Veranstaltungen

ABSAGE!!! Mittwoch, 23. Mai 2018
Die Buchbesprechung "Zur Kritik der Weiblichkeit" muss leider verschoben werden. Der neue Termin wird sobald wie möglich bekanntgegeben.

„Nichts muss den Frauen so angelegen sein, als gegen die Abstraktion zu kämpfen, in die sie beständig durch das männliche Denken verwandelt werden.“ Rosa Mayreder hat grundlegende Fragen zu Machtverhältnissen, Gewaltformen und Sexualität gestellt wie kaum eine andere Feministin ihrer Zeit. Zu ihrem 160. Geburtstag versammelt Eva Geber eine Reihe ihrer Essays, die zwischen 1905 und 1923 erschienen sind und sich radikaler als beispielsweise die Standpunkte Simone de Beauvoirs in Das andere Geschlecht zeigen.

Eva Geber, Kulturpublizistin, Autorin, Grafikerin
Gesprächsleitung: Petra Unger, Kunst- und Kulturvermittlerin, feministische Stadtforscherin

Eva Geber (Hg): Rosa Mayreder. Zur Kritik der Weiblichkeit. Essays. Mandelbaumverlag, Wien 2018 (in Vorbereitung)

Freitag, 25. Mai 2018, 18.00
Feminismus für alle
Diskussion

Was ist Feminismus? Warum ruft der Begriff so viele negative Gefühle hervor? Wie wird er von Feminist_innen gesehen, was wollen sie heute erreichen? Mit welchen Ideen und Kritiken ist der Feminismus konfrontiert und warum? Sollte der Feminismus für alle Menschen jedes Geschlechts sein?

Suela Simoni, Studentin, Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien / Frauenhetz
Izabela Wnorowska, Studentin, Masterstudium Translation, Universität Wien / Frauenhetz

In Kooperation mit der Frauenbildungsstätte Frauenhetz

Samstag, 26. Mai 2018, 19.00
Sarah Maldoror: Portrait – Revolte – Kino
Filmpräsentationen und Diskussion

Sarah Maldoror zählt zu den wichtigsten Filmemacherinnen des afrikanischen Kontinents und seiner Diaspora. Sie fand ihren Weg zum Kino über das Theater und die Befreiungsfronten in Angola und Guinea-Bissau. Konsequent kritisiert sie leere Diskurse vom „revolutionären Kino“ und nennt ihre Werke cinéma utilitaire. Die Portrait-Arbeiten speisen sich aus dem Austausch mit und der Liebe zu Poesie und Malerei. So entsteht eine Sammlung feinsinniger Darstellungen revolutionärer Charaktere und Formen.

Christian Kravagna, Postcolonial Studies, Akademie der bildenden Künste Wien
Viktoria Metschl, Filmwissenschafterin, Wien

Léon G. Damas (F 1995), R.: Sarah Maldoror, 26 min
Eïa pour Césaire / Papa Césaire (F 2009), R.: Sarah Maldoror, 58 min
Toto Bissainthe (F 1984), R.: Sarah Maldoror, 5 min
Vlady – Peintre (F 1989), R.: Sarah Maldoror, 24 min


Eine Veranstaltung im Rahmen der Retrospektive zu Sarah Maldorors Werk in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum und dem mumok kino.

Dienstag, 29. Mai 2018, 19.00
Vergessen? Niemals!
Buchpräsentation

Die Ausstellung Niemals vergessen! wurde 1946 im Wiener Künstlerhaus gezeigt und zählt zu den wichtigsten Kunstschauen der Nachkriegszeit. Als erste ihrer Art setzte sie sich dezidiert mit dem Nationalsozialismus in Österreich auseinander. Nun wurde die Ausstellung analytisch inhaltlich von Heidrun-Ulrike Wenzel rekonstruiert. Herbert Peter hat die Ausstellung virtuell wieder zum Leben erweckt.

 

Herbert Peter, Architekt Heidrun-Ulrike Wenzel, Kunsthistorikerin


Heidrun-Ulrike Wenzel: Vergessen! Niemals! Die antifaschistische Kunstausstellung im Wiener Künstlerhaus 1946. Mandelbaum Verlag, Wien 2017

Mittwoch, 30. Mai 2018, 19.00
BFA, was geht?
Präsentation

Negative Asylbescheide des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl enthalten oft Begründungen, die von Asylanwält_innen und NGOs als fehlerhaft und von Vorurteilen geprägt eingestuft werden. Unter den Begründungen finden sich beispielsweise Behauptungen, dass Vergewaltigungen zu ungenau beschrieben sind, oder dass Christ_innen in Afghanistan keine Verfolgung zu befürchten hätten, würden sie ihren Glauben im Geheimen ausüben. Einige der rechtswidrigsten Highlights werden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Marlene Kreil, Juristin, Over Borders
Rick Reuther, Rechtsberater und Autor, Over Borders

Eine Veranstaltung von Over Borders / Asyl in Not

Montag, 04. Juni 2018, 19.00
Bewährungsprobe #23
Künstler_innengespräch

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Bewährungsprobe stellen jeweils zwei Künstler_innen ihre künstlerischen Praxen und Techniken zur Diskussion

Durch Noële Odys Skulpturen werden nicht selten die Betrachter_innen herausgefordert und ebenso in Szene gesetzt.

Seit 2015 arbeiten Ana de Almeida und Stephanie Misa zusammen. Ihr Projekt Archipelago Mountain behandelt Landschaft als formale und formlose Verteilung von Elementen.

Noële Ody, Künstlerin Ana de Almeida,
Stephanie Misa, Künstlerinnen
Moderation: Johannes Franz, baer, Wien

In Kooperation mit der Künstler_innengruppe baer

Dienstag, 05. Juni 2018, 19.00
raum_innen und außen
feminismen diskutieren

Im fluiden Raumverständnis von Katharina Heinrich ist Raum ein Prozess sozialer Handlungen und Bewegungen und Skulptur ein aus Raum- und Körperrelationen verdichteter, stets offener und wandelbarer Prozess. Im Akt des Dekonstruierens stellt sie ungewohnte Raum-Körperbezüge her, unterwandert normative Strukturen und legt kontinuierlich herrschende Macht-, Besitz- und Geschlechterverhältnisse frei.

Katharina Heinrich, Künstlerin, Wien
Moderation: Sabine Prokop, VfW

In Kooperation mit dem Verband feministischer Wissenschafteri*nnen

Donnerstag, 07. Juni 2018, 19.00
Die Kunstwelt nach dem „Anschluss“
Podiumsgespräch

Der sogenannte „Anschluss“ Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland 1938 brachte auch für die Kunst tiefgreifende Einschnitte. Obwohl die nationalsozialistische Zeit von Künstler_innenvereinigungen wie zum Beispiel dem Künstlerhaus, der Secession, der VBKÖ oder dem Hagenbund aufgearbeitet wurde, ist die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Verhalten zahlreicher heimischer Kunstschaffender im Nationalsozialismus bis heute unwillkommen. Nicht wenige haben noch Jahrzehnte nach der NS-Zeit öffentliche Aufträge und hohe staatliche Auszeichnungen erhalten, während andere Existenzen zerstört worden sind.

Julia Wieger, Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs VBKÖ
Paul Rachler, Künstlerhaus Archiv
Harald Krejci, Belvedere 21, Forschungsprojekt Hagenbund
Moderation: Veronika Floch, Kunsthistorikerin

Dienstag, 12. Juni 2018, 19.00
The Way of Water
Videoprojection and project presentation

The Way of Water is an art project, dedicated to the bond that appears between human societies around the world and water as a symbol, an element, an entity and source of life. Based on a performance realized and recorded on video in Venice in 2015 artists at other places responded to invitation with their own enactments and recordings, corresponding to their own local experiences and attitudes toward water.

Davide Skerlj, artist, Triest
Introduction: Vasja Nagy-Hofbauer, curator, Triest / Vienna

Mittwoch, 13. Juni 2018, 19.00
Critical Matters
Discussion

Critical Matters is a platform for art criticism in Vienna. By analyzing current exhibitions in diverse venues and engaging in a live debate, an alternating group of participants addresses the parameters and conditions for the critique of contemporary art in the local context and opens different avenues for critical dialogue.

Noit Banai, Art Historian and Art Critic, University of Vienna
Kimberly Bradley, Writer, Editor, Educator; New York University
Sabeth Buchmann, Art Historian, Art Critic, Academy of Fine Arts Vienna
Sebastian Egenhofer, Art Historian, University of Vienna

Lone Haugaard Madsen. Galerie Sophie Tappeiner, 15.5. – 23.6. 2018
Lena Henke. Galerie Emanuel Layr, 15.5. - 7.7. 2018
Lucy Stahl. Galerie Meyer Kainer, 5.6. - 31.7.2018

Critical Matters is a platform for art criticism in Vienna. By analyzing current exhibitions in diverse venues and engaging in a live debate, an alternating group of participants addresses the parameters and conditions for the critique of contemporary art in the local context and opens different avenues for critical dialogue.

 

Noit Banai, Art Historian and Art Critic, University of Vienna

Kimberly Bradley, Writer, Editor, and Educator; New York University, various art magazines

Sabeth Buchmann, Art Historian and Art Critic, Academy of Fine Arts Vienna

Sebastian Egenhofer, Art Historian, University of Vienna

 

Lone Haugaard Madsen / Galerie Sophie Tappeiner, 15.5. – 23.6. 2018

Lena Henke / Galerie Emanuel Layr, 15.5. - 7.7. 2018

Lucy Stahl / Galerie Meyer Kainer, 5.6. - 31.7.2018

Donnerstag, 14. Juni 2018, 19.00
You Can’t Be Neutral On A Moving Train
kinoki mikrokino #233

Der Versuch, Howard Zinn’s Leben in 78 Minuten zu porträtieren, hätte nur zu leicht scheitern können. Die politischen Interventionen des rastlosen Menschen, der keine Neutralität kennt, sind facettenreich: Werftarbeiter in New York, Kampfflieger im 2. Weltkrieg, Professor für Geschichte in den bürgerrechtsbewegten Südstaaten der frühen 1960er, Anti-Vietnamkriegsaktivist, Gewerkschafter, Intellektueller und Autor einer umfassenden Geschichte der USA aus der Perspektive der Ausgebeuteten und Marginalisierten. Doch der Versuch ist geglückt.

Howard Zinn: You Can't Be Neutral On A Moving Train. Eine amerikanische Lebensgeschichte (USA 2004), R: Deb Ellis & Denis Müller, 78 min., OmdtU.

Montag, 18. Juni 2018, 19.00
Agieren und Handeln
Buchpräsentation

Ausgehend von Freuds Begriff des unbewussten Agierens spannt Alice Pechriggl ein semantisches Feld auf, in dem das Begriffspaar »Freiheit zu Handeln – Zwang zu Agieren« mit dem überkreuz gelegten Begriffspaar »freies Agieren – Handlungszwang/ Zwangshandlung« verknüpft wird.

 

Karoline Feyertag, Philosophin

Alice Pechriggl, Philosophin

 

Alice Pechriggl: Agieren und Handeln. Studien zu einer philosophisch-psychoanalytischen Handlungstheorie. Bielefeld, transcript 2018

Mittwoch, 20. Juni 2018, 19.00
Elmer Luchterhand
Buchpräsentation

Elmer Luchterhand, in den 1930er Jahren politischer Aktivist in den USA und während des Krieges Nachrichtenoffizier,  hat nach der Befreiung Überlebende in acht Konzentrationslagern befragt. Zurück in den USA forschte er weiter systematisch über die Lager und interviewte 52 KZ-Überlebende zu sensiblen Themen wie Diebstahls- und Sexualverhalten. 1953 schrieb er darüber eine Dissertation, die 2018 erstmals in deutscher Übersetzung erschienen ist.

Christian Fleck, Soziologe, Universität Graz
Andreas Kranebitter, Soziologe, KZ-Gedenkstätte Mauthausen

Christian Fleck, Andreas Kranebitter (Hg): Elmer Luchterhand. Einsame Wölfe und stabile Paare. Verhalten und Sozialordnung in den Häftlingsgesellschaften nationalsozialistischer Konzentrationslager. Mauthausen-Studien, Band 11, 2018