Veranstaltungen

Mittwoch, 20. März 2019, 10:00-12:00
Kunstförderung des BKA
Wie funktioniert’s?

Stipendien, Preise, Ateliers. Vom Kunstankauf bis zur Jahressubvention für Ausstellungsräume, von der Katalog- und Projektförderung bis zu Atelierprogrammen im In- und Ausland. Die Förderaktivitäten für bildende Künstler_innen sind vielfältig. Doch wie läuft es in der Praxis: Was kann gefördert werden? Wofür kann ich wann einreichen? Wie ist eine Bewerbung oder ein Förderantrag idealerweise gestaltet, was ist zu beachten? Nach welchen Kriterien wird entschieden? Wie laufen Entscheidungsprozesse ab? Und welche Summen stehen letztlich zur Verfügung?

Gudrun Schreiber und Olga Okunev, Abteilung Bildende Kunst,
Architektur, Design, Mode, Foto und Medienkunst, Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt
Moderation: Carla Bobadilla, Künstlerin

In Kooperation mit der IG BILDENDE KUNST

Donnerstag, 21. März 2019, 19.00
kinokis mikrokino #239
Weltrevolution

Der Film über die vom Zeichenlehrer Stefan Weber gegründeten Drahdiwaberl ist so frech, fröhlich, ungeniert und radikal wie die legendäre Band und ihr im Juni 2018 verstorbener Leader, den man als warmherzigen und klugen Anarchisten erleben darf. Das Portrait der Skandale, die Drahdiwaberl ausgelöst hat, und der Skandale, die Drahdiwaberl auf die Mistgabel ihrer scham- und schonungslosen Attacken spießen, ist ein zeitgeschichtlicher Parcours mit vielen ästhetisch gewagten Saltos durch 30 Jahre Österreich, 1978 bis 2007.

Weltrevolution (AT 2008), R: Klaus Hundsbichler mit Stefan Weber, Drahdiwaberl und Freund_innen, 90 min.

Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Klaus Hundsbichler und der Performerin Ursula Napravnik

Freitag, 22. März 2019, 19.00
Costas Douzinas: Syriza in Power
Book presentation and discussion

Amid the turmoil of economic crisis, Greece has become the first European experiment of left rule in a sea of neoliberalism. What happens when a government of the Left, committed to social justice and the reversal of austerity, is blackmailed into following policies it has fought against and strongly opposes? What can the experience of the Syriza government tell us about the prospects for the Left in the twenty-first century?

Costas Douzinas, Birkbeck Institute for the Humanities, University of London / Member of the Hellenic Parliament, Athens

Costas Douzinas: Syriza in Power: Reflections of an Accidental Politician. Polity, 2017

Eine Veranstaltung von transform!

Dienstag, 26. März 2019, 19.00
Nahostkonflikt im Klassenzimmer
Podiumsdiskussion

Schulische Auseinandersetzungen über den „Nahen Osten“ beschränken sich häufig auf den Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser*innen - ein Themenkomplex, der vielfach überfordernd scheint. Um diesen pädagogischen Herausforderungen adäquat zu begegnen, stellt „Fluchtpunkte“ exemplarische Lebensgeschichten mit Flucht- und Migrationserfahrungen vor, welche die Verflechtungen der deutschen und österreichischen Geschichte mit der des Nahen Ostens erschließen. Die Bearbeitung der Themen Flucht und Migration sowie Antisemitismus und Rassismus geschieht im Bewusstsein und im Kontext der Geschichte des Nationalsozialismus und unter Berücksichtigung der Folgen historischer europäischer (Nahost-)Politik.

Werner Dreier, _erinnern.at_
Adrienne Homberger, Entwicklung des Materials
Axel Schacht, Entwicklung des Materials
Stefan Schmid-Heher, Pädagogische Hochschule Wien
Moderation: Patricia Hladschik, Zentrum polis - Politik Lernen in der Schule

Das Lernmaterial wird ab dem 26.03.2019 auf einer eigenen Website kostenlos zum Download bereit stehen.

Mittwoch, 27. März 2019, 19.00
Mad Max und Naturvorstellungen reloaded
feminismen diskutieren

Geht es nach aktuellen Zukunftsfilmen, ist die Welt bereits verloren. Die unübersichtliche Gegenwart und die Sorge um Ressourcenknappheit verdichten sich in der filmischen Fantasie zu einem apokalyptischen Stimmungsbild. Doch welche Naturvorstellungen stehen dahinter? Nach Jahren postmoderner Naturvergessenheit findet langsam eine vorsichtige feministische Wiederannäherung an die „Naturfrage“ und „Materie“ statt. Vieles war schon mal bekannt, eine Re-Lektüre alter ökofeministischer Texte könnte neue spannende Erkenntnisse bringen.

Lisa Spindelböck, Geistes- und Kulturwissenschafterin, Wien und Klagenfurt/Celovec
Moderation: Sabine Prokop, VfW

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Donnerstag, 28. März 2019, 19.00
Dissensuelle Praktiken der Kunst
Vortrag

Sofia Bempeza geht von der Prämisse der Interdependenz zwischen Streit, Öffentlichkeit und Demokratie aus, um das Verhältnis von Konflikt und Öffentlichkeit auszuloten und so eine dissensuelle Praxis im Bereich der Kunstproduktion zu verteidigen. Der Fokus der Arbeit richtet sich auf die Praktiken der Kunstverweigerung bzw. des Kunststreiks, des Aktionismus, der Überidentifizierung und der dissensuellen Partizipation. Sarkasmus, Humor und Parodie, Provokation und Polemik, Ambivalenz und Überzeichnung, Aktion und Intervention werden als wichtige künstlerische Techniken ins Licht gerückt.

Sofia Bempeza, Künstlerin, Kulturtheoretikerin, Zürich/Athen

Sofia Bempeza: Dissensuelle Praxis. Zum Verhältnis von Konflikt, Hegemonie, Öffentlichkeit und Kunst. Dissertation, Akademie der bildenden Künste Wien, 2017.

Freitag, 29. März 2019, 19.00
GrenzBilder
Präsentation und Respondenz

Der Journalist und Fotograf Antonio Sempere leitet durch seine GrenzBilder das Augenmerk gezielt auf Menschen auf der Flucht. Wie mit „Grenzbildern“ von refugees visuell sowie verbal umgegangen wird, hat bedeutenden Einfluss auf den Diskurs und die Stimmung in Politik und Gesellschaft, im öffentlichen wie auch im privaten Raum. Wie sind diese Bilder zu deuten, und wie lässt sich über sie diskutieren? Müsste, angesichts solcher Bilder, nicht der moralische Kompass
rekalibriert werden?

Präsentation: Antonio Sempere, freier Fotokünstler und Journalist, Ceuta, Spanien


Input: Andreas Oberprantacher, Universität Innsbruck, Forschungszentrum Migration&Globalisierung


Respondenz:
Irene Brickner, Redakteurin, der Standard
Susanne Lummerding, Kunst- und Medientheoretikerin
Sergej Seitz, Philosoph, Universität Wien


Moderation: Sophie Weidenhiller, Philosophin, Aktivistin