Archiv
Jänner 2026
feminismen diskutieren
Radikale Männlichkeit
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Radikale Männlichkeit
Wieso hat der Kult um Andrew Tate bei einem vorwiegend jungen, männlichen Publikum so großen Erfolg? In seinen Postings auf der Plattform X sind Botschaften und Repräsentationsformen von Gender zu erkennen, die auf populären Antifeminismus und Maskulinismus zurückzuführen sind. Diese zunehmende Online-Misogynie herrscht auch bei Markus Streinz, in Incel- und Looksmaxxing-Foren. Spezifische Online-Dynamiken sind zentral für die Verbreitung und Verstärkung antifeministischer und misogyner Inhalte. Studien weisen auf Konsequenzen hin – welche gesellschaftlichen Herausforderungen stehen bevor?
Beate Hausbichler, Journalistin, Der Standard, Wien
Johanna Punz, Sozialwissenschaftlerin, Wien
Thomas Winkelmüller, Journalist, DATUM, Wien / St. Pölten
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
April 2026
feminismen diskutieren
Kinder, Küchentisch und Klasse
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Kinder, Küchentisch und Klasse
Wer kann sich Kinder, wer eine Abtreibung leisten? Was hat die soziale Herkunft mit reproduktiver Gerechtigkeit zu tun? Bis 1975, als die Fristenregelung in Österreich in Kraft trat, wurden Abtreibungen als Verbrechen noch rigoros verfolgt. Armutsbetroffene konnten sich dem kaum entziehen. Heute, fünfzig Jahre später, spielt Geld immer noch eine große Rolle – eine Abtreibung ist privat zu bezahlen und sehr teuer.
Sylvia Köchl, Autorin von Delikt Abtreibung, und Brigitte Theißl, Co-Autorin von Klassenreise, Solidarisch gegen Klassismus und Ungesunde Verhältnisse, sprechen miteinander über Gestern und Heute.
Sylvia Köchl, Politikwissenschaftlerin, Journalistin, Wien
Brigitte Theißl, Journalistin, Autorin, Vortragende, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Auch nachzuhören auf Radio Orange 94.0.
Juni 2026
feminismen diskutieren
Karikatur Humor Ironie Strategie
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Karikatur Humor Ironie Strategie
Karikaturen amüsieren, irritieren, regen zum Nachdenken an – oder ärgern uns. Als ein Humor, der entwaffnet, wird Ironie beschrieben. Sie kann eine Überlebensstrategie in Anbetracht komplexer, subversiver, bedrückender und hegemonialer Ideologien sein. Die politische Karikatur erzeugt eine kritische Aussage zur Chronik der Zeit – etwa Ironimus, der mit wenigen Strichen Kommentare zu Ereignissen oder zu Persönlichkeiten aus Politik, Kunst und Kultur schuf. Wie schaffen das heute Marjane Satrapi oder Liv Strömquist?
Sabine Prokop, Künstlerin, Kultur- und Medienwissenschaftlerin, Wien und Bad Traunstein
Barbara Schlesinger Gómez, Medizinerin, Kulturwissenschaftlerin, Klagenfurt / Celovec
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
März 2025
feminismen diskutieren
Integration aus der Sicht junger Frauen
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Integration aus der Sicht junger Frauen
Integration kann es anscheinend nie genug geben – und dennoch scheint sie oft zu scheitern. Doch was genau bedeutet eigentlich Integration? Der Vortrag beleuchtet das Konzept der Integration sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus politischer Perspektive. Interviews mit jungen geflüchteten Frauen in Wien, die am Projekt „Mädchen helfen Mädchen“ des Vereins Free Girls Movement teilgenommen haben, bieten Einblicke in die vielfältigen und überlappenden Herausforderungen. Diese Perspektiven werden in wissenschaftlichen und politischen Diskussionen häufig vernachlässigt.
Verena Mrak, Sozialwissenschafterin, Gender und Diversity Management, Wien
Moderation: Marlene Eichinger, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Auch nachzuhören auf Radio Orange 94.0.
April 2025
feminismen diskutieren
Vom Studio ins Museum: koloniale Fotografien
Subtitle
Vom Studio ins Museum: koloniale Fotografien
Die Depots europäischer Museen sind gefüllt mit Fotografien, die in kolonialen Kontexten gesammelt wurden. Meist von europäischen Fotografen für ein westliches Publikum produziert, trugen sie aktiv zur Konstruktion und Verstärkung kolonialer Machtverhältnisse bei. Gleichzeitig zeigen sich Widerstände der Abgebildeten, die durch Haltung, Kleidung oder Symbolik sichtbar werden. Dekodierung und Erforschung der Entstehungskontexte eröffnen Räume für neue Les- und Umgangsarten.
Swenja Hiller, Provenienzforscherin, Tübingen
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
feminismen diskutieren
Frauen im Widerstand
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Frauen im Widerstand
Wer waren die Frauen, die für die Befreiung Österreichs und gegen das faschistische Regime gekämpft haben? Woher kamen sie, was trieb sie an? Lisbeth N. Trallori forscht über Leben und Aktionen dieser Antifaschistinnen, über ihre Ausdauer für Gerechtigkeit und Menschlichkeit einzutreten, aber auch über ihre Angst vor Folter und Tod. Sie halfen Verfolgten bei der Flucht, organisierten illegale Kommunikationsnetze, übten Sabotage in Fabriken oder schlossen sich der Résistance an.
Lisbeth N. Trallori, Soziologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
Mit Ausschnitten aus: Küchengespräche mit Rebellinnen (AT 1984),
R: Karin Berger, Elisabeth Holzinger, Lotte Podgornik, Lisbeth N.
Trallori, 80 min.
Berger K., Holzinger E., Podgornik L., Trallori L. N., Der Himmel ist
blau. Kann sein. Frauen im Widerstand. Österreich 1938–1945, Wien:
Promedia 2023
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Auch nachzuhören auf Radio Orange 94.0.
Juni 2025
feminismen diskutieren
Dekoloniale Museumspraxis im Weltmuseum Wien
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Dekoloniale Museumspraxis im Weltmuseum Wien
Die Defizite im österreichischen Diskurs über die eigene koloniale Vergangenheit brauchen Aufarbeitung. Die aktive Beteiligung von Institutionen und Wissenschaft an kolonialen Projekten sind bis heute in anthropologischen und ethnographischen Museumspraxen sichtbar. Wie äußern sich diese Praktiken im Weltmuseum in Wien? Was möchte das Museum mit den bisherigen (dekolonialen) Strategien erreichen? Welche Hürden gibt es in der Umsetzung? Wer sind relevante Akteur*innen in der österreichischen Debatte?
Thanina Chikhoune, Sozialwissenschafterin, Wien
Marcela Torres Heredia, Decolonizing in Vienna
Moderation: Diana Köhler, VfW, ORF, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Oktober 2025
feminismen diskutieren
Gender und öffentlicher Raum
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Gender und öffentlicher Raum
Wie haben sich Zugänge zu feministischer Planung in den letzten 25 Jahren verändert? Welche Rolle spielen Geschlechterkonstruktionen in Planungsprozessen? Wie beeinflussen sie Raumpraktiken und den urbanen Raum? Zwei Landschaftsarchitektinnen reflektieren ihre Planungspraxis anhand von zwei vieldiskutierten Wiener Beispielen feministischer Planung, dem Einsiedlerplatz in Margareten (1999–2000) und dem Reumannplatz in Favoriten (2014–2018).
Susanne Staller & Heide Studer, tilia büro für landschaftsplanung, Mödling / Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Jänner 2024
feminismen diskutieren
Malen mit Menstruationsblut
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Malen mit Menstruationsblut
Auch wenn seit Kurzem rote statt blauer Flüssigkeit in Menstruationshygiene-Werbung gezeigt wird, vermitteln die Medien nach wie vor, dass es während der Menstruation das Ziel sein sollte, gleichbleibend zu funktionieren. Von damit zusammenhängenden Abwertungen sowie (versuchten) Unterdrückungen der eigenen Körperrhythmik gehen Gefahren für die Gesundheit von Menstruierenden aus. Im Malen mit Menstruationsblut liegen Potenziale für Prozesse der Umdeutung von Menstruation sowie das emanzipatorische Sichtbarmachen des eigenen Menstruierens.
Jane Bergmann, Motologin und Körperpsychotherapeutin, Simbach am Inn
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
März 2024
feminismen diskutieren
Widerstand dem Reproduktionsregime!
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Widerstand dem Reproduktionsregime!
Wie kann die Kernfamilie in Hinsicht auf das gegenwärtige neoliberale, kapitalistische Gesellschaftssystem bewertet werden? Dazu wird zunächst auf die Marx’sche Analyse der Reproduktion der Ware Arbeitskraft eingegangen. Die Frage der Trennung von Kernfamilie und Reproduktionsarbeit als zentrales Kampfterrain eines weißen und bürgerlichen Feminismus wird durch militante und radikale Stimmen neu gestellt und beleuchtet. So soll der Lösung der Krise der sozialen Reproduktion entlang queerer, dekolonialer und klassenkämpferischer Praxen nachgespürt werden.
Johanna Klammer, Sozialwissenschafterin, Brixen / Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
April 2024
feminismen diskutieren
Immigrationshaft in der Ägäis
Subtitle
Immigrationshaft in der Ägäis
Haft im Kontext von Immigration ist eine weltweit verbreitete Praxis des Freiheitsentzugs, ohne Garantie auf in westlichen Demokratien normalerweise üblichen Rechtsschutz. Sarah Z. zeigt am Beispiel Griechenlands die Segregation in Lagern nach nicht systematisch geprüfter Schutzbedürftigkeit und die unzureichende Versorgung mit Nahrung und Hygieneprodukten auf. Die Selektion nach Nationalitäten untergräbt das individuelle Recht auf Asyl, Faktoren geschlechterspezifischer Verfolgung werden meist nicht berücksichtigt.
Sarah Z., Sozialwissenschaftlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop,VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
November 2024
feminismen diskutieren
Leihmutterschaft – who bears?
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Leihmutterschaft – who bears?
Leihmutterschaft ist in den meisten Staaten Europas verboten, gleichzeitig ist Unfruchtbarkeit für immer mehr Menschen ein Problem. Die Dienste einer Leihmutter erscheinen vielen als die letzte Chance auf Familie. Aufgrund liberaler Gesetze konnte sich der postsowjetische Raum als eines der großen Zentren für Leihmutterschaft etablieren. Eine faire und auf Gleichberechtigung basierende Leihmutterschaftsbeziehung hat das Potenzial, mehr reproduktive Gerechtigkeit herzustellen. Doch um das zu erreichen, müssen globale Ungleichheitsstrukturen kritisch hinterfragt werden.
Diana Köhler, Sozialwissenschaftlerin, Journalistin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Dezember 2024
feminismen diskutieren
K-Pop-Fanfiction als feministische Praxis
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K-Pop-Fanfiction als feministische Praxis
Populär geworden durch den Star Trek-Hype der 60er-Jahre, ist Fanfiction seither ein disruptives Medium, welches den Originaltext re-interpretiert und transformiert. Fanfiction kann alles sein: von alternativen Handlungssträngen und Fortsetzungen, gender-swap bis hin zu Charakterstudien. Für viele Fans ist sie ein großer Teil ihrer Fan-Identität und ein aktiver Beitrag zur Online-Fankultur. Wie bewegen sich queere Autor*innen von K-Pop-Fanfiction in diesem Raum? Welche Rolle spielt Empowerment in ihrer Fanpraxis?
Nadine Taferner, Sozialwissenschaftler*in, Genderforscher*in und K-Pop-Fan, Wien / St. Veit an der Glan
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Jänner 2023
feminismen diskutieren
Topographie der Einbildungskraft
Was für ein Selbstverständnis von Kunst, von Gesellschaft ist möglich, wie kann unsere Einbildungskraft gefasst werden, und wie kann sie heute wirksam sein, nachdem die Realität von Auschwitz als unüberbrückbarer Abgrund das Denken wie die Kultur bestimmt?
Ausgehend von Adornos einflussreichem Diktum, was Kultur nach Auschwitz überhaupt sein könne, nimmt Sabine Kock zentrale Argumentationen von Adorno und Horkheimer, Arendt, Lyotard, Kofman und Didi-Huberman in den Blick: Einbildungskraft ist eine unabdingbare philosophische Kategorie und gesellschaftliche Kraft, Kant erweist sich dabei als zentrale Referenz.
Sabine Kock, Philosophin und Kulturwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
Sabine Kock, Topografie der Einbildungskraft. (Re-)Lektüren aus dem Diskurs des Gedenkens, Wien: Passagen Verlag 2022
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Subtitle
Topographie der Einbildungskraft
März 2023
feminismen diskutieren
Frauenbilder in der Neuen Rechten
Die Bedeutung von Frauen in der extremen Rechten hat einige Wandlungen durchlaufen. Lange Zeit galten sie als harmlose Mitläuferinnen, deren Daseinsgrund die Mutterrolle war.
Doch welche Rolle haben und spielen Frauen in einer sich neu formierenden und entsprechend organisierenden extremen Rechten im 21. Jahrhundert? In einem (eng begrenzten) Rahmen gibt es vielfältige Möglichkeiten, aktivistisch tätig zu sein. Wie sehen die Geschlechterbilder aus? Welche Funktionhat (Anti-)Feminismus von Rechts für Verschwörungsdenken?
Natascha Strobl, Politikwissenschafterin und Publizistin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
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Frauenbilder in der Neuen Rechten
April 2023
feminismen diskutieren
Über das Wohnen im Bilde sein
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Über das Wohnen im Bilde sein
Das künstlerische Forschungsprojekt Über das Wohnen im Bilde sein befragt Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten
und deren Verknüpfung mit geschlechterspezifischen Zuschreibungen in Darstellungen des Wohnens in der zeitgenössischen bildenden Kunst. Bild- und raumtheoretische Ansätze der visuellen Kultur werden genutzt, um in den ausgewählten Kunstprojekten und der eigenen künstlerischen Arbeit das Verhältnis von räumlichen Anordnungen, Blickwechseln und geschlechtlichen Relationen zu untersuchen und die potenzielle Durchdringung öffentlicher und privater Räume im Wohnen zu thematisieren.
Romana Hagyo, Gastprofessorin für Gender und Space, Akademie der bildenden Künste Wien
Silke Maier-Gamauf, bildende Künstlerin, Wien
Moderation: Irmtraud Voglmayr, Frauenhetz, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen & Frauenhetz.
Mai 2023
feminismen diskutieren
Essen – Macht – Körper
Subtitle
Essen – Macht – Körper
“Man ist, was man isst“ – so eine gängige Einführung in die Soziologie des Essens. Ernährung wurde lange Zeit als „Natur“ für soziologische Analysen von Gesellschaft verkannt, heute wird sie vornehmlich als bedeutungsträchtiger Ausdruck sozialer Distinktion fokussiert. Der Vortrag inspiziert die blinden Flecken einer Soziologie des Essens, die nicht selten machtblind und oftmals körperlos daherkommt, und hinterfragt, welche Perspektiven und Forderungen die Feminist Food Studies in die soziologische Debatte und über den nationalstaatlichen Tellerrand hinaus einbringen können.
Judith Ehlert, Soziologie und Entwicklungsforschung, Schwanenstadt / Passau
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Oktober 2023
feminismen diskutieren
Zapatistas in der Zeitung
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Zapatistas in der Zeitung
Der Umgang der deutschsprachigen Massenmedien mit einer antikapitalistischen, antietatistischen Bewegung ist ein gutes Beispiel für die mediale Aufbereitung von revolutionären Ereignissen im Globalen Süden. Der Aufstand der Zapatistas im Jänner 1994 hat weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Er war die jüngste Revolution in der Geschichte Mexikos und bis heute sind einige der damals eroberten Territorien nicht wieder unter staatliche Kontrolle gebracht worden. Das ambitionierte Ziel, ein solidarisches Gesellschaftsmodell zu entwerfen, blieb konstant aufrecht. Die Reise der Zapatistas durch Europa im Jahr 2021 hatte hingegen kaum mediale Resonanz.
David Hochegger, Sozialwissenschaftler und Sozialarbeiter, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
November 2023
feminismen diskutieren
Nicht-binär in Österreich
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Nicht-binär in Österreich
Umkleidekabinen, Pronomen, Pensionsantrittsalter: Die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen ist ebenso allgegenwärtig wie selbstverständlich. Dass die Omnipräsenz der Zweigeschlechtlichkeit nicht bei der „Toilettenfrage“ endet, sondern sich in Leben und Identität nicht-binärer Menschen einschreibt, hat Jona Moro in Gesprächen mit nicht-binären Personen erforscht. Was bedeutet es, in einer Gesellschaft zu leben, die die eigene (geschlechtliche) Existenz negiert? Welche Veränderungen fordern nicht-binäre Menschen von Politik und Gesellschaft?
Jona Moro, Schauspielperson, Genderforscher*in, Aktivist*in, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
März 2022
feminismen diskutieren
Nicht/Repräsentation
Was ist Repräsentation? Was und wer wird durch Repräsentation ausgeschlossen und wie funktionieren diese Ausschließungsmechanismen? Inwiefern hängt politisch verstandene Repräsentation mit ästhetischer Repräsentation – verstanden als Darstellung, als Darstellungsweise – zusammen? Lässt sich über die Verknüpfung dieser unterschiedlichen Definitionen ein Begriff der ‚Nicht-Repräsentation‘ herleiten und welche (politischen) Konsequenzen ergeben sich dadurch? Wie können anhand der Verschränkung von Repräsentation und den damit einhergehenden Ausschließungsmechanismen andere Formen (politischen) Handelns und (politischer) Subjektivierungsweisen festgestellt und imaginiert werden?
Nina Bandi, Philosophin und Politikwissenschafterin, Wien / Zürich
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Mai 2022
feminismen diskutieren
Flaneusen: Zu Fuß durch Stadt und Land
Seit Anfang des 20. Jahrhunderts hat das Gehen Einzug in die bildende Kunst gehalten und sich als männlich dominierte Kunstform etabliert. Zwei Künstlerinnen, die das Gehen zum Mittel ihrer Kunstproduktion und Methode der Stadtraumerforschung gemacht haben, stellen ihre Arbeit vor: Julischka Stengele präsentiert mit der Serie Sehenswürdigkeiten – Ansichten von … performative Spaziergänge in Wien, Leipzig und der Steiermark. Brigitte Kovacs gibt Einblicke in ihr Kunstbuch ÜberGänge. Annäherungen an das Gehen als künstlerische Praxis zwischen Geh-Akt und Artefakt.
Brigitte Kovacs, Künstlerin, Graz
Julischka Stengele, Künstlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Subtitle
Flaneusen: Zu Fuß durch Stadt und Land
Juni 2022
feminismen diskutieren
Autonomie und der Eiserne Vorhang
Künstler*innen spielten und spielen zur Repräsentation in Gesellschaften eine wichtige Rolle: sowohl im Realsozialismus wie auch in neoliberalen westlichen Demokratien. Unter totalitären Bedingungen bediente man sich der Kunstschaffenden. Sie konnten jedoch auch ein autonomes Selbstwertgefühl bilden, das noch 30 Jahre nach Zusammenbruch des Systems wirksam ist. Minna Antova, geboren im bulgarischen Sofia, gibt subjektiv-vergleichende Einblicke in Praxen der künstlerischen Autonomie, jenseits und diesseits des Eisernen Vorhangs und lange nach dessen Fall.
Minna Antova, Künstlerin, Kuratorin, Wien/Baden
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Subtitle
Autonomie und der Eiserne Vorhang
Oktober 2022
feminismen diskutieren
Kritische Theorie und Feminismus
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Kritische Theorie und Feminismus
Aus soziologischer, philosophischer und psychoanalytischer Perspektive wird das Spannungsverhältnis zwischen zwei Theorieparadigmen beleuchtet, die beide für Emanzipation einstehen. Wenngleich sich die Autor*innen in diesem Band unterschiedlichen Spektren der feministischen Theorie zurechnen sowie unterschiedliche Ansätze der Rezeption Kritischer Theorie haben, besteht ein Grundkonsens der Beiträge darin, die gegenseitige Durchdringung von Kritischer Theorie und Feminismus weitertreiben zu wollen. Der Band beschäftigt sich aus dieser Perspektive mit Fragen von Subjektivität und Identität, Ideologie und Diskriminierung sowie von Arbeit und Körper.
Karin Stögner, Soziologin, Universität Passau / Wien
Alexandra Colligs, Philosophin, Universität Kassel
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Karin Stögner & Alexandra Colligs (Hg.), Kritische Theorie und Feminismus, Suhrkamp, Berlin 2022
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
November 2022
feminismen diskutieren
sex work–lock down
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sex work–lock down
Im Projekt sex work–lock down setzt sich Helena Lea Manhartsberger mit dem Thema Sexarbeit in Zeiten von Corona in Österreich auseinander. Gemeinsam mit ihren Protagonist*innen – Sexarbeiter*innen, Betreibern, Kunden, Sozialarbeiter*innen und Aktivist*innen – beschäftigt sie sich fotografisch und in Interviews mit den Herausforderungen der aktuellen Situation für die körpernaheste aller Tätigkeiten.
Welche Strategien helfen, um durch die Pandemie zu kommen? Welche Lösungsansätze gibt es zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen? Wie kann es zu mehr gesellschaftlicher Akzeptanz kommen? Welche Rolle spielt sie selbst als Bildproduzentin in diesem Diskurs?
Helena Lea Manhartsberger, Fotografin, Multimediajournalistin, Bildungsarbeiterin, Wien/Hannover
Nora, Sexarbeiterin und Moderatorin bei sexworker.at
Christine Nagl, Beratungsstelle PiA, Salzburg
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Dezember 2022
feminismen diskutieren
Am äußersten Rand der Weltgesellschaft
Im Projekt Inter-Views geht es um wechselseitige Einblicke und Sichtweisen, um generative Themen, Bilder und Geschichten. Das Projekt wird derzeit von der Caritas St. Pölten, der Hilfsorganisation Faces Pakistan und dem Verein Ipsum in Lahore/Pakistan durchgeführt. Zentrale Akteur*innen sind Menschen in einem der ehemaligen Flüchtlingslager von Lahore/Pakistan. Was sind die Herausforderungen und Ambivalenzen in Zeiten von Covid, Fluchtbewegungen und Flutkatastrophen? Wie geht es den Menschen, deren Alltag am meisten belastet ist: afghanischen und pakistanischen Frauen?
Vera Brandner, Sozialwissenschafterin, Fotografin, Innsbruck
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Subtitle
Am äußersten Rand der Weltgesellschaft
Juni 2021
Muslimische Feminismen in Österreich
feminismen diskutieren
Wie wirkt sich der dominante österreichische Islamdiskurs auf die Arbeit von muslimischen Feminist*innen aus? Geraten diese dadurch in einen Rechtfertigungszwang, der sie in ihrem Engagement für Frauen*rechte behindert? Basierend auf zahlreichen Artikeln, Interviews und Podcasts öffentlich aktiver muslimischer Frauenrechtler*innen untersucht Laura Bittera, inwiefern die von drei der auflagenstärksten Tageszeitungen propagierten Narrative und Bilder die Arbeit von muslimischen Feminist*innen beeinflussen.
Laura Bittera, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Verband feministicher Wissenschafteri*nnen und der Frauen*solidarität.
Subtitle
feminismen diskutieren
November 2021
feminismen diskutieren
Hexen im Fernsehen: Magie – Natur – Körper
Hexen haben eine lange Geschichte in Literatur und Medien, seit Mitte der 1990er Jahre finden wir zahlreiche Fernseh-Hexen, die nicht mehr in einer fantasy-Zeit leben, sondern im Hier und Heute, mitten unter uns. Noch mehr als Frauen im Allgemeinen wird Hexen eine besondere Verbindung zur Natur attestiert – der Quelle ihrer magischen Kräfte. Magie – sowohl spells als auch elementare Magie – hat immer eine materielle Komponente (und kann daher unter einem semiotischen Gesichtspunkt diskutiert werden). Das Praktizieren von Magie hat ihrerseits Einfluss auf den Körper der Hexe bis hin zu extremen physischen Veränderungen. Der Vortrag diskutiert diese Themen anhand von literarischen und audiovisuellen Texten der letzten 25 Jahre.</p
Gloria Withalm, Semiotik & Kulturwissenschaften, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen und ISSS – Institut für sozio-semiotische Studien.
Dezember 2021
ONLINE: feminismen diskutieren
Greta Thunberg: Ikone oder Feindbild? via Zoom
Im August 2018 begann die 16-jährige Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament samt einem Schild mit der Aufschrift „Schulstreik für das Klima“ wöchentlich für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren. Aus diesem Protest entstand die globale Protestbewegung Fridays for Future, welche mit Parolen wie „Es ist fünf vor zwölf“ Klimagerechtigkeit einfordert. Wie wird Greta Thunberg als Führungsfigur wahrgenommen und welche Rolle spielt sie für die Bewegung? Der Vortrag setzt hier an und diskutiert die Perzeption Greta Thunbergs zwischen einer ikonografischen Verehrung und ihrer Stilisierung als Hassfigur.
Antje Daniel, Entwicklungsforscherin und Politologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen.
Subtitle
Greta Thunberg: Ikone oder Feindbild? via Zoom
Jänner 2020
feminismen diskutieren
Empowerment & Intersektionalität
Wie können zwei so umkämpfte, schwer fassbare und vermeintlich diffuse Konzepte wie Empowerment und Intersektionalität zusammen gedacht werden? Welche Auswirkungen hat dieses Zusammendenken auf feministische Theorie und Praxis? Wie können diese Fragen differenziert und kontextualisiert werden? Ein analytisches Modell am Beispiel machtkritischer Bildungsarbeit kann vorläufige Antworten bringen.
Miša Krenčeyová, Afrikanistin, Wien/Bratislava
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen
Juni 2020
feminismen diskutieren
Generative Bildarbeit in Quito
Die Generative Bildarbeit als partizipative Methode sozialwissenschaftlicher Forschungen wurde von der österreichischen Sozialwissenschafterin Vera Brandner entwickelt und während einer Forschung über die Schluchten in der ecuadorianischen Hauptstadt Quito angewendet. Anhand selbstgemachter Fotografien und Interpretationen diskutierten die Bewohner*innen des Stadtteils Quitumbe über die Bedeutung der von ihnen initiierten Rehabilitierung der Schlucht Ortega. Die Methode ermöglichte ihren direkten Einfluss auf den Forschungsverlauf und verwandelte sie in Forschungsexpert*innen ihrer eigenen Lebensrealitäten.
Elena Mitrenova, Stadtplanerin und Sozialwissenschafterin, Wien/Sofia
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Verband femistischer Wissenschafter*innen.
Subtitle
Generative Bildarbeit in Quito
Denkmäler stürzen – Geschichte unbefleckt?
feminismen diskutieren
Nur mit Anmeldung für beschränkte Teilnehmer*innenzahl (siehe unten)
Bilder von stürzenden Denkmälern gehen als emotional aufgeladene Befreiungsakte von totalitären Denk- und Herrschaftssystemen durch die Medien. Nachdem im Verlaufe der weltweiten Proteste gegen Rassismus im englischen Bristol die Statue des Sklavenhändlers Edward Colston gestürzt und im Fluss versenkt worden war, sind allerorts wieder Denkmal-Sturz-Debatten aufgeflammt. Kolumbus-, Gandhi-, Winston Churchill-, Paul Koch- und Kant-Denkmäler werden als Rassisten-Repräsentationen diskutiert. Steht dahinter berechtigte Wut? Vandalismus? Oder puristische political correctness als neues, globalisiertes Denk-Normativ?
Minna Antova, Künstlerin, Kuratorin, Wien / Baden bei Wien
Ilse Chlan, bildende Künstlerin, Wien
teilnehmende Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
!!! COVID – 19 Regelung für den Besuch der Indoor-Veranstaltung:
– Veranstaltung für maximal 25 Teilnehmer*innen, daher leider NUR nach Voranmeldung an: depot@depot.or.at Betreff: Anmeldung Va 26.Juni 2020
1 Meter Sitzabstand im Veranstalungsraum (keine Stehplätze, auch nicht im Cafe ). ACHTUNG: das Depot-WC ist leider nicht barrierefrei ausgestattet!
Jänner 2019
Russlandbezogene Gender Studies
feminismen diskutieren
Es macht einen Unterschied, ob jemand in Saratov, Moskau, Wien oder New York verortet über Geschlechterverhältnisse in Russland forscht. Das liegt an der globalen Arbeitsteilung in den Sozial- und Geisteswissenschaften: Wo entstehen Theorien, wo werden sie angewendet? Wer liefert – oder ist selbst – empirisches Datenmaterial? Welchen Stellenwert haben in Russland arbeitende Forscher_innen in dieser Konstellation?
Therese Garstenauer, Historikerin, Universität Wien
Maria Katharina Wiedlack, Amerikanistin, Universität Flensburg
Veronika Wöhrer, Soziologin, Universität Wien
Susan Zimmermann, Central European University Budapest
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Garstenauer, Therese: Russlandbezogene Gender Studies. Lokale, Globale und transnationale Praxis. L’Homme Schriften, Band 25, Böhlau Verlag Wien 2018
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
März 2019
Mad Max und Naturvorstellungen reloaded
feminismen diskutieren
Geht es nach aktuellen Zukunftsfilmen, ist die Welt bereits verloren. Die unübersichtliche Gegenwart und die Sorge um Ressourcenknappheit verdichten sich in der filmischen Fantasie zu einem apokalyptischen Stimmungsbild. Doch welche Naturvorstellungen stehen dahinter? Nach Jahren postmoderner Naturvergessenheit findet langsam eine vorsichtige feministische Wiederannäherung an die „Naturfrage“ und „Materie“ statt. Vieles war schon mal bekannt, eine Re-Lektüre alter ökofeministischer Texte könnte neue spannende Erkenntnisse bringen.
Lisa Spindelböck, Geistes- und Kulturwissenschafterin, Wien und Klagenfurt/Celovec
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Mai 2019
Antifeminismus in Bewegung
feminismen diskutieren
Antifeminismus ist kein einheitliches politisches Projekt: Viel mehr wird er von seinen Akteur_innen zu diesem gemacht. Maskulist_tinnen, neurechte Populist_innen, christliche Fundamentalist_ innen und organisierte Neonazis vertraten immer schon geschlechter- und familienfundamentalistische Positionen und nehmen aktuell stärker denn je aufeinander Bezug. Ein neu erschienener Sammelband illustriert die Tragweite des organisierten Antifeminismus und liefert einen Beitrag in der Diskussion um Gegenstrategien.
Juliane Lang, Geschlechter- und Erziehungswissenschafterin, Berlin / Marburg
Birge Krondorfer, politische Philosophin, Wien
Elli Scambor, Soziologin und Pädagogin, Graz
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Juliane Lang / Ulrich Peters (Hg.): Antifeminismus in Bewegung. Aktuelle Debatten um Geschlecht und sexuelle Vielfalt. Marta Press, Hamburg 2018.
In Kooperation mit der Frauenbildungsstätte Frauenhetz und dem Verband feministischer Wissenschafteri*innen (VfW)
Juni 2019
Das Psychologische ist politisch
feminismen diskutieren
Im Rahmen der zweiten Frauenbewegung setzten sich in den 1970er Jahren Wiener Psychologinnen kritisch mit ihrer Profession auseinander und entwickelten alternative, an die Bedürfnisse von Frauen angepasste psychosoziale Angebote sowie Theorien und Methoden, die teils in universitäre Lehre Eingang fanden. Mitarbeiter_innen des Forschungsprojekts The Psychological is Political setzen sich mit diesem Spannungsfeld zwischen Aktivismus, Projektarbeit und Universität auseinander.
Elisabeth Parzer, Psychologin, Institut für angewandte Psychologie
Max Beck, Student der Psychologie
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Oktober 2019
Feminismen diskutieren
Arendt, Kofman und die Einbildungskraft
Feministische Philosophie im Kontext von Gedenken: Welches Selbstverständnis von Kunst, von Gesellschaft ist möglich, was kann Einbildungskraft überhaupt sein, nachdem die Realität von Auschwitz als unüberbrückbarer Abgrund die Kultur bestimmt? Hannah Arendt formuliert eine emphatische Erweiterung von Kants Konzept der Einbildungskraft als gesellschaftlich notwendige Utopie. Für Sarah Kofman hingegen bleibt nicht nur das Anschließen an eine diskursive Tradition kategorisch verstellt, sondern auch die Möglichkeit von Narration überhaupt. Was bleibt, sind „Erstickte Worte“ – „Paroles suffoqées“.
Sabine Kock, Philosophin und Kulturwissenschaftlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
November 2019
Machbarkeit & Mutterglück
Feminismen diskutieren
In den feministischen Kultur- und Sozialwissenschaften gelten Schwangerschaft und Geburt als randständige Themen. Dorothea Rüb blickt auf Narrationen und Bilder von Geburt in österreichi-schen Printmedien und setzt sie in Bezug zu Wissenschafts-Diskursen. Ein Fetisch in den medialen Repräsentationen von Schwangerschaft und Geburt ist das Mutterglück als Wunschprogramm, eingebettet in das biomedizinische Modell. „Normale“ Verläufe und Ambivalenzen bleiben Leerstellen im dominanten, glattgebürsteten Selbstbestimmungs-Machbarkeits-Risiko-Wohlfühldiskurs.
Dorothea Rüb, Hebamme, Redakteurin, Medienwissenschafterin, Klagenfurt/Celovec
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Dezember 2019
Feminismen diskutieren
Im Umbau begriffen
Die Künstlerin Maja Bajević hat in ihren Arbeiten Green, Green Grass of Home und Women at Work – Under Construction den Verlust des Zuhauses im Kontext von Flucht und Migration thematisiert. Anhand dieser Arbeiten werden die Konzeptionen des Öffentlichen und Privaten im Wohnen, die von einem Daheim als sicherem Rückzugsraum der eigenen vier Wände ausgehen, diskutiert. Die vorgestellten Überlegungen entstammen Hagyos Forschungsprojekt Über das Wohnen im Bilde sein, das sich mit der Durchdringung öffentlicher und privater Räume im Wohnen aus geschlechterspezifischer Perspektive auseinandersetzt.
Romana Hagyo, Künstlerin und Kulturwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Jänner 2018
Demokratie braucht (Frauen-)Bildung
feminismen diskutieren
Bildung wurde von den zuständigen Institutionen auf Effizienz und Kompetenzerlangung reduziert und ihrer gesellschaftskritischen Dimension beraubt. Das geht Hand in Hand mit neuen Autoritarismen und postdemokratischen Realitäten, die das Modell Demokratie aushöhlen. Nicht Partikularismen, sondern radikale Pluralität gälte es zu lernen; denn Demokratie setzt mündige und solidarische Bürger_innen voraus.
Birge Krondorfer, politische Philosophin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen und der Frauenbildungsstätte Frauenhetz
März 2018
Gender Studies in MINT-Fächern
feminismen diskutieren
Inwieweit wirken sich die trotz der behaupteten Objektivität der Naturwissenschaften und Technik für männliche Forscher geschaffenen Arbeits- und Karrieremuster auf deren Inhalte, Ziele und Methoden aus? Könnten andersherum Ergebnisse z. B. der modernen Biologie emanzipatorische Prozesse stärken? Auch ‚Biotechnologische Revolutionen‘ stellen neue Herausforderungen dar.
Margarete Maurer, Mehrfachstudien in Biochemie, Philosophie, Soziologie und Geschichte, interdisziplinär Forschende und Lehrende, Wien und Bremen
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
April 2018
Texturen & Gender. Eine Erkundung des Text_ilen
feminismen diskutieren
Textiles Material wurde lange als weiblich und damit der künstlerischen Gestaltung unfähig konnotiert. Ingrid Gaier sieht Texturen als Durchdringung des gesamten menschlichen Lebensraumes. Ihre narrativen zeichnerischen und textilen Arbeiten finden Fortsetzung in Animationen, die persönliche Erzählstränge mit anderen Künstler_innen/Texter_innen weiterdenken und weiterlaufen lassen.
Ingrid Gaier, Künstlerin, Kuratorin, Wien und Steyr
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen
Mai 2018
Ethnologische Museen im 21. Jahrhundert
feminismen diskutieren
Die kritische Reflexion der kolonialen Vergangenheit Europas, der Entstehungskontext von Sammlungen und ethnologischen Museen in der kolonialen Ära, und damit einhergehend die Infragestellung von Museen als ‚objektive‘ Wissensinstitutionen sind Herausforderungen, denen sich ethnologische Museen im 21. Jahrhundert stellen müssen. Wie werden diese Aspekte in Wien und Berlin thematisiert?
Elisa Frei, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Juni 2018
raum_innen und außen
feminismen diskutieren
Im fluiden Raumverständnis von Katharina Heinrich ist Raum ein Prozess sozialer Handlungen und Bewegungen und Skulptur ein aus Raum- und Körperrelationen verdichteter, stets offener und wandelbarer Prozess. Im Akt des Dekonstruierens stellt sie ungewohnte Raum-Körperbezüge her, unterwandert normative Strukturen und legt kontinuierlich herrschende Macht-, Besitz- und Geschlechterverhältnisse frei.
Katharina Heinrich, Künstlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Oktober 2018
Wissen kommt von Bewegung
feminismen diskutieren
Seit den 1980er Jahren setzen sich, auch in Wien, weiße Feministinnen zunächst mit ‚anderen‘ Frauen und in der Folge mit Rassismen auseinander – meist konflikthaft, immer schwierig und allzu oft selbst in ethnisierende und rassistische Praktiken verstrickt. Politik der Differenzen widmet sich dieser Geschichte und fragt, was die akademisch-feministische Theoriebildung vom Aktivismus lernen kann.
Stefanie Mayer, Politikwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Stefanie Mayer: Politik der Differenzen. Ethnisierung, Rassismen und Antirassismus im weißen feministischen Aktivismus in Wien. Verlag Barbara Budrich, Leverkusen 2018
November 2018
Klitorides auf Zeitreise im Westen der Welt
feminismen diskutieren
Viele Jahrhunderte lang, bis zu ihrer „Wiederentdeckung“ 1998, wurden Klitorides von der Bildfläche der Fachliteratur verdrängt. Klein und gleich gemacht. Unter- bis gar-nicht-repräsentiert. Niemand wusste Bescheid. Mit einer Ausnahme: Feministische Kollektive in den 1970ern. Über Biopolitik, kulturelle Geschlechter-Produktion und die Fiktion von zwei Geschlechtern, über Klitoris als Aspekt eines vielschichtigen Phänomens, das Sex genannt wird, Medizintechnik à la Queer, Klitoris-Werden und sexuelles Wesen-Sein.
Christina Goestl, Medienkünstlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Dezember 2018
LGBTIQ+ Politiken revisited
feminismen diskutieren
2014 gewann Conchita Wurst den Eurovision Song Contest, seit 2016 dürfen schwule und lesbische Paare Kinder adoptieren und bald wird die „Ehe für alle“ auch in Österreich Realität sein. Die optimistische Aussage der Kampagne It gets better scheint sich auf den ersten Blick also zu realisieren. Aber: Does it really get better? Wenn ja, für wen, zu welchen Bedingungen und mittels welcher (neuen) Ausschlüsse?
Christine M. Klapeer, Politikwissenschafterin und Queer-Theoretikerin, Göttingen/Kassel
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Jänner 2017
feminismen diskutieren
DIESE VERANSTALTUNG WIRD WEGEN KRANKHEIT ABGESAGT UND AN EINEM SPÄTEREN TERMIN NACHGEHOLT
Die feministische Erwachsenenbildung existiert, marginalisiert, zwischen Notwendigkeit und Ideal. In einer Situation, die die Verknüpfung von kritischem Wissen mit ebensolchem Handeln in institutionalisierten Bildungsstrukturen nicht mehr fördert, kann eine Frauenbildung, die auf Selbst- als Widerständigkeit baut, Einsicht in Abhängigkeiten, Vermittlung wie Stärkung kritischen Bewusstseins ermöglichen.
Birge Krondorfer, Initiative feministische Erwachsenenbildung
Moderation: Sabine Prokop, Verband feministischer Wissenschafter*innen
In Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafter*innen und der Frauenbildungsstätte Frauenhetz
März 2017
Feministische Bildung
feminismen diskutieren
Die feministische Erwachsenenbildung existiert, marginalisiert, zwischen Notwendigkeit und Ideal. In einer Situation, die die Verknüpfung von kritischem Wissen mit ebensolchem Handeln in institutionalisierten Bildungsstrukturen nicht mehr fördert, kann eine Frauenbildung, die auf Selbst- als Widerständigkeit baut, Einsicht in Abhängigkeiten, Vermittlung wie Stärkung kritischen Bewusstseins ermöglichen.
Birge Krondorfer, Initiative feministische Erwachsenenbildung
Moderation: Sabine Prokop, Verband feministischer Wissenschafter*innen
In Kooperation mit VfW und der Frauenbildungsstätte Frauenhetz
Mai 2017
Treulos und unsolidarisch?
feminismen diskutieren
In den Berichten der überlebenden politischen Gefangenen des Frauen-KZ Ravensbrück spielen Solidarität, Hilfsbereitschaft und Empathie eine auffallend große Rolle. Gleichzeitig haben sie zahlreichen als ‚anders‘ wahrgenommenen inhaftierten Frauen, wie z. B. den sogenannten ‚Berufsverbrecherinnen‘, diese Eigenschaften oft pauschal abgesprochen. Wie aber vorgehen, gerade als feministische Forscherin, wenn von diesen ‚anderen‘ Frauen keine eigenen Aussagen bekannt sind?
Sylvia Köchl, Politikwissenschafterin und Journalistin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
Sylvia Köchl: Das Bedürfnis nach gerechter Sühne. Wege von „Berufsverbrecherinnen“ in das Konzentrationslager Ravensbrück. Wien: Mandelbaum 2016
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Juni 2017
war is forever. Gewebe im Gedächtnis
feminismen diskutieren
Hoa Lous Kunstbuch, das Zine youpuke-war is forever, 2016 im Selbstverlag publiziert, ist als Archiv angelegt: 1000 Seiten über die Einschreibung des Krieges im Massenmedien- /Informationszeitalter. Eine weibliche Odyssee, die Verwebung von Michel Serres’ Kommunikationsnetz mit Penelope, und daraus resultierende Fragen nach dem Web, den Codes, der Zerstörung und dem Analogen.
Hoa Luo, Künstlerin, Philosophin, Kuratorin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit den Verband feministischer Wissenschafter*innen
Oktober 2017
Bisexuell in Wien: Agency? Diskriminierung?
feminismen diskutieren
Die Diversifizierung von Sexualitäten scheint ein Thema unserer Zeit zu sein. Umso mehr erstaunt die Unsichtbarkeit von Bisexualität. Eine Pilotstudie zu Bisexualität in Österreich zeugt von der Komplexität des Lebens bisexueller* Frauen* in Wien. Berichte monogamer und nicht-monogamer Beziehungen geben Einblick in die komplexe Verflechtung von Erfahrungen, Diskriminierung und den Strategien für ein selbstbestimmtes Leben und Lieben.
Renate Baumgartner, freie Wissenschafterin, Bi*-Aktivistin, Radiomoderatorin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen
November 2017
Verheißungen neoliberaler Genderdiskurse
feminismen diskutieren
Frauen – so der weitverbreitete Konsens – wären auf der Überholspur und auf jeden Fall gehörten sie zu den Gewinnerinnen des neoliberalen Gesellschaftsumbaus. Der Tenor gegenwärtiger frauenspezifischer Diskurse verweist vermehrt auf Kompetenz, Erfolg, Genuss und Leistung. Traditionelle, hierarchische Geschlechterverhältnisse können so jedoch erneut Fuß fassen, weil eine Thematisierung von Geschlechterungerechtigkeit im Namen karriereorientierter, individualisierter Werte in den Vorhallen des Erfolgs für überflüssig erklärt wird.
Stefanie Göweil, Philosophin, Germanistin, AHS-Lehrerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
Stefanie Göweil: Grenzen und Chancen der modernisierten Geschlechterordnung. Ein geschlechterkritischer Blick auf Gesellschaft und Schule. Gießen: Psychosozial-Verlag 2017
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Dezember 2017
Feminisierung des Politischen
feminismen diskutieren
Eine feministische Politik rückt die radikale Verwundbarkeit der Einzelnen in den Fokus. Wird durch ihre Anerkennung als universelles Risiko eine umfassende Demokratisierung möglich? Kann dadurch eine kulturelle Transformation der Politik initiiert werden? In Barcelona sind jedenfalls Aktivist*innen nach den Protesten 2011 in die Institutionen gezogen, um diese Möglichkeit in der Praxis zu erproben.
Andreea Zelinka, Anthropologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Jänner 2016
Privilegierte Migration und Geschlechterverhältnisse?
feminismen diskutieren
Was bedeutet es für Frauen mit Berufsausbildung und -erfahrung, vorübergehend nicht erwerbstätig zu sein, weil sie ihre Partner für temporäre Auslandsaufenthalte begleiten? Diese Frage beleuchtet eine Studie von Johanna Stadlbauer. Als empirische Beispiele dienen hier zwei sogenannte „Expatriate Spouses“, Migrantinnen aus dem Globalen Norden in Uganda und Österreich.
Julia Büchele, Doktorandin, Zentrum für Afrikastudien, Basel
Johanna Stadlbauer, Autorin, Klagenfurt/Celovec
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Johanna Stadlbauer: Mobile Gattinnen. Privilegierte Migration und Geschlechterverhältnisse? Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2015
März 2016
Vom Privileg, gehört und gesehen zu werden
feminismen diskutieren
Ein LGBTIQ*- Diskurs, der mehrheitlich von weißen schwulen Cis-Männern gestaltet wird, kann nicht für Lesben*, Bisexuelle, Trans*genderpersonen, non-binäre Menschen und queer People of Color stehen. Mithilfe kreativer Texte und Stimmen von Internetaktivist_innen wandern Positionen in den Fokus, die im heteronormativen Mainstream unterdrückt werden.
Mary Horvat, Studierende Gender Studies und Internationale Entwicklung
Moderation: Sabine Prokop, Verband feministischer Wissenschafter*innen
April 2016
Väter als Teilzeitarbeitskräfte im Betrieb
feminismen diskutieren
Männer mit Mut zur Familienarbeit haben wenig zu befürchten und viel zu gewinnen: Ihr traditioneller Männervorteil bleibt bestehen. Wie dieser aussieht untersucht Gerlinde Mauerer anhand von betrieblicher Elternteilzeitarbeit mit Fokus auf den Väteranteil. Welche Folgeeffekte kann dies auf die Work-Life-Balance von Frauen haben?
Gerlinde Mauerer, Sozialwissenschafterin, Uni Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Verband feministischer Wissenschafteri*nnen und Frauenhetz, im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung
Mai 2016
Alles sei vermarktbar…
feminismen diskutieren
Warum sollte das neoliberale Credo nicht auch für den menschlichen Körper gelten? Ausgangspunkt für die breite Palette an Marktangeboten vermeintliche körperliche Mängel auszubessern, ist die Idee des Defizitären. Um körperliche Funktionen zu optimieren oder innovativ zu kreieren, etablierten sich biokapitalistische Industriezweige. Was als gesellschaftlich inakzeptabel gilt, wird als nicht-lebenswert verworfen.
Lisbeth N. Trallori, feministische Politikwissenschafterin
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Lisbeth N. Trallori: Der Körper als Ware. Feministische Interventionen. Wien: Mandelbaum 2015
Kooperation Verband feministischer Wissenschafteri*nnen
Juni 2016
Moments of Resistance
feminismen diskutieren
Inwiefern wird das alltägliche Leben undokumentierter Migrant_innen von widerständischen Momenten geprägt? Wie wird diese Frage in postkolonialen und rassismuskritischen Überlegungen der Migrationsforschung – etwa dem Denken außerhalb staatsbürger_innenschaftlicher Kategorien und Rahmenbedingungen – behandelt?
Cristina Yurena Zerr, Verein KAMA
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
Der Verein KAMA bietet Kursangebote von Migrant_innen und geflüchteten Menschen auf Spendenbasis
Oktober 2016
[Queer] Migrations in Graphic Novels
feminismen diskutieren
Seit jeher gibt es in Comics Hinweise auf die Sprachen von Einwander_innen, so auch in Marjane Satrapis Persepolis. Barbara Eder hat Graphic Novels über ethnifizierte Geschlechteridentitäten untersucht, die sich binären Zuordnungen entziehen oder mit bewussten Grenzüberschreitungen einhergehen. Migration und Gender werden dabei nicht als stabile Referenten, sondern als dynamische Momente des Übergangs aufgefasst.
Barbara Eder, Sozial- und Kulturwissenschafter_in Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen
November 2016
Zukunft einer Illusion: Identität? Kritik!
feminismen diskutieren
Ein zentraler Konflikt in der Auseinandersetzung zwischen Psychoanalyse und Queer Theory ist die Frage nach der Notwendigkeit sexueller und körperlicher Identität. Esther Hutfless sieht in Identität kein rein psychoanalytisches Konzept aber Potenzial für einen produktiven Austausch.
Esther Hutfless, Philosoph_in und Psychoanalytiker_in
Moderation: Sabine Prokop, Verband feministischer Wissenschafter*innen
Dezember 2016
Frauen alsTäterinnen in der NS-Zeit
feminismen diskutieren
Lange Zeit als Opfer und Mitläuferinnen des NS-Regimes abgetan, sind Frauen als aktive Täterinnen der NS-Zeit erst seit kurzem Gegenstand der Geschichtswissenschaft. Judith Mach untersuchte den Fall der Wiener „Euthanasie“- Ärztin Marianne Türk anhand von überlieferten Gerichtsakten. Wie und warum wurde sie zur Täterin?
Judith Mach, Historikerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafter*innen
März 2015
Antisemitismus und Sexismus
feminismen diskutieren
Worin bestehen die Konstruktionen des „Jüdischen“ und des „Weiblichen“ in Antisemitismus und Sexismus? Und lassen sich darin Gemeinsamkeiten aufzeigen? Die vorliegende Analyse zielt auf die struktur-funktionalen Affinitäten zweier durchaus unterschiedlicher Ideologien, die in Praxis und Diskurs widersprüchliche, aber umso wirkungsvollere Verbindungen eingehen.
Karin Stögner, Soziologin, Wien
Ruth Wodak, Linguistin, Wien/Lancaster
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Karin Stögner: Antisemitismus und Sexismus. Historisch-gesellschaftliche Konstellationen (Interdisziplinäre Antisemitismusforschung, Bd. 3), Baden-Baden: Nomos 2014.
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
April 2015
Mütter, Dinge, Widerstand und Eigensinn
feminismen diskutieren
Mütter werden gern dafür verantwortlich gemacht, eine Ordnung der Dinge herzustellen. Das wird hinsichtlich (über)mächtiger Eigenarten sowie zeit- und raumvernichtender Mechanismen untersucht: Der Handschuh, die Mikrowelle, das Handy sind Hauptgegenstände einer Analyse, in der mach-lose Aufgaben von Haben und Besorgen und scheinbar ohnmächtige Positionen im Zirkulieren von Waren und Dingen feministisch-kritisch untersucht werden.
Gerlinde Mauerer, Sozialwissenschafterin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit der Bildungsstätte Frauenhetz und dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Mai 2015
Medikalisierung des Frauenkörpers
feminismen diskutieren
Die Medikalisierung des weiblichen Körpers und seiner Funktionen stellt sich als komplexes Zusammenwirken von Professionalisierungsstrategien der Medizin und einer historisch lang andauernden Abwertung von Weiblichkeit dar. Wie können die durch Umbruchphasen der Schwangerschaft und Geburt bedingten gesellschaftlichen Strukuren sichtbar gemacht werden?
Magdalena Hocher, Soziologin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen und Verein Frauenhetz, Wien
Oktober 2015
Der feministische Streit rund um Sexarbeit
feminismen diskutieren
Ist Sexarbeit Ausdruck patriarchaler Herrschaftsverhältnisse, sexuelle Ausbeutung, eine Entwürdigung der Frauen und daher zu verbieten? Oder spiegelt die Stigmatisierung, die weitreichende Rechtlosigkeit von Sexarbeiterinnen nicht genau diese patriarchalen Strukturen wider, denen nur mit Entkriminalisierung und Gleichstellung entgegengewirkt werden kann?
Helga Amesberger, Sozialwissenschafterin, Autorin
Mitarbeiterinnen von LEFÖ (Wien) und maiz (Linz)
Ein Arbeitsschwerpunkt der autonomen Organisationen LEFÖ und maiz liegt in der Beratung und Unterstützung von Sexarbeiter_innen.
Helga Amesberger: Sexarbeit in Österreich. Ein Politikfeld zwischen Pragmatismus, Moralisierung und Resistenz. New academic press, Wien 2014
Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafterinnen
November 2015
Ambivalenzen der Gemeinschaft
feminismen diskutieren
Der Bezug von marginalisierten, diskriminierten Gruppen auf kollektive Identitäten bewegt sich stets zwischen emanzipatorischen Aspekten und der möglichen (Re-)produktion von einschränkenden Normen, Abgrenzungen und Ausschlüssen. Anhand von Beispielen aus der kärntnerslowenischen Wochenzeitung Novice werden Ambivalenzen von Gemeinschaft verhandelt.
Valentina Wieser, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit den Verband feministischer Wissenschafterinnen
März 2014
Religion, Geschlecht und Feminismus
feminismen diskutieren
Die westliche Moderne ist gekennzeichnet vom Herrschaftsverlust der Kirche und dem Glauben als Privatsache. Doch unsere Kultur selbst ist als ein Glaubenssystem zu erkennen, wie zum Beispiel Fortschrittsglaube als Heilsgeschichte. Die Wirkung der ,gottgegebenen‘ Geschlechterordnung ist bis heute ins kollektiv Ungewusste eingeschrieben. Auch die säkularfeministische Abwehr des Religiösen ist in Abhängigkeit davon zu lesen.
Birge Krondorfer, Philosophin und Aktivistin
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafterinnen und der Bildungsstätte Frauenhetz
When we were gender?
feminismen diskutieren
Wie sich jener Menschen erinnern, die in einer hegemo- nialen Kultur unerwähnt bleiben? Das Verhältnis von Politik, Geschlecht und Gedächtnis ist eine der großen Problemstellungen der Gender Studies. Wie sehen die vergeschlechtlichten Kodierungen, Metaphern und Allegorien des Gedächtnisses aus? Welche Bedeutung kommt dabei der Materialität der Körper zu? Wie greifen performative Prozesse in Empfindungen ein?
Lisa Appiano, Philosophin, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Hannes Dollinger, Kulturwissenschafter, Gender- und Diversity-Beauftragter, Wien
Utta Isop, Philosophin und Mitherausgeberin, Kärnten
Birge Krondorfer, Philosophin und Aktivistin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Jacob Guggenheimer, Utta Isop, Doris Leibetseder, Kirstin Mertlitsch (Hg), When we were gender? Geschlechter erinnern und vergessen. transcript Verlag, Bielefeld 2013
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
April 2014
Frauen in burgenländischen Kunstbetrieben
feminismen diskutieren
Das burgenländische Kulturzentrum Cselley Mühle wurde von Mirjam Mikacs im Zuge ihrer Diplomarbeit auf sein Genderpotential hin durchleuchtet. Der Frauenanteil auf und hinter der Bühne lässt zu wünschen übrig. Um diese Situation zu verbessern wurde das Netzwerk Kunstspinne gegründet.
Mirjam Mikacs, Jazzkomponistin, Burgenland
Moderation: Sabine Prokop (VfW)
Mikacs, Mirjam: Das Burgenland braucht mehr Frauen im Kunst- und Kulturbetrieb, am Beispiel Cselley Mühle. AV Akademikerverlag, Wien 2013
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Mai 2014
Männer in Elternkarenz
feminismen diskutieren
Eine qualitative Analyse untersuchte Alltagshandlungen von Männern in Elternkarenz. Unter Miteinbeziehung feministischer Theorien werden die Auswirkungen dieser Beteiligung im Privaten auf die Erwerbs- und Haushaltstätigkeiten von Frauen beleuchtet.
Gerlinde Mauerer, Sozialwissenschafterin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Oktober 2014
Lebenswelten in Bewegung
feminismen diskutieren
Anna Fox setzt sich in ihrer Diplomarbeit mit der Veränderung der persönlichen Lebenswelten von Care-Migrantinnen aus der Slowakei auseinander, die in Österreich in der 24-Stunden-Betreuung tätig sind. Besonderes Augenmerk wird dabei auf ihre soziale Einbettung, Fürsorge-Arrangements und die geschlechterspezifische Arbeitsteilung im eigenen Haushalt und im familiären Umfeld gelegt.
Anna Fox, Absolventin des Diplomstudiums Internationale Entwicklung
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
November 2014
Queer_feministische Cyborgvorstellungen
feminismen diskutieren
Im „Manifest für Cyborgs“ identifiziert Donna Haraway die abendländischen Denktraditionen immanenten Dualismen als zentralen Bestandteil der Logiken und Praktiken der Herrschaft über all jene, die als ‚Andere‘ konstituiert werden. Inwieweit kann die Figur der Cyborgs bei Haraway wie auch in Entwürfen der queer_feministischen Science Fiction „einen Weg aus dem Labyrinth der Dualismen weisen“?
Dagmar Fink, Literatur- und Kulturwissenschafter_in
Moderation, Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Dezember 2014
Perverse Bürgerinnen
feminismen diskutieren
In ihrem Buch fragt Christine Klapeer nach dem widersprüchlichen Verhältnis von lesbischen Existenzweisen und der Institution Staatsbürgerschaft. Wie werden Sexualitäts-, Geschlechter- und Rassekonstruktionen in Staatsbürger_innenschaftskonzepten eingeschrieben und der Bürgerinnenstatus von lesbischen Existenzweisen entlang dieser Strukturkategorien modelliert, normiert und begrenzt?
Christine Klapeer, feministische Politikwissenschafterin, Wien
Respondenz: Karin Schönpflug, feministische Ökonomin, Institut für Höhere Studien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Klapeer, Christine M.: Perverse Bürgerinnen. Staatsbürgerschaft und lesbische Existenz. Bielefeld: transkript 2014
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
März 2013
Queere Weiblichkeiten
feminismen diskutieren
Weiblichkeiten erfahren auch in queer_feministischen Kontexten eine Abwertung. Obwohl subkulturelle und künstlerische Praxen verschiedene Formen von Weiblichkeit formulieren, existiert bislang keine Analyse der Vielfalt queerer Weiblichkeiten. Was oder wer wird als weiblich wahrgenommen und kulturell verstanden?
Dagmar Fink, Kulturwissenschafterin, Übersetzerin und Lektorin, Wien
Katja Wiederspahn, freie Filmkuratorin und Übersetzerin, Wien
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
April 2013
Das Geschlecht des Telefons
feminismen diskutieren
Die Alltagsgegenstände Telefon und Mobiltelefon unterliegen vielfältigen Genderingprozessen, die aus symbolischer wie praxeologischer Sicht betrachtet werden können. Als Kommunikationsgeräte erweisen sie sich aus techniksoziologisch-feministischer Perspektive als geeignete Untersuchungsobjekte zur Konstruktion oder Dekonstruktion von Geschlecht und Subjekt.
Beatrix Beneder, Politikwissenschafterin und Kommunikationsberaterin, Wien, NÖ
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen.
Subtitle
feminismen diskutieren
Mai 2013
Prekarität und Freiheit
feminismen diskutieren
Prekarität und Freiheit werden im vorliegenden Band als begriffliche Klammern eines ebenso widersprüchlichen wie komplementären Verhältnisses reflektiert. Die Autor_innen bewegen sich an den Schnittstellen von Institutionen und Selbstorganisierung. Die Texte thematisieren prekäre Freiheiten anhand von Kollektivität, Frauenbewegungsgeschichte, Lebensführung, Kultur/Arbeit, Ökonomie, Migration, Wissenschaft, Alter, Sexualität, Anerkennungsweisen, Bildung.
Claudia Brunner, Alpen-Adria Universität Klagenfurt/Celovec
Dagmar Fink, Literatur- und Kulturwissenschafterin
Birge Krondorfer, Philosophin, feministische Aktivistin
Sabine Prokop, Medien- Kulturwissenschafterin, Künstlerin
Claudia Brunner, Dagmar Fink, Birge Krondorfer, Sabine Prokop (Hg): Prekarität und Freiheit: Feministische Wissenschaft, Kulturkritik und Selbstorganisation, Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster 2013
Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Oktober 2013
Widersprüchliche Akteurinnen
feminismen diskutieren
Als Lehrerinnen und Pädagoginnen hatten europäische Frauen im kolonialen Afrika des 20. Jahrhunderts eine ambivalente Rolle. Ihr Einsatz für die Bildung von Mädchen bewegte sich zwischen feministischen und geschlechterkonservativen, kolonialen und kolonialkritischen Interessen und Praxen. Ihre Erzählungen sind eine Quelle historischen Wissens über Entwicklung in Afrika.
Martina Kopf, Afrikawissenschafterin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafterinnen
November 2013
Lust auf Karriere?
feminismen diskutieren
Sabine Göths Studie weist darauf hin, dass Frauen Karriere offensichtlich weniger wichtig ist als Männern. Was sind die Hintergründe hierfür? Und wer oder was verhindert Führungskarrieren von Frauen? Welche Stolpersteine sind auf dem Weg nach oben zu überwinden? Liegt es tatsächlich nur an der mangelhaften Vereinbarkeit von Familie und Karriere? Neben der Analyse dieser Fragen gilt es aber auch, Vorschläge zur Erhöhung der Karriereorientierung kritisch zu betrachten.
Sabine Göth, Psychologin und Sozialarbeiterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Kooperation mit Verband feministischer Wissenschafterinnen
Mai 2012
Geschlechterverhältnisse in Krisenzeiten
feminismen diskutieren
Die aktuelle Finanz- und Wirtschaftskrise hat ökonomische und gesundheitliche Auswirkungen auf Menschen in Griechenland, Spanien und Portugal. Durch eine neue Wirtschaftsregierung in der EU sollen Einsparungen im öffentlichen Sektor nun auch auf weitere Mitgliedsstaaten, die über der Budgetdefizitgrenze liegen, ausgedehnt werden. Welche Konsequenzen haben die neuen makroökonomischen Verordnungen insbesondere für Frauen unterschiedlicher sozialer und regionaler Herkunft?
Stefanie Wöhl, Politikwissenschafterin, Berlin
Respondenz: Gabriele Michalitsch, Ökonomin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Juni 2012
Hypeout für Burnout?
feminismen diskutieren
Das „Nichts-geht-Mehr“ ist nach einer langen Phase des ignoriert Werdens kurzfristig zum Thema des Jahres aufgestiegen. Wie sieht der Umgang mit Phänomenen des Burnout aus, die mehr und mehr als „Ausrede“ demontiert werden. Welche Schlüsse lassen sich aus den gegenwärtigen und tradierten Betrachtungsweisen ziehen? Und sind Erkenntnisse über neue Handlungsoptionen möglich?
Katharina Prinzenstein, freie feministische Wissenschafterin, AKG/TU Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen und werkmobil®
November 2012
Frauengesundheit in Theorie und Praxis
feminismen diskutieren
Welche theoretischen und praktischen Verbindungen zwischen Frauengesundheits-forschung, -praxis und feministischen Theorien gibt es? Historische, politische und gesell- schaftliche Analysen zu Frauengesundheit werden beleuchtet und durch aktuelle Perspektiven aus der Praxis ergänzt.
Gerlinde Mauerer, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Frauenhetz
Dezember 2012
Genie, Kunst & Identität
feminismen diskutieren
Sich jenseits der überlieferten Idealkonstruktion von künstlerischer Existenz, die auf der Verbindung von ‚Genialität‘ und ‚Männlichkeit‘ fußt, als Künstlerin zu definieren, bedeutet künstlerische Identität als Erfahrung des ‚Werdens‘ zu begreifen. Dies konterkariert das ‚Künstler-Genie‘, das sich primär als Erfahrung des ‚Seins‘ generiert. Unter Bezugnahme auf Gespräche mit bekannten Künstlerinnen werden Anknüpfungspunkte zur Gestaltung neuer KünstlerInnenbilder geschaffen, um die Begriffe ‚Künstlerin‘ und ‚Künstler‘ als gleichermaßen universelle wie partikuläre Repräsentationen verstehen zu können.
Michi Ebner, Kulturpsychologin und Kunsttheoretikerin
Moderation: Sabine Prokop, VfW
Ebner, Michi: Genie, Kunst & Identität. Lebensentwürfe und Strategien bildender Künstlerinnen. Frankfurt a. Main: Peter Lang, 2010
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Mai 2011
Embedded Feminism?
feminismen diskutieren. Workshop
Die Bezugnahme auf Frauenrechte und sexuelle Minderheiten spielt bei militärischen Interventionen immer wieder eine Rolle, auch in Debatten um Migration und Integration, um innere und äußere Sicherheit, um Bildung. Krista Hunt spricht daher analog zur Strategie des in militärische Aktivitäten integrierten ‚embedded journalism‘ von ‚embedded feminism‘, wenn es um die Indienstnahme von Frauen- und Geschlechterfragen für die Legitimation staatlicher Gewalt geht. Doch tragen feministische und queere Positionen mitunter nicht auch selbst dazu bei, repressive Politiken zu legitimieren?
Claudia Brunner, Politikwissenschafterin, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
Katrin Oberdorfer, Psychologin, Universität Wien
Moderation: Sabine Prokop, Kulturwissenschafterin, Verband feministischer Wissenschafterinnen
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
„Gender“ in bewaffneten Konflikten
feminismen diskutieren
Im Jahr 2000 verabschiedeten die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament erstmals Resolutionen, welche ausdrücklich den Zusammenhang mit „Geschlecht“ in bewaffneten Konflikten benennen. Kritisch zu hinterfragen bleibt jedoch, welche Konzepte von „Gender“ den Resolutionen zu Grunde liegen und damit auch, welche Annahmen zu „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ darin enthalten sind. Stephanie Fürtbauer widmete sich in ihrer Diplomarbeit „Gender in bewaffneten Konflikten. Konstruktionen von Geschlecht in den Resolutionen des Europäischen Parlaments zu Gender, Peace and Security“ diesen Fragen unter der Annahme, dass ohne eine kritische Reflexion bestimmter Geschlechtervorstellungen ungleiche Machtverhältnisse kaum aufzulösen sind.
Stephanie Fürtbauer, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
„Gender“ in bewaffneten Konflikten
feminismen diskutieren
Im Jahr 2000 verabschiedeten die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament erstmals Resolutionen, welche ausdrücklich den Zusammenhang mit „Geschlecht“ in bewaffneten Konflikten benennen. Kritisch zu hinterfragen bleibt jedoch, welche Konzepte von „Gender“ den Resolutionen zu Grunde liegen und damit auch, welche Annahmen zu „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ darin enthalten sind. Stephanie Fürtbauer widmete sich in ihrer Diplomarbeit „Gender in bewaffneten Konflikten. Konstruktionen von Geschlecht in den Resolutionen des Europäischen Parlaments zu Gender, Peace and Security“ diesen Fragen unter der Annahme, dass ohne eine kritische Reflexion bestimmter Geschlechtervorstellungen ungleiche Machtverhältnisse kaum aufzulösen sind.
Stephanie Fürtbauer, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
„Gender“ in bewaffneten Konflikten
feminismen diskutieren
Im Jahr 2000 verabschiedeten die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament erstmals Resolutionen, welche ausdrücklich den Zusammenhang mit „Geschlecht“ in bewaffneten Konflikten benennen. Kritisch zu hinterfragen bleibt jedoch, welche Konzepte von „Gender“ den Resolutionen zu Grunde liegen und damit auch, welche Annahmen zu „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ darin enthalten sind. Stephanie Fürtbauer widmete sich in ihrer Diplomarbeit „Gender in bewaffneten Konflikten. Konstruktionen von Geschlecht in den Resolutionen des Europäischen Parlaments zu Gender, Peace and Security“ diesen Fragen unter der Annahme, dass ohne eine kritische Reflexion bestimmter Geschlechtervorstellungen ungleiche Machtverhältnisse kaum aufzulösen sind.
Stephanie Fürtbauer, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
„Gender“ in bewaffneten Konflikten
feminismen diskutieren
Im Jahr 2000 verabschiedeten die Vereinten Nationen und das Europäische Parlament erstmals Resolutionen, welche ausdrücklich den Zusammenhang mit „Geschlecht“ in bewaffneten Konflikten benennen. Kritisch zu hinterfragen bleibt jedoch, welche Konzepte von „Gender“ den Resolutionen zu Grunde liegen und damit auch, welche Annahmen zu „Weiblichkeit“ und „Männlichkeit“ darin enthalten sind. Stephanie Fürtbauer widmete sich in ihrer Diplomarbeit „Gender in bewaffneten Konflikten. Konstruktionen von Geschlecht in den Resolutionen des Europäischen Parlaments zu Gender, Peace and Security“ diesen Fragen unter der Annahme, dass ohne eine kritische Reflexion bestimmter Geschlechtervorstellungen ungleiche Machtverhältnisse kaum aufzulösen sind.
Stephanie Fürtbauer, Sozialwissenschafterin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
Juni 2011
Nachbarschaften herstellen
feminismen diskutieren
Welche Bedeutung haben alltägliche Praktiken für die Herstellung von urbanen Räumen? Heide Studer forscht in einer marokkanischen Kleinstadt zu Raum und Geschlechterverhältnissen. Am Beispiel unterschiedlicher Praktiken von Mädchen und Frauen nähert sie sich der Herstellung von Raum als Anordnung von in Beziehung stehenden Menschen und gesellschaftlich produzierten Gütern. Bietet ein solches relationales Raumkonzept
neue Möglichkeiten zum Verständnis des Miteinanders
der Geschlechter, der Grenzziehungen von Nachbarschaften und den Umgang mit neu in die Stadt ziehenden Menschen?
Heide Studer, Landschaftsplanerin, büro tilia, Kultur- und
Sozialanthropologin
Doris Damyanovic, Institut für Landschaftsplanung, Universität für Bodenkultur, Wien
Gabriele Habinger, Freie Wissenschafterin, Uni Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW
In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafterinnen
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