitt, artist, Berlin / New York
Sebastian Egenhofer, art historian, Vienna

Event as part of the project Site Complexes: Models of Responsive Practices for the 21st Century (University of Vienna / University of the Arts Berlin).

Montag, 26. Mai 2025,

Bewährungsprobe #54

Künstler*innengespräch

Subtitle

Künstler*innengespräch

Die Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen. In einem Sonderformat verlassen wir kurzzeitig das Territorium der bildenden Kunst und erweitern den Kunstbegriff: Kunst / Pflanzen. Der Botaniker David Prehsler und die Künstlerin Angela Andorrer haben sich auf die Welt der Pflanzen und Blätter spezialisiert. In dieser Bewährungsprobe stellen sie ihre Herangehensweisen, Leidenschaften, Hintergründe und Schnittmengen ihrer Tätigkeiten im Reich der Pflanzen vor.

Angela Andorrer, Künstlerin, Klosterneuburg / Wien
David Prehsler, Botaniker, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Juni 2025

Montag, 2. Juni 2025,

feminismen diskutieren

Dekoloniale Museumspraxis im Weltmuseum Wien

Subtitle

Dekoloniale Museumspraxis im Weltmuseum Wien

Die Defizite im österreichischen Diskurs über die eigene koloniale Vergangenheit brauchen Aufarbeitung. Die aktive Beteiligung von Institutionen und Wissenschaft an kolonialen Projekten sind bis heute in anthropologischen und ethnographischen Museumspraxen sichtbar. Wie äußern sich diese Praktiken im Weltmuseum in Wien? Was möchte das Museum mit den bisherigen (dekolonialen) Strategien erreichen? Welche Hürden gibt es in der Umsetzung? Wer sind relevante Akteur*innen in der österreichischen Debatte?

Thanina Chikhoune, Sozialwissenschafterin, Wien
Marcela Torres Heredia, Decolonizing in Vienna
Moderation: Diana Köhler, VfW, ORF, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Dienstag, 3. Juni 2025,

Haben und Gehabe

Buchpräsentation

Subtitle

Buchpräsentation

Nicht nur in der Soziologie, sondern disziplinübergreifend sind Entstehungsbedingungen von Kunst, Kultur, Literatur mittlerweile Thema. Die Literaturkritik ist zwar bereit, Texte zum Thema Klasse zu rezipieren, doch stellt sich den in deutscher Sprache schreibenden Autor*innen immer noch die Frage, ob denn nicht Ästhetik das entscheidende Kriterium für die Qualität der eigenen Arbeit sei. Der Band vereint Texte und Gespräche mit Kunstschaffenden und Schriftsteller*innen, die sich auf unterschiedliche Weise mit Fragen rund um das Thema Klasse und Herkunft auseinandersetzen.

Natascha Gangl, Autorin, Wien
Barbara Juch, Dramaturgin und Performancekünstlerin, Wien
Sabine Scholl, Schriftstellerin, Wien

Sabine Scholl (Hg.), Haben und Gehabe. Zu Klasse und Herkunft in der Literatur, Wien: Sonderzahl Verlag 2025

Donnerstag, 5. Juni 2025,

Walking in the landscape: the “experiential score”

Lecture

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Lecture

Walking in the landscape creates an intimate relationship between the walker and the landscape that can be thought of as an on-going perceptive dialogue. How to represent this dialogue has been a long-standing quest among artists and landscape architects. The talk discusses an experiment in representation in the shape of a “experiential score”, and explores a dynamic approach to the aesthetics of spatial perception.
The talk is accompanied by an exhibit of work by landscape architecture students from BOKU.

Cathérine Szántó, landscape architect, Maître de conférences en Ville et Territoire, Ecole Nationale Supérieure d’Architecture Paris La Villette
Moderation: Roland Tusch, architect, Institute for Landscape Architecture, BOKU University

An event by the Institute of Landscape Architecture, BOKU, Vienna.

Freitag, 6. Juni 2025,

FLUVIALE – Along the Line

Eröffnungspräsentation und Podiumsdiskussion

Subtitle

Eröffnungspräsentation und Podiumsdiskussion

Zum ersten Mal in der bekannten Menschheitsgeschichte ist das Überleben unserer Spezies nicht mehr gesichert. Wie steht es um Europa? Die FLUVIALE macht sich auf den Weg, quer durch Europa von Catania in Sizilien bis nach Skjervøy an der Barents See in Norwegen. Mit dem Projekt werden aus Analysen vor Ort künstlerische Arbeiten und Module entwickelt, die sich in einem öffentlichen Diskurs existenziellen Fragen nach sozialen Defiziten, Gerechtigkeit, Technologieentwicklung und Zukunftsgestaltung stellen.

Kernteam Fluviale: Jennifer DeFelice, Alfred Hruschka, Thomas J. Jelinek, Aiko Kazuko Kurosaki, Gertrude Moser-Wagner, Magdalena Pfeifer

Ewa Ernst-Dziedzic, Politologin
Elke Krasny, Kuratorin, Stadtforscherin, Kulturtheoretikerin
Gertrude Moser-Wagner, Bildhauerin, Konzept- und Projektkünstlerin
Anna-Laetizia Rauchenwald, Sozialwissenschaftlerin, Aktivistin
Moderation: Thomas J. Jelinek, Künstler

Mittwoch, 11. Juni 2025,

Salon Philosophique

Wahrheit und Traum in der Daseinsanalyse

Subtitle

Wahrheit und Traum in der Daseinsanalyse

Wie wir angesichts der gegenwärtigen politischen Disruptionen sehen können, ist die Wahrheit in Gefahr. Heute werden selbst nachprüfbare Fakten bestritten, oder selektiv zur Untermauerung eigener Meinungen oder für Propaganda-Zwecke missbraucht. Wahrheit ist aber zweifellos weit mehr als Faktizität. Wahrheit ist zutiefst mit dem Verständnis des Seins verbunden. Deshalb ist der Ausgangspunkt für die tiefere Wahrheits-Erkenntnis unsere Erfahrung des Daseins. Das greift die psychotherapeutische Daseinsanalyse auf: Weil der Mensch ein offenes Freiheitswesen ist, versucht sie Klient*innen dabei zu helfen, sich durch ein tiefgreifendes Verstehen von den krankmachenden Einengungen ihres Daseins zu befreien. Träume stellen auf diesem Weg zur existenziellen Wahrheit ein „therapeuticum magnum“ (Medard Boss) dar.

Johannes Kaup, Daseinsanalytiker, Moderator, Autor, Wien

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien gemeinsam mit dem Stiftungsfonds Erwin Ringel Institut.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Donnerstag, 12. Juni 2025,

Vienna meets Prague

Toyen. Eine Biographie

Subtitle

Toyen. Eine Biographie

Toyen ist eine Malerin des Surrealismus und die wichtigste tschechische Künstlerin des 20. Jahrhunderts – und viel mehr als das. Ihre Bilder – poetisch und provokant, suggestiv und abgründig – prägen sich tief ins Gedächtnis ein. Auch als Grenzgängerin zwischen den geschlechtlichen Identitäten und kompromisslose Avantgardistin erlangte sie (nach ihrem Tod) Berühmtheit. Obwohl sie als Surrealistin nicht unbekannt war, blieben ihre Werke wenig beachtet. Dies änderte sich schlagartig mit der Versteigerung ihres Nachlasses im Jahr 1980. Seither erzielen ihre Bilder enorme Preise auf dem Kunstmarkt und werden international gefeiert.
Gespräch: tsch./dt. (Simultan-Übersetzung)

Andrea Sedláčková, Schauspielerin, Regisseurin, Autorin, Paris

Eine Veranstaltung von Vienna meets Prague.
Details: www.viennameetsprague.com

Donnerstag, 12. Juni 2025,

Vienna meets Prague

„Warten auf den Dänen“: Eine Suche nach Mitteleuropa, mehr denn je

Subtitle

„Warten auf den Dänen“: Eine Suche nach Mitteleuropa, mehr denn je

Wo leben wir? Und was ist es, das uns die Welt vertraut macht? Das beschäftigt die Autorin Dora Kaprálová, und in ihrem Schreiben umkreist sie diese Fragen mit spielerischer Leichtigkeit. Was ihre Prosa auszeichnet, ist die besondere Mischung aus stilistischer Prägnanz und Verkürzung, eingetaucht in Imagination und subtile Ironie. Ihre Themen verorten sich dabei – wie ihre Biographie – in Mitteleuropa. Oft geht es um das Leben im Exil, um die Abenteuer der Vielsprachigkeit, um das Verhältnis zu anderen Menschen und dem, was Heimat ausmacht.
Für das Festival bringt die Autorin einen Kurztext mit, der auf amüsante Weise die Suche nach dem mitteleuropäischen Raum auf der Karte der Intimität beschreibt. Es ist, wie Kaprálová schreibt, die „Suche nach Heimat in einer Welt, die sich in den Autokratien der russisch-amerikanischen Föderation zu verlieren droht.“

Dora Kaprálová, Autorin, Journalistin, Berlin
Moderation: Manfred Müller, Österreichische Gesellschaft für Literatur

Lesung aus: „Utrpení a jiné žánry“ (Leiden und andere Genres) ​

Eine Veranstaltung von Vienna meets Prague.
Details: www.viennameetsprague.com

Montag, 16. Juni 2025,

Agency #3: Toil

Book Presentation and Panel Discussion

Subtitle

Book Presentation and Panel Discussion

What does “toil” mean for an artist? It could be all the toiling involved in making art, grasping at elusive ideas, staying driven over many years. Or it could be the daily struggle of existence as an artist, with rents going up in every major city, the political climate becoming more hostile to the arts. And it could be the metaphysical labor of art. What does it mean to make art today, and why does it matter? It is an objectively irrational thing to dedicate your life to. What is the true reward?

Bettina Brunner, curator, Vienna 
Andrés Ramírez Gaviria, artist, Vienna 
Annette Südbeck, curator, Vienna
Moderation: Yuki Higashino, artist, Vienna

Screening: Capital Feelings (2024), R: Laura Nitsch, 6 min.

Yuki Higashino, Elisabeth Kihlström, Andrés Ramírez Gaviria (Ed.), Agency #3: Toil, Vienna, 2025

Mittwoch, 25. Juni 2025,

What is Ukrainian painting now?

Panel Discussion

Subtitle

Panel Discussion

Painting, historically grounded in its socio-political context, has been a medium through which times of crisis, ideological shifts, and cultural transitions are both recorded and reinterpreted. In Ukraine, painters have persistently mirrored both the shifting environment and the existential conditions of human experience.
This conversation focuses on the inheritance of visual memory – how it evolves under conditions of crisis. By foregrounding the personal and political entanglements of artistic work before and after the onset of full-scale war, the panel opens questions on how Ukrainian painting continues to be an archive of a collective memory.

Yehor Antsyhin, artist, Vienna
Polina Baitsym, art historian, curator, Vienna 
Danylo Kovach, artist, Vienna
Olena Shtepura, artist, scenographer, Vienna
Moderation: Ania Zorh, artist, researcher, founder prolet.AIR artist union, Vienna 

In cooperation with Office Ukraine.

September 2025

Donnerstag, 11. September 2025,

Standing Together

Buchpräsentation

Subtitle

Buchpräsentation

Jüdische und palästinensische Stimmen für einen gerechten Frieden im Nahen Osten versammelt der Band Standing Together. Nach dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 und dem Beginn der verheerenden Angriffe des israelischen Militärs auf den Gazastreifen gründete sich in Wien die jüdisch-arabische Friedensinitiative Standing Together Vienna. Indem sie für Frieden, Koexistenz und Gleichberechtigung eintritt und sich klar von ethnonationalistischen Haltungen und politischer Gewalt abgrenzt, will sie eine Lücke in der polarisierten Debatte füllen.

Isabel Frey, Musikerin und Aktivistin, Wien
Nadine Sayegh, Unternehmerin und Autorin, Wien
Moderation: Martin Birkner, Mandelbaum Verlag, Wien
Musikalische Umrahmung mit der Oud: Marwan Abado

Isabel Frey, Nadine Sayegh (Hg.), Standing Together. Jüdische und palästinensische Stimmen für einen gerechten Frieden im Nahen Osten, Wien: Mandelbaum 2025

In Kooperation mit dem Mandelbaum Verlag.

Dienstag, 23. September 2025,

Crit Cross #26

Visiting Critics Vienna

Subtitle

Visiting Critics Vienna

Four art critics are taking part in the Visiting Critics Vienna 2025 residency program. During the program they visit the exhibitions of the gallery festival Curated by in Vienna, meet institutional and independent actors of the Austrian art scene, visit artist studios as well as museums or independent spaces and write articles about their experiences. In the last days of the residency, they reflect on their practices and their visions of art criticism.

Soukaina Aboulaoula, curator and researcher, Morocco
Gabriel Bogossian, curator, art writer and translator, Brasil
Miona Muštra, art critic, historian, lecturer and researcher, Croatia
Eugene Yiu Nam Cheung, writer, cultural worker, Australia / Hong Kong
Moderation: Klaus Speidel, Verein K, Austria

In cooperation with Verein K.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Dienstag, 30. September 2025,

Culture in Totalitarian Systems

Discussion

Subtitle

Discussion

Freedom of cultural life is severely restricted in authoritarian countries, yet there are always areas where a certain degree of freedom of cultural creativity is possible. Especially in times when more and more democracies are tipping toward illiberalism or authoritarianism, the question arises all the more urgently as to what forms of resistance are possible and how a free culture, as one of the cornerstones of an open society, can be kept alive. How can social alliances and international connections help in this regard?

Michal Hvorecky, author, Bratislava
Anastasia Patlay, theatre director, Granada
Moderation: Dessy Gavrilova, cultural entrepreneur and curator, Vienna

Oktober 2025

Freitag, 3. Oktober 2025,

Decolonize Our Climate

Diskussion & Workshops

Subtitle

Diskussion & Workshops

Am 3. und 4. Oktober 2025 lädt die African Cultural Foundation Wien zu einer Veranstaltungsreihe unter dem Titel Decolonize Our Climate – Stimmen aus dem Globalen Süden und der Diaspora ein. Ziel ist es, dekoloniale Perspektiven auf Klimagerechtigkeit sichtbar zu machen, globale Zusammenhänge zu beleuchten und Brücken zu lokalen Fragen in Wien zu schlagen. 
Den Auftakt bildet am Freitag das Panel Internationale Perspektiven auf Umweltgerechtigkeit und Whitewashing in der Klimabewegung mit Klimaexpert*innen aus dem Globalen Süden. Am Samstag folgen zwei Workshops: ein Dekolonisierungsworkshop mit Lucía Muriel sowie Klima im Alltag – Ernährung & Aktivismus mit Téclaire Ngo-Tam.

Veranstaltungssprache: Englisch
Details: https://www.africancultural-foundation.org/de/event-details/decolonize-our-climate-stimmen-aus-dem-globalen-suden-und-der-diaspora-2025-10-03-18-00

Eine Veranstaltungsreihe der African Cultural Foundation Wien.

Mittwoch, 8. Oktober 2025,

Cash.for.Culture

Preisverleihung

Subtitle

Preisverleihung

Ein Abend für die Zukunft von Kunst und Kultur: Eine Expert*innenjury hat gewählt – die herausragendsten Projekte des Jahres 2024 werden prämiert und in kurzen Porträts vorgestellt. Cash.for.Culture fördert junge Künstler*innen im Alter von 13 bis 23 Jahren. Der Raiffeisen Club Award bietet Raum, um junge Kunst und Kultur zu feiern – aber auch für Vernetzung und Austausch mit Preisträger*innen, Coaches und kunstbegeisterten Gästen.

Monika Erb, Geschäftsführerin BASiS.KULTUR.WiEN
Günther Haas, Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien
Veronica Kaup-Hasler, Kulturstadträtin, Wien
Judith Mantler, Projektleitung, Wien

Eine Veranstaltung von Cash.for.Culture.

Freitag, 10. Oktober 2025,

TAGEBUCH: Feindbild Trans

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Die globale Rechte nimmt transidente Menschen ins Visier – und stößt damit in die politische Mitte vor. Die neue Ausgabe des TAGEBUCH geht Formen und Folgen der Transfeindlichkeit nach. Warum ist gerade „trans“ zu einem Schlüsselthema rechter Kulturkämpfe geworden? Welche Auswirkungen haben transfeindliche Gesetze weltweit und in Österreich? Und wie können Perspektiven für Befreiung gewonnen werden?

Juliana Gleeson, Historikerin und Autorin, Berlin
Kian Kaiser aka Der Kuseng, Kabarettist, Wien
Sascha Kerschhaggl, Journalist, Wien
Moderation: Benjamin Opratko, Chefredakteur TAGEBUCH, Wien

In Kooperation mit TAGEBUCH.

Montag, 13. Oktober 2025,

Geschichte trifft Gegenwart

Flucht, Erinnerung und Dialog

Subtitle

Flucht, Erinnerung und Dialog

Achtzig Jahre nach Kriegsende stehen die Themen Flucht, Erinnerung und das Miteinander in einer vielfältigen Gesellschaft im Zentrum. Der Abend informiert über historische Hintergründe und die Situation von gestrandeten Menschen in DP-Camps wie dem Wiener Rothschildspital. Er wird durch die Ausstellung Grenzen überwinden – Jüdische Flucht im Salzburger Hochgebirge 1947 begleitet.

Jasmin Koch, Verein Fremde werden Freunde, Wien
Judith Kohlenberger, Kulturwissenschaftlerin und Migrationsforscherin, WU Wien
Christine Oertel, Zeithistorikerin, Margarethe-Schütte-Lihotzky Zentrum, Wien
Moderation: Antonia Winsauer & Daniela Lackner, ERINNERN:AT, Wien

Eine Veranstaltung von ERINNERN:AT.

Mittwoch, 15. Oktober 2025,

Menschenrechte: Und die Frauen?

Vortrag

Subtitle

Vortrag

Gerade eineinhalb Monate nach den ersten Vorstadtkämpfen in Paris wurden 1789 die Menschenrechte proklamiert. In der Erklärung wurden allerdings nicht nur Grundrechte formuliert, sondern auch soziale Ungleichheiten festgeschrieben. Von den Bürgerrechten ausgeschlossen blieben sowohl die besitzlose Bevölkerung als auch Frauen. Ein historischer Blick auf ihr politisches Engagement und ihren Kampf um Partizipation lässt einen Bogen bis in die Gegenwart spannen.

Barbara Litsauer, Politikwissenschaftlerin, ÖGPB, Wien

Kultur der Menschenrechte und politische Erwachsenenbildung ist eine Vortragsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Depot und dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK).

Weitere Termine:
Mittwoch, 5. November (Depot): Walter Suntinger
Dienstag, 18. November (IWK): Patricia Hladschik
Mittwoch, 3. Dezember (Depot): Shams Asadi

Donnerstag, 16. Oktober 2025,

Soziale Arbeit

Geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe?

Subtitle

Geschlossene Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe?

Straftaten einzelner Minderjähriger erregten zuletzt breite mediale und politische Aufmerksamkeit. Darauf folgten nicht nur populistische Forderungen zur Herabsetzung der Strafmündigkeit, es werden aktuell auch neue Zwangsansprüche an die Soziale Arbeit herangetragen. Möglichkeiten des „Festhaltens“,  des temporären oder auch regelhaften „Einschließens“ in sozialpädagogischen Wohngemeinschaften stehen zur Diskussion. Vor dem Hintergrund struktureller Krisen und eines fortwährenden Ressourcenmangels in der Kinder- und Jugendhilfe treffen kinderrechtsorientierte Haltungen und sozialpädagogische Erziehungsstandards auf punitive Trends und Konzepte im Namen der Kriminalprävention. An diesem Abend knüpfen wir an Erfahrungen und kritische Positionen zu geschlossenen Einrichtungen in Deutschland an und diskutieren fachliche Perspektiven für die Soziale Arbeit.

Impulsvortrag: Tilman Lutz, Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
Melanie Ehring, Hochschule Campus Wien
Nicole Ortner, Arbeitskreis Noah, Wien
Moderation: Gabriele Wild & Marc Diebäcker, Hochschule Campus Wien

Eine Reihe des BA-Studiengangs Soziale Arbeit der Hochschule Campus Wien.

Mittwoch, 22. Oktober 2025,

feminismen diskutieren

Gender und öffentlicher Raum

Subtitle

Gender und öffentlicher Raum

Wie haben sich Zugänge zu feministischer Planung in den letzten 25 Jahren verändert? Welche Rolle spielen Geschlechterkonstruktionen in Planungsprozessen? Wie beeinflussen sie Raumpraktiken und den urbanen Raum? Zwei Landschaftsarchitektinnen reflektieren ihre Planungspraxis anhand von zwei vieldiskutierten Wiener Beispielen feministischer Planung, dem Einsiedlerplatz in Margareten (1999–2000) und dem Reumannplatz in Favoriten (2014–2018).

Susanne Staller & Heide Studer, tilia büro für landschaftsplanung, Mödling / Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.

Freitag, 24. Oktober 2025,

Wiener KI-Gespräche

What is ethical AI – and how can we get there?

Subtitle

What is ethical AI – and how can we get there?

AI ethics commissions, guidelines, and policy frameworks have proliferated in recent years. They promise a responsible and human-centred approach to rapidly advancing technologies. There is little consensus on what „ethical AI“ would look like – let alone how to get there and who should be involved in developing it. Who defines its parameters, and whose values are embedded or excluded in the process?
The fourth edition of Wiener KI-Gespräche brings together perspectives to explore the contested terrain of AI and ethics. Asma Derja represents a grassroots approach dedicated to aligning AI development with human rights and social justice. Alexander Schindler is a machine learning expert. What is AI ethics and what needs to be done for it to become more than a buzzword?

Asma Derja, Founder Ethical AI Alliance, Barcelona
Alexander Schindler, AI Taskforce, AIT Austrian Institute of Technology, Vienna
Moderation: Klaus Speidel, philosopher, University of Applied Arts Vienna

Sonntag, 26. Oktober 2025,

Betroffenheit ohne Betroffene?

Gespräch

Subtitle

Gespräch

Am jüdischen Feiertag Yom Kippur 5780, am 9. Oktober 2019 tötete ein Rechtsterrorist in Halle zwei Menschen. Auch die Anschlagsserie in Österreich 1993 bis 1996 galt Angehörigen von Minderheiten und Aktivist*innen, die vier in Oberwart ermordeten Roma wurden Opfer einer rassistischen Ideologie. Eine psychologisierende Berichterstattung, die Rede von „Einzeltaten“ und die Unfähigkeit, die Kontinuität antisemitischer, rassistischer und antifeministischer Ideologien zu erkennen, prägen bis heute den Umgang mit rechter Gewalt. Am Nationalfeiertag sprechen Betroffene der beiden Anschläge über die gesellschaftliche und politische Aufarbeitung. Welche Perspektiven dominier(t)en die Narrative? Wie wurde und wird mit Opfern der Anschläge und ihren Angehörigen umgegangen?

Christina Feist, Journalistin, Historikerin, Philosophin, Paris
Tina Nardai, Aktivistin und Journalistin, Oberwart
Moderation: GEDENKDIENST & Prozess Report

In Kooperation mit dem Verein GEDENKDIENST und Prozess Report.

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Dienstag, 28. Oktober 2025,

Intergenerationale Verbindungen

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Mit welchen Allianzen begegnen Kunst und Gesellschaft den Fragen der Gegenwart? In den vergangenen dreißig Jahren ging es im Depot auch regelmäßig um den Austausch zwischen den Generationen: Was macht das System Kunstbetrieb aus, welchen gesellschaftlichen Veränderungen ist es unterworfen, wie verlaufen Karrieren und persönliche Entwicklungen von Künstler*innen? Der Abend knüpft an diese Tradition an und beleuchtet künstlerische Praxis, wandelnde Technologien, Wissenstransfer und politische Rahmenbedingungen aus einer feministischen Perspektive.

Ana de Almeida, Künstlerin, Wien
Margot Pilz, Künstlerin, Wien
Moderation: Nicole Scheyerer, Kunstkritikerin, Wien

November 2025

Montag, 3. November 2025,

How to make art when the world is burning

Oliver Ressler

Subtitle

Oliver Ressler

Welche Rolle kann die Kunst in Krisenzeiten spielen? Wie können Künstler*innen systemrelevant bleiben, wenn ebendiese Systeme kollabieren? Über solche Fragen diskutiert Klaus Speidel in dieser neuen Reihe öffentlich mit Kunstschaffenden im Rahmen einer Lehrveranstaltung. Oliver Ressler spielt hier eine wichtige Rolle: Seit etwa drei Jahrzehnten nimmt er Aspekte von Demokratie, Ökonomie, Migration und Ökologie in den Blick, um strukturelle Ursachen, aber auch Widerstandsformen und Handlungsoptionen aufzuzeigen.

Oliver Ressler, Künstler, Wien
Moderation: Klaus Speidel, Kunsttheoretiker, Kritiker, Kurator, Wien

In Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst.

Mittwoch, 5. November 2025,

Menschenrechte in stürmischen Zeiten

Vortrag

Subtitle

Vortrag

Die Menschenrechte stellen ein System fundamentaler Werte und Regeln dar, die ein Leben in Würde aller gewährleisten sollen, gerade auch in Krisenzeiten. Der Vortrag führt in menschenrechtliche Konzepte ein, behandelt aktuelle Debatten, den gegenwärtigen Backlash gegen Menschenrechte, zeigt aber auch deren alltägliches Funktionieren sowie wesentliche Errungenschaften der letzten Jahrzehnte. Und zentral: Welche Rolle bei ihrer Umsetzung haben Erwachsenenbildner*innen und – letztlich – wir alle?

Walter Suntinger, Menschenrechtsberater und Universitätslektor, Wien

Kultur der Menschenrechte und politische Erwachsenenbildung ist eine Vortragsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Depot und dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK).

Weitere Termine:
Dienstag, 18. November (IWK): Patricia Hladschik
Mittwoch, 3. Dezember (Depot): Shams Asadi

Dienstag, 11. November 2025,

Salon an.schläge

Mensch und Maschine

Subtitle

Mensch und Maschine

In den Neunzigern träumte der Feminismus vom Cyberspace als Ort jenseits des Patriarchats. 2025 stehen wir einem nie dagewesenen Tech-Kapitalismus gegenüber, der Faschismus befeuert und queerfeministische Utopien erstickt. Beim neuen Salon im Depot präsentiert die Redaktion die aktuelle an.schläge-Ausgabe zu Mensch und Maschine. Zunächst wird mit dem künstlerischen Beitrag eine simulierte Landschaft mit Empathic Creatures erkundet. Nach einem Gespräch über Plattformkapitalismus und feministischem Widerstand gegen die „Broligarchen“ geht es mit an.schläge-Beats zur Vernetzung an die Bar.

Video und Lesung: Barbara Kapusta, Künstlerin, Wien
Angelika Adensamer, Juristin, Menschenrechtsexpertin, Wien
Louise Beltzung, Digitaler Konsument*innenschutz, AK Wien
Moderation: İrem Demirci, an.schläge

In Kooperation mit an.schläge – das feministische Magazin.

Mittwoch, 12. November 2025,

Die Fruchtbar

The A.R.T.ificial Child. Or not.

Subtitle

The A.R.T.ificial Child. Or not.

Kinder zu bekommen ist eigentlich die „natürlichste Sache der Welt“. Doch in Zeiten von politischen, sozialen, familiären, ökonomischen und ökologischen Umbrüchen mutiert Kinderwünschen und -bekommen zum Ausnahmefall. Assisted Reproductive Technologies (A.R.T.) sind zum festen Bestandteil unserer Kultur geworden, in der einer von sechs Menschen unfruchtbar ist. Die Künstlerin Irini Athanassakis stellt ihr Buch Poiesis vor und zeigt den Kurzfilm KORE, revisited. Im Anschluss diskutieren Expert*innen über Kinder-/Nichtwunsch und Reproduktionstechnologien in Kunst und Praxis.

Irini Athanassakis, Künstlerin, Autorin, Salzburg / Berlin
Thomas Ballhausen, Literaturwissenschaftler, Interuniversitäre Einrichtung Wissenschaft & Kunst, Salzburg
Christina Fadler, Die Fruchtbar, Wien
Moderation: Sofi Esterhazy, Die Fruchtbar, Wien

In Kooperation mit Die Fruchtbar – Verein Kinderwunsch Österreich.

Donnerstag, 13. November 2025,

Herkunft und Zugehörigkeit

Gespräch

Subtitle

Gespräch

Der Schriftsteller Kurt Palm diskutiert über sein Aufwachsen und sein aktuelles Leben in Wien-Neubau. In seinem Roman Trockenes Feld erzählt er von seinen Eltern, die 1943 auf einem Pferdewagen aus Suhopolje in Kroatien fliehen mussten. Als sogenannte Donauschwaben waren sie in ihrer Heimat nicht mehr des Lebens sicher. Im oberösterreichischen Hausruckviertel taten sie alles, um nicht mehr an ihre Herkunft erinnert zu werden – auch Kurt Palm erfuhr davon erst sehr spät. Bekannt wurde er als Regisseur, TV-Produzent und Autor von Krimis und Sachbüchern.

Kurt Palm, Autor, Regisseur, Wien
Moderation: Helmut Schneider, Wien live. Das Stadtmagazin, Wien

Kurt Palm, Trockenes Feld, Graz: Leykam 2024

Eine Veranstaltung der Kulturgemeinde Neubau.

Freitag, 14. November 2025,

Deleuze 100

Film / Performance / Diskussion

Subtitle

Film / Performance / Diskussion

2025 jährt sich der 100. Geburtstag sowie der 30. Todestag des Philosophen Gilles Deleuze. Zu diesem Anlass findet am Institut für Philosophie der Uni Wien die Tagung Deleuze 100. Ein deleuzianisches Jahrhundert? Aktualitäten, Perspektiven, Zukünfte statt, welche die Philosophie von Deleuze gegenwärtig verorten soll. Michel Foucaults Prophezeiung „Aber eines Tages wird das Jahrhundert vielleicht deleuzianisch sein“ dient dabei als Bestandsaufnahme wie spekulativer Durchgangspunkt.

Film: Auszüge aus L‘Abécédaire de Gilles Deleuze (1989)
Performance: Ardan Hussein, Evi Jägle und Jan Barner: Die Ausdrucksmaschine. Ein choreographierter Prozess nach Kafka

Roundtable: Sandra Lehmann (Universität Wien), Gerald Raunig (ZHdK Zürich), Marc Rölli (HGB Leipzig), Ruth Sonderegger (Akademie der bildenden Künste Wien), Stephen Zepke (Universität für angewandte Kunst Wien)
Moderation: Eva-Maria Aigner, Ralf Gisinger, Christoph Hubatschke, Evi Jägle, Jonas Oßwald

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Montag, 17. November 2025,

Was ist los in Kärnten?

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Unter fadenscheinigem Vorwand stürmte ein Großaufgebot der Polizei im Juli ein antifaschistisches Jugendcamp am Peršmanhof, das vom Klub Slowenischer Student*innen Wien mit Unterstützung des Museum Peršman organisiert wurde. Die retraumatisierenden Vorgänge rund um den Gedenkort für die nationalsozialistische Verfolgung und Ermordung von Angehörigen der Kärntner-slowenischen Bevölkerung blieben nicht die einzigen Provokationen gegen die Minderheit. Wenig später gab es etwa bei einem Fußballspiel des SAK Celovec / Klagenfurt eine Gelbe Karte wegen der Verwendung der slowenischen Sprache. Nach Jahren der Entspannung scheint sich nun wieder politischer und gesellschaftlicher Druck auf die Minderheit der Kärntner Slowen*innen aufzubauen. Was ist hier los?

Ana Grilc, Klub Slowenischer Student*innen Wien
David Ressmann, Društvo / Verein Peršman, Celovec / Klagenfurt
Peter Pirker, Historiker, Kurator, kaernten.museum / Universität Innsbruck
Moderation: Jana Sommeregger, Initiative Minderheiten, Wien

In Kooperation mit der Initiative Minderheiten.

Dienstag, 18. November 2025,

Crit Cross #27: The Ecology of Attention

Art Criticism in the Expanded Now

Subtitle

Art Criticism in the Expanded Now

As an echo of how technology reshapes the (art-)world, art criticism situated in the arts’ ecological system spreads widely. Currently, the field witnesses a dissemination to different pockets and formats – Instagram, TikTok, Substack, YouTube, memes, extending the reach of blogs, websites, online magazines, or rather traditional formats as newspapers, journals, and magazines. Have the new formats keyed themselves to a younger, hyper-contemporary audience versed in cultural development not only within art but from adjacent fields?
Amid the saturation of digital media, information bubbles, and AI-generated content, does criticism still serve as a space for reflection and resistance, or has it transformed into a mode of participation that mirrors rather than challenges dominant discursive formations? Setting aside the usual “crisis” refrain, interest in art criticism is resurging, and with it a renewed esteem for human writing – a hopeful sign as the field adapts.

Ewa Borysiewicz, art historian, researcher, online magazine MOST, Warsaw
Margit Neuhold, author, educator, curator, Graz

In cooperation with Verein K.

Mittwoch, 19. November 2025,

Salon Philosophique

„Wozu heute noch philosophieren?“ – Akademische vs. persönliche Philosophie

Subtitle

"Wozu heute noch philosophieren?" – Akademische vs. persönliche Philosophie

Wenn jemand davon spricht, wie uns „die Philosophie bei einem bestimmten Problem helfen kann“ oder dass „die Beschäftigung mit Philosophie“ für uns nützlich sei, geht allein daraus bereits hervor, dass dieser Mensch in der akademischen Philosophie befangen ist. Nämlich weil er/sie Philosophie als ein Fach oder Wissensgebiet ansieht statt als eine Tätigkeit.
Persönliche Philosophie und akademische Philosophie bilden einen absoluten Gegensatz: Beim persönlichen Philosophieren versuchen wir, unsere individuelle Perspektive rational zu begründen und intersubjektiv verständlich zu machen. Anders gesagt: Wir versuchen, selbst zu denken. In der akademischen Philosophie hingegen verzichtet man von Vornherein im Namen der Wissenschaftlichkeit auf das eigene Selbst: Eine persönliche Perspektive gilt als subjektiv und Subjektivität als unvereinbar mit Wahrheit. Akademische Philosophie bedeutet Verzicht auf persönliches Philosophieren.
In der Folge kommt es zu „interkulturellen Missverständnissen“ zwischen persönlich und akademisch philosophierenden Menschen, weil sie unterschiedliche Vorstellungen davon haben, worum es in der Philosophie geht und was gutes Philosophieren ist.

Vortrag: Helmut Hofbauer, Philosoph, Wien
Moderation: Michael Musalek, Psychiater, Neurologe, Psychotherapeut, Wien / Berlin

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien / Berlin.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Donnerstag, 20. November 2025,

Energiekultur: Ressource Öl

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Die Substanz Erdöl hat neben ökologischen und wirtschaftlichen auch kulturelle und soziopolitische Dimensionen: Konzepte wie „Petro-Subjectivity“ und „Petro-Masculinity“ verhandeln die Frage, inwiefern Erdöl unsere zivilisatorische Identität bestimmt. Der Rohstoff hat Einfluss auf unsere Wahrnehmung und Lebensrealität: Farben, Medikamente, Infrastruktur, Produktion und Landwirtschaft. Wie gestaltet sich die Beziehung zwischen fossilen Brennstoffen, Demokratie und Klimawandel? Welches klimaaktivistische Potenzial steckt in künstlerischer Forschung? Wie formen neue Energieträger die Gesellschaft?

Alina Brad, Politikwissenschaftlerin, Universität Wien
Ernst Logar, Künstler, Universität für angewandte Kunst, Wien
Flora Peham, Klimaaktivistin, Fridays for Future Österreich, Wien
Moderation: Tanja Traxler, Wissenschaftsjournalistin, Wien

Samstag, 22. November 2025,

Ljubimowka – Echo. Wien

Festival neuer Dramatik

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Festival neuer Dramatik

Krieg, Migration und Liebe in einer neuen Welt: Erstmals findet das Ljubimowka-Festival neuer Dramatik in Wien statt. Regisseur*innen und Schauspieler*innen aus Österreich und Deutschland lesen deutsche Übersetzungen von sieben neuen Stücken russischsprachiger Autor:innen im erzwungenen Exil. Das Festivalprogramm wird auf Deutsch mit russischen Untertiteln präsentiert.

SAMSTAG, 22. November 2025

15:00 Festivaleröffnung

15:15 Eröffnungsstück: „Frauen im Dunkeln“ von Iryna Serebriakova & Masha Denisova (Kyjiw / Warschau) + „Männer am helllichten Tag“ von Iryna Serebriakova (Kyjiw / Warschau)
Regie: Ivan Strelkin & Ira Süssenbach
„Frauen im Dunkeln“. Übersetzung: Satchel Reemtsma. Gespräche ukrainischer Frauen über das Leben in der Stadt bei ständigen Stromausfällen während des Krieges. 
„Männer am helllichten Tag“. Übersetzung: Johanna Marx, Claudia Zecher. Gespräche ukrainischer Männer über das Leben während der Mobilmachung, über das Drücken vor dem Dienst und das Freiwilligmelden, über die Entvölkerung der Städte und den Verlust gewohnter Bindungen, über Angst, Liebe, Verwirrung und Unterstützung.

18:00 „Götterspiel. Theatrale Untersuchung eines Kriegsverbrechens” von Marius Ivaškevičius (Vilnius)
Regie: Greta Susceviciute
Übersetzung: Ruth Altenhofer, Johanna Marx, Claudia Zecher
Ein episches Stück, das sich mit der Untersuchung von Gewalt im Krieg und Patriarchat anhand dokumentarischer Zeugnisse von Frauen befasst, die die Belagerung von Mariupol im Jahr 2022 überlebt haben. Darunter ist die Geschichte von Anna Belobrova und dem Tod ihres Mannes, des litauischen Dokumentarfilmers Mantas Kvedaravičius.

20:30 „Verbotene Gefühle … in Zeiten des Kriegs“ von Nana Grinstein, Nadiia Humeniuk, Friederike Meltendorf, Natalia Reznichenko, Julia Solovjeva, Julia Zeichenkind, Henrike Schmidt (Hamburg)
Gelesen von den Autorinnen
Übersetzung: Friederike Meltendorf, Henrike Schmidt
Ein dokumentarisches Projekt, basierend auf realen Interviews mit Menschen aus der Ukraine, Russland, Deutschland und anderen Ländern, die den Krieg erlebt oder reflektiert haben. Das Stück besteht aus anonymisierten Monologen in verschiedenen Sprachen, die widersprüchliche, unterdrückte, „verbotene“ Gefühle thematisieren. Es schafft einen Raum für ehrliche Aussagen und den Versuch von gegenseitigem Verstehen.

SONNTAG, 23. November 2025

13:00 Offener Runder Tisch mit Übersetzer*innen, Autor*innen und Festivalteilnehmer*innen

15:00 „Wanja ist am Leben“ von Natalia Lizorkina (Moskau / Tbilisi)
Übersetzung ins Deutsche und Lesung: Maria Agni
Ein Monodrama über eine Soldatenmutter, deren Welt von Stimmen aus der Außenwelt erfüllt ist. Das Stück wurde im März 2022 geschrieben und gilt als das wichtigste russische Theaterstück seit Beginn der großangelegten Invasion. Die englischsprachige Uraufführung fand 2023 beim Edinburgh Fringe Festival statt. Das Stück wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und erhielt hervorragende Kritiken in renommierten Medien wie The Financial Times, The Scotsman, The Edinburgh Reporter, The Theatre Times und vielen anderen.

16:30 „BOBIK – Gefangenentransporter“ von Liza Kaschintseva (Moskau)
Übersetzung: Ruth Altenhofer
Regie: ein Videostück von Liza Kaschintseva
Ein Theaterstück im Format eines Videoessays. Eine Chronik der politischen Aktionen der Jahre 2021–2022 in Moskau – mit dem gezielten Versuch, in einen Gefangenentransporter („Автозак“) zu gelangen und diese Erfahrung zu durchleben. Und wie genau das „gelingt“.

18:00 Festivalabschlussstück: „Say hi to Abdo“ von Mikita Iljintschik (Nawahrudak / Warschau)
Regie: Senya Romin
Übersetzung: Ruth Altenhofer, Johanna Marx, Claudia Zecher
Wir befinden uns in einem Gerichtssaal der Zukunft. Das Verfahren steht kurz vor dem Beginn. “Say hi to Abdo” untersucht, was geschieht, wenn Menschlichkeit digitalisiert und Mitgefühl archiviert wird. Es ist zugleich politische Science-Fiction, Gerichtsdrama und Manifest.

20:00 Abschluss des Festivals

Updates auf Instagram: @lubimovka.wien

Kuratiert von Anastasia Patlay. In Kooperation mit dem Dialogbüro Wien.

Montag, 24. November 2025,

Bewährungsprobe #55

Künstler*innengespräch

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Künstler*innengespräch

Die Reihe Bewährungsprobe widmet sich Fragen zur Kunstproduktion und den jeweiligen Arbeitsbedingungen.
Ale Bachlechner ist Performance- und Videokünstlerin. Ihre Arbeit beschäftigt sich mit Kommunikation und Affekten, Beziehungsformen, Ungleichheit und Abgründen des Neoliberalismus. Zentrale Aspekte sind die Auseinandersetzung mit Theorie, Literatur, Text und Sprache sowie Körperlichkeit, Gender und Performance vor der Kamera.
Jari Genser beschäftigt sich mit Objekten und den Spuren, die wir an ihnen und sie in uns hinterlassen. Er musste erst Psychologie studieren, um herauszufinden, dass er eigentlich Künstler sein will.

Ale Bachlechner, Künstlerin, Köln / Wien
Jari Genser, Künstler, Wien
Moderation: Johannes Franz-Figeac, Künstler, Wien

Dienstag, 25. November 2025,

Metropole, Exil und künstlerische Emigration

Buchpräsentation

Subtitle

Buchpräsentation

Burcu Dogramaci untersucht die Bedeutung globaler Metropolen als Ankunftsstädte für exilierte Künstler*innen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihr Buch beleuchtet das Wirken von Exilant*innen aus den Bereichen Kunst, Fotografie und Architektur im London der 1930er- und 1940er-Jahre. Exilerfahrung, so zeigt Dogramaci, prägt das Kunstschaffen, das künstlerische Exil verändert aber auch den Exilort selbst. Es geht um Wege und Orte des Ankommens, Transfer und die Transformation ästhetischer Positionen und die Impulse, die vom Exil auf das städtische Leben ausgehen.

Burcu Dogramaci, Kunsthistorikerin, Ludwig-Maximilians-Universität München
Michael Parzer, Soziologe, Universität Wien
Lisl Ponger, Filmemacherin, Fotografin, Medienkünstlerin, Wien
Moderation: Christoph Reinprecht, Österreichische Gesellschaft für Exilforschung, Wien

Burcu Dogramaci, Exil London. Metropole, Moderne und künstlerische Emigration, Göttingen: Wallstein 2024

Mittwoch, 26. November 2025,

Fest 20+1 Jahre Alumniverein der Akademie der bildenden Künste

Podium: Resilienz durch Allianzen

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Podium: Resilienz durch Allianzen

Der Alumniverein der Akademie der bildenden Künste Wien feiert sein unrundes Jubiläum. Im Podiumsgespräch gehen Absolvent*innen der Frage nach, wie sie in Zeiten von Unsicherheit, Prekarität und gesellschaftlichen Umbrüchen Resilienz entwickelt haben und welche Rolle Netzwerke, Kooperationen und gegenseitige Unterstützung dabei spielen. Welche Allianzen haben getragen, welche Strukturen haben sich bewährt – und welche braucht es heute, um weiterhin künstlerisch handlungsfähig zu bleiben?
Anschließend sorgt die Alumna Irene Lucas mit Solar Kitchen für das leibliche Wohl und Masha Dabelka mit einem DJ-Set für die passende Musik.

Miriam Bajtala, Künstlerin, Wien
Alexandru Cosarca, Künstler, Wien
Veronika Dirnhofer, Künstlerin, Professorin Akademie der bildenden Künste Wien
Moderation: Ingeborg Erhart, Vizerektorin Akademie der bildenden Künste Wien
Konzept: Barbara Pflanzner, Alumniverein Akademie der bildenden Künste Wien

Donnerstag, 27. November 2025,

schnittpunkt

Museum und Faschismus

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Museum und Faschismus

Das Netzwerk schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis widmet sich in einer neuen Veranstaltungsreihe der Rolle von Museen im Nationalsozialismus zwischen Komplizität und Widerstand. Die Auftaktveranstaltung ist dem kollektiven Unwissen über das Ausmaß, die Dimensionen und die Strukturen der NS-Zwangsarbeit gewidmet. Auf Basis von Franz Wanners künstlerisch forschender Praxis geht es um den mit der Zwangsarbeit verbundenen Profit von Museen und Institutionen in NS-Nachfolgestaaten und den damit verbundenen Kontinuitäten bis in die Gegenwart. Ein Ziel ist die Formulierung notwendiger Forschungsansätze.

Luisa Ziaja, Chefkuratorin Belvedere, Wien
Franz Wanner, Künstler, Berlin / Zürich
Moderation: Nora Sternfeld, schnittpunkt, Wien / HFBK Hamburg

In Kooperation mit schnittpunkt und Haus der Geschichte Österreich.

Freitag, 28. November 2025,

Changing Spatial Practices

Book Presentation

Subtitle

Book Presentation

Architecture must change: Changing Spatial Practices discusses collective, feminist, just spatial practices beyond extractive architecture. In times of multiple crises – characterized by inequality, conflicts and exploitation of space – multidimensional modes of thinking, designing and building, disrupt and challenge existing paradigms in the field of architecture. The publication features contributions reflecting on collaborative practices, research and diverse forms of architectural knowledge in the building of alliances, networks and activism.

Kadambari Baxi, architect, Columbia University, New York
Isabel Glogar, architect, Technical University of Munich
Gabu Heindl, architect, University of Kassel / Vienna
Bernadette Krejs, architect, Technical University of Vienna
Tatjana Schneider, architect, Technical University of Braunschweig

Kadambari Baxi, Isabel Glogar, Gabu Heindl, Bernadette Krejs, Tatjana Schneider (Ed.), Changing Spatial Practices: Alliances, Activism and Networks, Bielefeld: Transcript 2025

Dezember 2025

Montag, 1. Dezember 2025,

How to make art when the world is burning

Gloria Benedikt

Subtitle

Gloria Benedikt

How can art confront the current crises? How can it redefine how we see, think, feel and act? In this series, Klaus Speidel discusses these questions with different artists. Gloria Benedikt, who studied in Vienna and at Harvard University, has been combining performing arts with scientific research for many years. Her work has been presented at venues including the Kennedy Centre, Carnegie Hall, the European Parliament and UNESCO. In her dance and theatre performances, she draws particular attention to the consequences of climate change.

Gloria Benedikt, choreographer, director, researcher, Vienna
Moderation: Klaus Speidel, art theorist, critic, curator, Vienna

In cooperation with Universität für angewandte Kunst.

Mittwoch, 3. Dezember 2025,

Menschenrechtsstadt in der Praxis

Vortrag

Subtitle

Vortrag

Menschenrechte sind nicht nur ein abstraktes Thema für die UNO oder in den Verfassungen der Staaten. Wie können globale Herausforderungen lokal gelöst werden? Wie werden Menschenrechte lokal verankert? Welche Menschenrechtsprinzipien werden hier integriert? Der Vortrag bietet einen globalen Einblick über die Arbeit der Menschenrechtsstädte und die Möglichkeit, mehr über die Umsetzung der Menschenrechte in Wien zu erfahren.

Shams Asadi, Menschenrechtsbeauftragte der Stadt Wien

Kultur der Menschenrechte und politische Erwachsenenbildung ist eine Vortragsreihe der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung (ÖGPB) in Kooperation mit dem Depot und dem Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK).

Schwerpunkt 2025: Allianzen bilden!
Donnerstag, 4. Dezember 2025,

ABGESAGT: Science all Inclusive?

Diskussion

Subtitle

Diskussion

Die Veranstaltung kann krankheitsbedingt leider nicht stattfinden und wird im Frühjahr 2026 nachgeholt.

In ihrer Dissertation beschäftigt sich Michaela Joch mit der Zugänglichkeit von Universitäten für Wissenschaftler*innen mit Behinderungen. Sie präsentiert zentrale Ergebnisse und bietet einen Einblick in bestehende Exklusionsmechanismen. Welche Lösungsansätze werden diskutiert, um eine inklusivere akademische Umgebung zu schaffen? Der Vortrag richtet sich an Wissenschaftler*innen, Diversitätsbeauftragte, Entscheidungsträger*innen sowie alle Interessierten, die sich mit der Förderung von Inklusion im Wissenschaftsbetrieb auseinandersetzen.
Im Anschluss spricht sie mit der Beauftragten für Studierende mit Behinderung der Angewandten über konkrete Herausforderungen und Best Practice im Unialltag.
Diese Veranstaltung findet als hybrides Format statt: Veronika Merklein moderiert im Depot, Michaela Joch wird zugeschaltet.

Michaela Joch, Institut für Bildungswissenschaften, Universität Wien
Moderation: Veronika Merklein, Künstlerin, Behindertenbeauftragte für Studierende, Universität für angewandte Kunst Wien

Mittwoch, 10. Dezember 2025,

Salon Philosophique

„Wozu heute noch philosophieren?“ – Sozialästhetik

Subtitle

„Wozu heute noch philosophieren?“ – Sozialästhetik

Sozialästhetik als Antwort auf eine krisengeschüttelte und auseinanderklaffende Gesellschaft:
Die Sozialästhetik versteht sich als eine Ästhetik der Situation. Sie ist wie jede Ästhetik immer kontextual und perzeptuell. Ihr vorzugsweises Ziel ist das Wie des menschlichen Zusammenlebens zu erforschen, mehr Licht ins Dunkel der menschlichen Umgangsformen und sinnlichen Erlebnisweisen von Begegnungen und Beziehungen sowie deren Rahmenbedingungen zu bringen, z. B. im dialogischen Handeln in beziehungsermöglichenden Atmosphären.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wir mit dem Leben und mit den Mitmenschen umgehen. Dieses Wissen um das Wie in unserem Zusammenleben im Allgemeinen und dessen praktische Umsetzung im täglichen Leben im Besonderen liefert sozialästhetische Grundlagen für ein humanbasiertes und -fokussiertes Handeln, bei dem der Mitmensch wieder zum Maß aller Aktivitäten wird.

Vortrag: Michael Musalek, Psychiater, Neurologe, Psychotherapeut, Wien / Berlin

Eine Veranstaltungsreihe des Instituts für Sozialästhetik und psychische Gesundheit der Sigmund-Freud-Privatuniversität Wien / Berlin.

Anmeldung: michael.musalek@sfu.ac.at

Donnerstag, 11. Dezember 2025,

ABGESAGT: Wiener KI-Gespräche #5

Ausstellung „Alles in Arbeit“ im Dom Museum Wien

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Ausstellung „Alles in Arbeit“ im Dom Museum Wien

Die Veranstaltung kann krankheitsbedingt leider nicht stattfinden und wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 nachgeholt.

Achtung, Veranstaltung im Dom Museum Wien!

In der Gesprächsreihe diskutiert Klaus Speidel mit Gesprächspartner*innen aus unterschiedlichen Bereichen die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Kunst, Technologie und Gesellschaft. Die Ausstellung „Alles in Arbeit“ im Dom Museum Wien bietet ein anregendes Setting für ein Gespräch mit Digitalitätsexperte Titus Udrea von der Arbeiterkammer Wien sowie Coach Julia Rodriguez, die zur Zukunft der Arbeit mit KI am BFI unterrichtet. Wie verändert sich die Arbeitswelt durch KI? Und welche Potenziale und Risiken sehen die Expert*innen?

Julia Rodriguez, Trainerin und Coach für KI und emotionale Intelligenz, Digitale Transformation und Change Management, Wien
Titus Udrea, Techno-Soziologe im Büro für Digitale Agenden der AK Wien
Moderation: Klaus Speidel, Philosoph, Kritiker, Kurator, Wien

In Kooperation mit dem Dom Museum Wien.
Ort: Dom Museum, Stephansplatz 6, 1010 Wien

Donnerstag, 11. Dezember 2025,

AMAZING

Buchpräsentation

Subtitle

Buchpräsentation

Der Linzer Verlag Positionen bat die bildende Künstlerin Astrid Esslinger und die Schauspielerin und Regisseurin Verena Koch zu einer außergewöhnlichen Zusammenarbeit.
Entstanden ist mit AMAZING ein Buch, das in Bild und Text auf poetische wie kritische Weise zentrale Themen der Gegenwart aufnimmt. Astrid Esslinger versteht ihre Bilder als Projektionsfläche, die narrative Impulse gibt, ohne festgelegte Deutungen aufzuzwingen. Ausgehend von automatisierter Gestik entwickelt sie dynamische Bildgeschehen, in denen Frau-Sein, Wildnis und urbane Räume verhandelt werden.
Verena Koch reagiert auf die Bilder mit literarischen Miniaturen. Persönlich, politisch, szenisch verbinden ihre Texte gesellschaftliche Haltung mit persönlich Erlebtem. Es sind keine klassischen Bildbeschreibungen, sondern eigenständige Antworten.
Die beiden Künstlerinnen sprechen über das Projekt, den Entstehungsprozess und das Spannungsfeld zwischen Bild und Sprache.

Astrid Esslinger, Künstlerin, Linz
Verena Koch, Schauspielerin, Regisseurin, Texterin, Linz
Moderation: Daniela Banglmayr, Positionen, Linz

Astrid Esslinger & Verena Koch, AMAZING, Linz: Positionen 2025

In Kooperation mit Positionen.


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